Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Bevölkerung und Politik | Z | Zwitzel, Bernhard


Zwitzel, Bernhard

ein Stadtbaumeister (bzw. Stadtwerkmeister) von Augsburg im Zeitalter der Renaissance

Leben und Werk

Geboren wurde Bernhard Zwitzel um 1496 in Augsburg. Die Lehre absolvierte er bei seinem Vater Jakob (I) Zwitzel?. Das Augsburger Bürgerrecht? erhielt Bernhard Zwitzel 1526.

Bevor er in Augsburg wirkte, entwarf er von 1536 bis 1538 als "obrister Bauführer" den so genannten "Deutschen Bau" der Landshuter Stadtresidenz.

1538 wurde Bernhard Zwitzel zum Stadtbaumeister (Stadtwerkmeister) von Augsburg ernannt, was er bis zu seinem Tod blieb.

In den Jahren 1541 bis 1546 errichtete er in Augsburg die Jakobspfründe?. 1548 erbaute der Stadtbaumeister das Ballhaus bei Sankt Anna, das später jedoch einstürzte und das er in den Jahren 1562/63 auf eigene Kosten wieder aufbauen musste, weil es damals noch keine Versicherung für städtische Angestellte gab. Die Stadt nutzte den von Zwitzel errichteten Ersatzbau jedoch nicht mehr al Ballhaus, sondern als Sternwarte und Stadtbibliothek. Kilian Lucas? verewigte den Bau auf einem Kupferstich. Darauf sind seine sieben Dächer zu sehen, die als Symbol für die Sieben freien Künste standen.

1549 erbaute der Architekt Zwitzel die Kaufleutestube, lieferte 1553 den Altarstein für Evangelisch Sankt Ulrich, baute 1562 das alte Gymnasium bei Sankt Anna und in den Jahren von 1563 bis 1565 die Geschlechterstube?. Neben den städtischen Aufträgen nahm er auch viele Aufträge für die Fugger wahr. Möglicherweise war er am Entwurf des Marstall- und Kunstkammergebäudes (Alte Münze) in München beteiligt.

Bernhard Zwitzel starb am 6. Februar 1570 in Augsburg. Er hinterließ mehrere Söhne, die ebenfalls im Bauwesen tätig waren, etwa Simon Zwitzel?.

Weblinks


Hauptseite | Bevölkerung und Politik | Z | Zwitzel, Bernhard


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis