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Zoo Augsburg

ein etwa 22 ha großes Areal, das zwischen dem Botanischen Garten und dem Siebentischwald liegt; einer der größten Zoos in Süddeutschland

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Allgemeines zum Zoo Augsburg

Pro Jahr steuern bis zu 700.000 Besucher das beliebteste Ausflugsziel von Bayerisch-Schwaben an. Es ist sozusagen eine biologische Bildungsstätte mit etwa 1.500 Tieren aus aller Welt, die in etwa 50 Gehegen leben. Der Zoo Augsburg beherbergt etwa 50 Säugetier-, 200 Vogel-, viele Reptilien- und Amphibien-Arten (insgesamt etwa 400 Tierarten) und weist beachtliche Zuchterfolge auf, gerade auch bei Wildtieren, die vom Aussterben bedroht sind, wie etwa Persische Onager, Barasingha-Hirsche, Sumatra-Tiger, Amur-Leoparden, Krontauben, Mandschurenkranisch oder manche Arten von Wasservögeln. Hintergrund: Der Zoo Augsburg nimmt an einem Erhaltungszuchtprogramm für etwa 20 Arten teil. Die meisten Tiere des Augsburger Zoos sind bereits in Augsburg geboren.

Mit seiner Fläche ist der Augsburger Zoo genau richtig für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie. Besuchenswert sind das Afrika-Panorama, das Terrarium, die Tropenhalle, die Bergtieranlagen, die Raubtiergehebe, der Abenteuerspielplatz mit dem Streichelzoo und eine Mini-Eisenbahn.

Sehr beliebt sind bei den großen und kleinen Besuchern des Zoos die regelmäßigen öffentlichen Fütterungen, etwa bei den Robben oder den Pelikanen. Es gibt auch geführte Rundgänge und Spezialführungen zu Tieren oder zoologischen Themen, bei denen man einen Blick hinter die Kulissen des Zoos werfen kann.

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Eine große Zahl von Parkplätzen sorgt dafür, dass man ohne Problem mit dem PKW anfahren kann. Der Zoo ist jedoch auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Der Bus? Nr. 32 verkehrt jede Viertelstunde vom Hauptbahnhof oder vom Königsplatz bis zur Endhaltestelle "Zoo/Botanischer Garten".

Ein Zoo-Restaurant und mehrere Kioske mit Sitzgelegenheiten (z. T. überdacht) sorgen für einen angenehmen Aufenthalt. Sie stehen auch für Familienfeiern oder andere Veranstaltungen zur Verfügung.

Geschichte des Augsburger Zoos

Mittelalterliche Vorgeschichte

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Die erste Begegnung mit exotischen Tieren, die überliefert ist, hatten die Augsburger im Jahr 802 n. Chr. Damals sorgte ein männlicher indischer Elefant in Augsburg für Aufsehen. Er hatte sogar einen Namen und hieß "Abul Abaz". Der Kalif Harun al Raschid hatte ihn Kaiser Karl dem Großen geschenkt und der schickte ihn mit einer berittenen Schutzwache nach Augsburg, um mit diesem Tier für die Freundschaft mit dem Kalifen zu werben. Erstaunlich ist, dass der Elefant mit seinen etwa 40 Jahren die Reise nach Aachen und dann nach Augsburg überstand. Später zog er sogar noch gegen den dänischen König Göttrik in den Krieg, was ihm allerdings nicht bekam: Bei der Rheinüberquerung holte sich das Tier eine Lungenentzündung, an der es starb.

Im Jahr 1220 wurde Kaiser Friedrich II. in Palermo gekrönt. Dies war der Anlass dafür, dass er "wandernde zoologische Gärten" zusammenstellen ließ. Die Tiere dazu hatte er von kleinasiatischen und arabischen Fürsten geschenkt bekommen. Eine solche Tierschau schickte Friedrich II. auch nach Augsburg, was ihm hier Anerkennung einbrachte.

Das Jahr 1410 kann als Beginn eines ortsfesten Zoos in Augsburg notiert werden. In diesem Jahr setzte der Stadtrat im Stadtgraben, der sich vom Roten Tor bis zum heutigen Königsplatz hinzog, sechs Hirsche aus, die den Bürgern zur Ergötzung dienen sollten. Sie wurden streng geschützt und ihre Nachkommen hielten sich im Stadtgraben bis zu den Koalitionskriegen 1796, als sie von den Franzosen abgeschossen wurden.

Neuzeitliche Entwicklungen

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1474 veröffentlichte Johann Schüßler? ein lateinisches Werk von Petrus Crescentiis? über das Fangen und Erleben von Vögeln, Fischen und Wild.

1498 entdeckte Vasco da Gama den Seeweg nach Indien. Nun finanzierten Augsburger Kaufleute viele Expeditionen nach Übersee, die allerlei exotische Tiere, angefangen von Papageien nach Augsburg zurückbrachten. Exotische Tiere zu halten, wurde zu einer Modeerscheinung, durch die man seinen Reichtum zeigte.

Die Augsburger Kaufleute begannen Mitte des 16. Jahrhunderts neben Gewürzen, Textilien und Metallen auch mit Affen, Papgeien und Wildkatzen zu handeln. Überliefert ist ein Beschwerdebrief einer Antwerpener Faktorei an Anton Fugger, er solle sie vom komplizierten Transport afrikanischer Meerkatzen verschonen. Augsburger Kunsthandwerkern nutzte der Import von Elfenbein, Walrosszähnen und Schildplatt, aus denen sie so manche Kleinode fertigten. Durch den wachsenden Pelzhandel nahm auch die Augsburger Kürschnerzunft einen starken Aufschwung im 16. Jahrhundert.

Die Fugger gründeten den ersten allgemein zugänglichen Zoo in Deutschland auf einem Gelände vor der Stadt. Die Blütezeit dieses Zoos lag zwischen 1550 und 1570. Gezeigt wurden Säugetiere und Vögel aus Süd- und Mittelamerika, aus Afrika und Europa. Wahrscheinlich wurde der Fugger-Zoo noch im 16. Jahrhundert wieder aufgelöst.

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Besonders tüchtig waren die Welser, was den Handel mit exotischen Tieren anging. Der welsersche Handelsreisende Lukas Rehm? kaufte z. B. dem portugiesischen König Manuel I. Meerkatzen, Affen und Papageien ab und schickte sie nach Augsburg, wo im Jahr 1551 der Züricher Gelehrte Conrad Gesner zum ersten mal einen Waldpavian aus Westafrika sah, den er zwei Jahre später in seiner "Historia animalium" als Ber- bzw. Affenwolf beschrieb.

Ein paar Jahre später, 1566, machten die Augsburger Bekanntschaft mit einem Krokodil, 1584 zeigte man auf einem Jahrmarkt den ersten Löwen in Augsburg. Philippine Welser hatte in Augsburg viele Begegnungen mit exotischen Tieren und hat ihr Interesse an diesen Tieren auf ihren Sohn übertragen, Andreas von Österreich, der in Konstanz Fürstbischof war und auf seiner Bodenseeinsel einen Zwinger für Löwen, eine Kamel-Hüttel, einen Bärengraben und ein beheizbares Vogelhaus einrichten ließ.

Der Stadtplan Augsburgs von Wolfgang Kilian? aus dem Jahr 1626 zeigt springende Hirsche und Schwäne, was auf Aufenthaltsorte dieser Tiere in der Stadt hindeutet.

Exotische Tierhaltung im 18. Jahrhundert

Als 1710 das erste Augsburger Kaffeehaus durch Emanuel Hohenästel? eröffnet wurde, fand es schnell Gefallen und bald gab es viele solcher Kaffeehäuser in Augsburg. Eine Spezialität dieser Kaffeehäuser waren Singvögel und Papageien, die in geschmiedeten Vogelbauern gehalten wurden.

1748 machten die Augsburger zum ersten Mal mit einem Panzernashorn Bekanntschaft. Das Tier wurde in einem stabilen Käfig gehalten und bekam täglich 60 Pfund Heu und 10 Kilo Brot zu fressen.

Jetzt kam auch auf, dass fahrendes Volk mit abgerichteten Affen, Bären, Raubkatzen und Vögeln in Augsburg auftrat. Diese Begegnungen mit exotischen Tieren spiegeln sich auch in der Augsburger Kunst. Hans Burgkmair der Ältere malte z. B. solche Tiere. Der Kupferstecher Jacob Hübner entdeckte einen bunten großen Nachtfalter, den er "Augsburger Bär" nannte und mit anderen Schmetterlingen darstellte, ein Bärenspinner, der in Schwaben seit 1909 ausgestorben ist.

19. Jhrdt: Überlegungen für einen "modernen" Zoo

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Anfang des 19. Jahrhunderts kehrte der Augsburger Maler Johann Moritz Rugendas mit vielen Zeichnungen exotischer Tiere aus Mittel- und Südamerika zurück.

Schon Johannes Fugger hatte in der Stadt einen Bürgerzoo errichtet, den ersten der deutschen Geschichte. Nun keimte bei den Fuggerstädtern der Gedanke, einen eigenen städtischen Zoo im Stadtgarten einzurichten, doch scheiterte dieser Plan durch den Beginn des Ersten Weltkriegs. Nach dem Krieg verfolgte Dr. Ludwig Wegele?, Leiter des Augsburger Stadtverbandes, Tiergartendirektor und Bürgermeister, neue Pläne. Seiner Zähigkeit und dem Prinzfond?, gestiftet von Fabrikdirektor Friedrich Prinz, ist die Errichtung eines Augsburger Heimattierparks zu verdanken.

Krieg und Wiederaufbau

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Eröffnet wurde der "Park der deutschen Tierwelt" am 12. Juni 1937. Hinter ihm stand eine Interessengemeinschaft unter Führung des Naturkunde- und Tiergartenvereins (Naturwissenschaftlicher Verein?). Der erste Direktor des Augsburger Zoos war Dr. Ludwig Wegele?. Luftangriffe zwischen 1943 und 1945 zerstörten die Gehege und Terrarien und man musste den Tierpark schließen.

Trotz der Zerstörungen eröffnete man den Tierpark im Sommer 1946 wieder und engagierte den ehemaligen Direktor des Frankfurter Zoos. Er betrieb das Aufbauwerk und holte wieder exotische Tiere in den Zoo. Im Sommer 1946 wurde der Zoo trotz der Sorgen der Nachkriegszeit wiedereröffnet, und am 1. August 1947 übernahm Prof. Dr. Steinbacher?, der ehemalige Direktor des Frankfurter Zoos, die Tiergartenleitung. Mit starker Willenskraft beseitigte er die starken Kriegsschäden und brachte wieder Tiere in den Zoo. Energisch trieb er die Aufbauarbeiten voran, die Augsburger Bürger entschieden sich nach einer Befragung für die Anschaffung von exotischen Tieren. 1954 entstand das erste Elefantenhaus im Zoo Augsburg.

Weiterer Aus- und Aufbau

1980er und 1990er Jahre

1980 konnte man den Streichelzoo und das Reptilienhaus eröffnen. Ein Jahr später bauten Berufsschüler und Fachkräfte den Alpaka- und Nandu-Stall, 1982 gestaltete man die Hirschwiese zum "Afrika-Panorama" um und eröffnete es 1985 zur 2000-Jahr-Feier der Stadt. 1983 baute man die Biber- und Muntjak-Anlage, 1986 die Elefanten-Freianlage mit Schwimmingpool.

1989 bis 1995 baute man die Tropenhalle, zwei Raubtierhäuser und drei Bergtieranlagen.

1995 gründete sich der Freundeskreis des Augsburger Zoos, der seitdem bei der Finanzierung des Zoos Augsburg nicht mehr wegzudenken ist.

1998 bis 1999 baute man die Bärenanlage um. Die Baukosten betrugen 570.000 Euro. Notwendig geworden war der Umbau, weil die bis dahin bestehende Bärenanlage stark renovierungsbedürftig war. Im Rahmen der Renovierung erweiterte man die Außenanlage und bezog einen Bereich mit Naturboden ein. Außerdem baute man die Innenräume um, erneuerte die Fassade und legte einen Wassergraben an.

2000 folgte der Neubau einer Takin-Anlage. Die Baukosten von 95.000 Euro finanzierte der Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V.. Takine kennt man auch unter dem Namen Gnuziege oder Rindergämse. Sie werden in europäischen Zoos selten gezeigt. In Augsburg bekamen sie durch den Umbau der alten Anlage für Dromedare und Yaks ein Freigehege, einen Stall mit separatem Vorgehege und Boxenaufteilung.

In den 1980er und 1990er Jahren prägte Dr. Michael Gorgas? den Augsburger Zoo. Nach langer Krankheit erklärte er 2002 seinen Rückzug in den vorzeitigen Ruhestand. Ihm waren der Bau des Afrika-Panoramas, weiträumiger Großkatzen-Anlagen oder moderner Huftier-Anlagen zu verdanken. Seit 1984 trägt der Zoo den heutigen Namen und ist in der Rechtsform einer GmbH organisiert.

2000 bis 2010

In den Jahren nach der Jahrtausendwende begann man, zwei oder mehr Tierarten zusammen einen Lebensraum zu geben, wenn sie gut zusammen leben können. Auch ging der Trend zum begehbaren Gehege, um möglichst große Nähe zu den Tieren herzustellen, aber doch noch weitgehend naturnah zu bleiben.

2002 stand die Existenz des Augsburger Zoos auf dem Spiel, weil die Zoo-Gesellschaft damals überschuldet war. Die Stadt Augsburg rettete damals mit einem Zuschuss von einer Million Euro die Gesellschaft vor der Insolvenz. Und der Zoo Augsburg musste eine neue Betriebserlaubnis beantragen, weil verschiedene Tiergehege große Mängel hatten. 2002 trat Barbara Jantschke als Zoodirektorin ihren Dienst an und konnte trotz geringer Mittel den Zoo Augsburg nach und nach modernisieren. Mit etwa 5,3 Millionen Euro konnten Teile des Zoos attraktiver gemacht und strengere Haltungsanforderungen erfüllt werden.

2003 erfolgte der Neubau der Amurkaten-Anlage. Die Baukosten von 54.000 Euro übernahm der Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V.. Man legte den Ort der Anlage im Anschluss an die Bären in die Nähe der Löwen, wo die Tiere mehr Sonne und mehr Möglichkeiten erhielten, sich zurückzuziehen. Ebenfalls vom Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V. wurde im gleichen Jahr der Umzug der Uhus finanziert. Für 2.000 Euro war es möglch, ihre beengten Verhältnisse von 22 Quadratmetern auf 130 Quadratmeter zu verbessern, weil man die Manuale in ihr neues Gehege verbrachte und anschließend den Platz der größten Eulenvögel Deutschlands erweitern konnte.

2004 baute man die Elefanten-Anlage um. Dieses Projekt von 650.000 Euro stemmte der Zoo Augsburg selbst. Man verdoppelte sowohl den Außen- als auch den Innenbereich der Elefanten-Anlage. Im Außenbereich kam ein Badebecken mit einer Tiefe von fast zwei Metern hinzu. Ein Unterstand im hinteren Bereich ermöglichte einen Schattenplatz im Sommer. Um die Gefahr von Abstürzen zu beseitigen, machte man die Außengräben begehbar. Vier installierte Selbsttränken ermöglichten den Elefanten jederzeit frisches Wasser und man verzichtete auf Kettenhaltung. Auch 2004 kam der Zoo Augsburg zum Neubau einer Pelikanüberwinterung. Die nötigen 240.000 Euro sammelte der Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V.. Ohne sie hätte der Augsburger Zoo seine Betriebsgenehmigung verloren. Mit der neuen Anlage entfiel für die Tiere der Stress des Einfangens im Winter und Besucher konnten die Pelikane ganzjährig erleben.

2005 erfolgte der Neubau einer Seehund-Anlage. Wieder kamen die nötigen 220.000 Euro vom Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V.. Vor dem Bau der Seehund-Anlage waren drei Seehunde in verschiedenen Bereichen des Augsburger Zoos untergebracht. Um sie artgerecht halten in der Gruppe halten zu können, musste man die neue Anlage erbauen. Clou der Anlage ist die Einbindung der historischen Goggelesbrücke? als Wetterschutz und Besucherplattform.

2006 wandte man sich dem Neubau der Mähnenwolfanlage zu. Bereits seit 2002 stand die alte Känguruanlage leer und man überlegte, welche Tierart ais Südamerika dort passen würde. Da der Zoo Augsburg seit vielen Jahren keine Vertreter der Hundeartigen mehr hatte, fiel die Wahl auf die Mähnenwölfe. Der Bau der Anlage kostete 50.000 Euro und wurde vom Zoo selbst finanziert. Ebenfalls 2006 baute man für 90.000 Euro den Spielplatz um. Auch dafür floss das Geld vom Zoo selbst. Zum einen musste man Geräte renovieren, zum anderen stellte man ein neues Klettergerüst auf, um die Spielmöglichkeiten zu erhöen. Ende 2006 erfolgte die Einweihung der Erdmännchen-Anlage, die 25.000 Euro kostete und vom Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V. finanziert wurde. Letztes Projekt des Jahres 2006 war die Umarbeitung des Streichelgeheges, was 120.000 Euro kostete und vom Zoo finanziert wurde.

2007 baute der Zoo Augsburg eine neue Seebären-Anlage. Die dafür nötigen 290.000 Euro finanzierte der Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V.. Durch die neue Anlage erhielten die Seebären eine deutlich vergrößerte Fläche sowohl zu Land wie zu Wasser. Man baute zwei etwa 10 Meter lange Röhren zum Durchschwimmen ein, legte eine Insel und ein Sprungbrett für die Tiere an. Jungtieren und ihren Müttern baute man ein separates Mutter-Kind-Becken, der Tierpflege eine Futterküche und für die Besucher eine Tribüne, damit sie einen besseren Überblick, etwa bei Fütterungen, erhielten.

Ebenfalls 2007 begann man mit dem Bau eines neuen Nashorn- und Watussistalls, der im Sommer des Jahres 2008 fertig gestellt wurde. Die Kosten von 1,2 Mio. Euro trug der Zoo Augsburg selbst. Damals waren die beiden Breitmaulnashörner des Augsburger Zoos die ältesten der Welt. Um nach ihnen noch Nashörner artgerecht halten zu können, wurde der Neubau unausweichlich. Man baute ein Haus mit zwei Vorgehegen für die Breitmaulnashörner und einem für die Watussirinder. Zwei Brücken baute man, um die Anlage mit dem Afrika-Panorama als Außenanlage zu verbinden. Innen stellte man den Tieren geräumige Boxen zur Verfügung.

2007 feierte der Augsburger Zoo darüber hinaus sein 70-jähriges Bestehen.

Im Jahr 2008 machte der Zoo Augsburg mit der "Rhinoparade" von sich reden. Sie startete am 31. Mai 2008 auf dem Rathausplatz mit 32 bemalten und geschmückten Rhino-Plastiken. Der Hintergrund: Der Augsburger Zoo hielt damals nachweislich die ältesten Nashörner der Welt. Abu starb im September 2006, Toto am 31. Mai 2007 im Alter von etwa 47 Jahren. Schon damals war die Planung einer neuen Anlage für Breitmaulnashörner abgeschlossen. Weil es in europäischen Zoos keinen Nachwuchs gab, müssen die Tiere aus Afrika importiert werden, was pro Tier etwa 35.000 Euro im Jahr 2007 kostete. Mit der Rhinoparade wollte der Zoo die finanziellen Mittel für den Kauf der Nashörner akquirieren, aber auch dauerhaft Partner gewinnen. Paten für diese bunten Rhinos konnten Unternehmen, Vereine, Schulen und Privatiers sein. Jeder Pate, der eine Patenschaft für eines der Rhinos übernahm, erhielt eine weiße Nashorn-Plastik, die er selbst gestalten oder von hiesigen Künstlern gestalten lassen konnte.

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Der STERN bewertete im Juni 2008 30 große deutsche Zoos. In dieser Untersuchung kam der Augsburger Zoo auf Platz 10. Besonders überdurchschnittlich wurde die Tierhaltung im Tiergarten Augsburg beurteilt. Es zählten in der Studie noch Besucher-Service und der äußere Eindruck.

Im August 2008 wurde der Rohbau des neuen Hauses für die Paviane und Rotbüffel fertiggestellt. Im Frühjahr 2009 ging es mit dem Innenausbau und dem Außenbereich weiter. Nach dem Tod der beiden Nashörner im Augsburger Zoo stand die alte Nashorn-Anlage ungenutzt leer. Für 350.000 Euro ließ der Zoo Augsburg das Gehege renovieren. Man schuf einen Hauptraum für die Paviane mit einer großoen Scheibe und zwei kleineren Innengehegen mit einem Durchgang zu einem Außengehege für Affen. Außerdem brachte man Rotbüffel als zusätzliche Tierart in dem aktualisierten Gehege unter. Auch Arbeiten am Afrika-Panorama wurden ausgeführt, vor allem musste die Freianlage für Nashörner ausreichend gesichert werden.

Im März 2009 wurde der Presse eine begehbare Katta-Anlage vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein Projekt des Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V., dessen Planung und Vorbereitung schon im Gang war. Kostenpunkt 250.000 Euro. Zuvor waren die Paviane in einer neuen Anlage untergekommen und die Mandrills mussten auf die alte Paviananlage umgesiedelt werden. Dadurch waren etwa 1.000 Quadratmeter für den neuen Lebensraum der Lemuren aus Madagaskar gewonnen. Im Inneren der Anlage bekamen sie einen Rückzugsbereich, während ein Wasserlauf den Pfad der Besucher begleitet. Die Einweihung der Anlage erfolgte im August 2010.

Ende des Jahres 2009 konnte der Zoo auf 599.801 Besucher zurückblicken. Der Zoo zählte 286 Tierarten und 1516 einzelne Tiere. Die deutsche Zoodirektorentagung 2009 wurde im Juni 2009 vom Zoo Augsburg ausgerichtet. Jedes Jahr findet diese Tagung in einem anderen deutschen Zoo statt. Es gab Fachvorträge im Konferenzsaal der HWK?, Exkursionen und Begegnungen. Bis November 2009 wurden die Mandrills in eine neue Anlage umgesetzt, die gegenüber der Vorgängeranlage ein doppelt so großes Außengehege mit verschiedensten Klettermöglichkeiten hatte.

Der Augsburger Zoo richtete 2009 einen Fonds für Naturschutzprojekte ein, der durch Eintrittsgelder gefüllt wird. Damit sollten wichtige Projekte des Naturschutzes unterstützt werden. Das Hauptprojekt des Fonds war die Wiederansiedlung von Nashörnern in Uganda.

2010 bis 2015

In Kooperation mit den Stadtwerken Augsburg begann man Anfang 2010 die Linie 31? mit einem „Zoobus“ zu befahren. Maigrün war der auffällige Bus, der im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag, den 23. Februar 2010, im Zoo Augsburg vorgestellt wurde. Im März 2010 wurde an der neuen Paviananlage der Vorbau errichtet. So konnten die Besucher den Innenraum ohne Spiegelungen einsehen und waren vor Regen geschützt. Gegenüber der Löwenanlage wurde eine Abholstation für die Bollerwagenflotte des Zoos errichtet. Auch an der neuen Katta-Anlage wurde weitergebaut. Am 21. Mai 2010 war Richtfest bei der Kapuzineranlage/Besuchertoilette und im September 2010 eröffnete die neue Katta-Anlage. Ebenfalls im September 2010 fand der erste Hundetag im Augsburger Zoo statt - im Rahmen einer Kooperation mit Happy Dog. Es gab dabei Vorführungen der Rettungshundestaffel und von anderen Akteueren.

Am 18. Juni 2010 startete der damalige bayerische Umweltminister Söder den Bau eines Geheges für heimische Amphibien. Damit wurde der Augsburger Zoo um ein Gehege in naturnaher Gestaltung mit heimischen Tieren erweitert.

Ende Oktober 2010 näherte sich die Baustelle für die Kapuzineraffen samt neuer Toilettenanlage ihrem Ende. Die Handwerker waren noch mit dem Ausbau des Innenraumes beschäftigt, die Heizungsanlage war jedoch bereits in Betrieb und das Edelstahlnetz der Außenanlage war vollständig montiert und gespannt. Die der Kapuzineranlage angegliederten neuen Toiletten für Besucher waren mittlerweile ebenfalls „bezugsfertig“. Damit verfügte der Zoo Augsburg an wichtigen Stellen über moderne WC. Die Baukosten von 400.000 Euro trug der Zoo Augsburg. Als Außengehege wurde eine großzügige Voliere mit einer fast unsichtbaren Netzkonstruktion angebaut und so eine Baulücke zwischen Zwergseidenaffen und Nasenbären geschlossen.

Am 22. Dezember 2010 wurde ein Märchenpfad im Augsburger Zoo eröffnet. Der war von der Arge? initiiert und wurde durch zehn arbeitsuchende junge Menschen umgesetzt. Internationale Märchen, die von Tieren handeln werden auf dem Märchenpfad in Form von Skulpturen, Lehrtafeln und Text an verschiedenen Stationen vorgestellt. Vom Frosch über die Schlange bis zur Spinne und der Schildkröte sind viele Tiere vertreten, deren lebende Vertreter auch im Zoo zu finden sind.

Im Februar 2011 bekamen die Zwergplumploris eine neue Anlage in der Nachttierabteilung. Auch die Gleitbeutler wurden im Februar 2011 umgesetzt. Im gleichen Monat begann der Zoo Augsburg einen Facebook-Account aufzubauen.

Die Stadtsparkasse Augsburg plante Anfang des Jahres 2011 ihren jährlich erscheinenden Kalender im 75. Jubiläumsjahr des Augsburger Zoos unter das Motto „Augsburger Zoo“ zu stellen.

Im März 2011 kam der Zoo Augsburg wegen einer Giraffengeburt in die Kritik von Zookritikern (zoo-kritik.de). Eine solche Giraffenzucht sei unverantwortlich und habe nichts mit einer vermeintlichen Erhaltungszucht zu tun, da die Mutter der neugeborenen Giraffe einer unbekannten Unterart angehörte, weshalb man sie nicht hätte zur Zucht zulassen dürfen.

Im April 2011 weihte der Zoo Augsburg den Bereich für einheimische Amphibien ein, drei Terrarien und einen Teich. Finanziert wurde er mit Mitteln des Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit? in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegerverband der Stadt Augsburg?. In den Terrarien leben z. B. Bergmolche, Laubfrösche und Gelbbauchunken. Auch das Zoo-Bähnle wurde im April 2011 nach Umbau- und Renovierungsarbeiten unter einem neuen Pächter wieder in Betrieb genommen.

Im Juni 2011 wurde für die Fenneks eine neue Voliere eröffnet und man begann mit dem Abriss des alten Reptilienhauses. Es entsprach in keiner Weise mehr einer artgerechten und zeitgemäßen Tierhaltung. Nachdem der Zoo die beiden Alligatoren in eine artgerechte Haltung abgegeben hatte und die Hälfte der Schlangen einer Virusinfektion zu Opfer fiel, wurde das Reptilienhaus für Besucher unattraktiv. Diese Notsituation bot die Chance, das alte Gebäude zu ersetzen. Da aber weder der Zoo die notwendigen Eigenmittel hatte noch die Stadt Augsburg finanzielle Hilfe leisten konnte, hatte sich der Freundeskreis bereit erklärt, zu helfen. Auch der 2. Augsburger Zoolauf fand in diesem Monat statt und brachte mit Unterstützung des Rotaryclub Augsburg-Renaissancestadt? eine Spendensumme von 4.000 € für den Zoo Augburg, die für eine begehbare Vogelvoliere eingeplant wurde.

Im September 2011 gab es bei der Baustelle des Reptilienhauses erste Fortschritte. Die Fundamente wurden eingebracht die Holzkonstruktion wurde errichtet, so dass man schon die Gebäudehülle erkennen konnte. Am 10. November 2011 wurde das Richtfest für das 550.000 € teure neue Reptilienhaus gefeiert. Die Finanzierung stellte der Freundeskreis des Augsburger Zoos e. V. sicher.

Im April 2012 werden das Wimmelbuch "Mein Augsburger Zoo" und das Zoobuch "Lass das nicht die Paviane wissen" (mit Geschichten und Anekdoten aus 75 Jahren Augsburger Zoo) vorgestellt.

Am ersten Tag der Afa 2012 wurde die Briefmarkenedition über den Augsburger Zoo, die in Kooperation mit der LMF? produziert wurde, vorgestellt.

Im Juni 2012 feierte der Augsburger Zoo sein 75-jähriges Bestehen. Das Jubiläumswochenende begann mit einem Festakt im Goldenen Saal des historischen Rathauses am 14. Juni 2012. In der Jubiläumsnacht am Wochenende darauf unterhielten Künstler die Besucher im illuminierten Zoo bis nach Mitternacht. Am 30. Juni 2012 richtete der Golfclub Lechfeld? anläßlich des Geburtstags und zur Unterstützung des Neubaus des Reptilienhauses ein Benefizgolturnier aus. Im gleichen Monat bot der Zoo zum ersten Mal Wildkräuterführungen durch die Anlage an. Dabei stehen nicht die Tiere im Mittelpunkt, sondern die Pflanzen. Im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten erfolgte der Spatenstich für eine neue große Vogelvoliere. Damals gab es in etwa 70 Tierhäusern und Gehegen geschätzte 2000 Lebewesen aus 300 Arten, die von etwa 30 Tierpflegern betreut wurden. Im Schnitt hatte der Zoo etwa 600.000 Besucher im Jahr und wurde durch die Stadt mit etwa einer Mio. € bezuschusst.

Im August 2012 wurde das begehbare Katta-Gehege nur noch dann geöffnet, wenn eine Aufsichtsperson anwesend war, weil sich die Besucher nicht an Regeln hielten.

Am 11. Oktober 2012 wurde das Reptilienhaus vom Freundeskreis des Augsburger Zoo an den Zoo übergeben. Der Verein realisierte mit diesem Bau das kostspieligste Vorhaben seines Bestehens für den Zoo. Auf etwa 140 Quadratmetern Fläche konnten die bisherigen Arten, aber auch neue, in naturnah gestalteten Terrarien gezeigt werden. Neu im Zoo waren z. B. die Bindenwarane, die mit über 1,50 Meter eine respektable Größe erreichen können.

Im November 2012 verkündete der Augsburger Zoo die erste Stiftung, die ausschließlich zu seinem Gunsten gegründet wurde. Die Eheleute Moser schufen mit ihrem Stiftungskapital einen großzügigen Grundstock, dessen Erträge speziell für das Wohlergehen der Magellan-Pinguine eingesetzt werden sollten. Auch die Sanierungsarbeiten am Verwaltungsgebäude waren kurz vor Weihnachten dieses Jahres fast abgeschlossen.

Anfang 2013 wurden etwa 1.200 Tiere von mehr als 30 Tierpflegern im Augsburger Zoo betreut.

Im Reptilienhaus lebten 2013 16 verschiedene Arten, von Pfeilgiftschwanzfröschen über die Grüne Python bis langen Bindenwaranen. Im Sommer 2013 wurde eine mehr als 1000 Quadratmeter große begehbare Freiflugvoliere eingerichtet, in der heimische Vogelarten wie Kampfläufer, Rohrdommel oder Schwarzspecht untergebracht wurden.

2013 gab der Verein Freunde des Augsburger Zoos? bekannt, das elfte Großprojekt für den Zoo umzusetzen. Aus einem Wildschwein-Gehege sollte für mehr als 600.000 € bis Ende 2014 eine Biber- und Otter-Anlage werden. Der Verein wollte die Baukosten durch Spenden, Fördermittel und Mitgliedsbeiträge zusammenbekommen.

Noch nie hatte der Zoo Augsburg mehr Besucher als 2014. Erstmals in seiner Geschichte konnten 600.000 Besucher begrüßt werden, während es ein Jahr zuvor knapp 544.000 Menschen waren. Im Dezember 2014 waren schließlich bei Baukosten von 1,3 Mio. Euro, die der Zoo Augsburg schulterte, die Arbeiten an der begehbaren Freiflugvoliere abgeschlossen. 1.000 Quadratmeter standen nun für verschiedenste Vogelarten, vom Kiebitz bis zur Krickente, zur Verfügung.

Im Mai 2015 startete der Bau der Biber- und Otteranlage mit einheimischen Fischen. Zuerst riss man dazu die alte Biberanlage ab, um dann eine Woche später den offiziellen Spatenstich für die neue Anlage zu setzen. Die Anlage wurde finanziert vom Freundeskreis für den Augsburger Zoo?. Die veranschlagten Kosten beliefen sich auf etwa 600.000 Euro.

Im Juni 2015 wurde die neue begehbare Vogelvoliere für die Besucher geöffnet, nachdem sich die Tiere zuvor gut an das Publikum gewöhnt hatten. Wegen der vielen Schulklassen, die ohne Aufsicht durch den Zoo laufen, wurde an Wochentagen erst um 13 Uhr aufgeschlossen. Das Projekt kostete etwa 1.300.000 Euro. Damit wurde eine der letzten Altlasten im Zoo entfernt: die vier alten Vogelvolieren im Anschluss an die Tropenhalle. Unter anderem konnten nun Kiebitz, Kampfläufer, Rohrdommel, Rotschenkel, Schwarzspecht, Brachvogel und Knäck- und Krickenten jetzt von den Besuchern bestaunt werden.

Das Buch "Buba, der kleine Elefant" erschien im Oktober 2015 im Wißner Verlag und lässt ein gerade geborenes Elefantenbaby den Augsburger Zoo entdecken. Ein Euro des Kaufpreises ging an den Zoo Augsburg, um ein neues Elefantenhaus finanzieren zu können.

Am Ende des Jahres 2015 konnte eine positive Bilanz gezogen werden. Trotz des verregneten Frühjahrs und der extremen Hitze im Sommer kamen über 582.000 Besucher in den Zoo. Für den Dezember konnte sogar ein neuer Besucherrekord verbucht werden. Grund hierfür waren die ungewöhnlich milden Temperaturen und die „Zahl doch, was Du willst“-Aktion, bei der die Besucher während der Adventszeit ihren Eintritt selber bestimmen konnten. Mehr als 13.000 Besucher nutzten das breitgefächerte Führungsangebot um mehr über die Tiere, den Zooalltag aber auch Natur- und Artenschutz zu erfahren. Über 35.000 Kinder und Jugendlichen unternahmen mit ihren Betreuern einen Ausflug in den Zoo, was den Zoo Augsburg zum wichtigsten außerschulischen Lernort in der Region Augsburg machte. Da von jedem Eintritt eine gewisse Summe in den Naturschutzfonds floss, konnten dank der guten Besucherzahlen insgesamt 40.000 Euro an verschiedene Freilandprojekte ausgeschüttet werden. Diese Unterstützung geht vom regionalen Reptilienschutz im Stadtwald?, über Kroatien (weiße Löffler), bis nach Uganda (Nashörner) und Java (Plumplori). Mehr als 50 Helfer unterstützten den Zoo ehrenamtlich bei verschiedenen Aktionen, als Aufsichtspersonal in der begehbaren Katta-Anlage sowie als Zoobegleiter bei Führungen und dem Infomobil.

2016 bis 2020

2016

Im April 2016 verlängerten die Stadtwerke Augsburg und der Zoo Augsburg ihre Kooperation um drei Jahre, mit einem Umfang von rund 75.000 Euro. Darin enthalten waren etwa Gutscheine für die Erdgastankstelle der swa, mit dem Fahrzeuge des Zoos mit umweltfreundlichem Bio-Erdgas betankt werden konnten, oder die Anschaffung von Beschäftigungsmaterial für Zoo-Tiere.

Am 11. Mai 2016 wurde die Biber- und Otteranlage des Freundeskreises an den Zoo übergeben - mit heimischen Fischen. Das Projekt wurde an der alten Wildschweinanlage realisiert. Damit wurde ein weiterer Schwerpunkt auf die heimische Tierwelt mit dem Schwerpunkt Wasser gesetzt. Das Projekt kostete den Freundeskreis etwa 600.000 Euro, was bis dahin die höchste Summe war, die der Verein für ein Zoo-Projekt ausgab.

Wenige Wochen später stellte der Augsburger Zoo den Bauantrag für die Erweiterung der Giraffenanlage, denn schon seit einem Jahr zuvor hielt der Augsburger Zoo keine Giraffen mehr. Das Giraffenhaus entsprach nicht mehr modernen Anforderungen und musste erweitert werden. Geplant wurde eine etwa 200 Quadratmeter große Halle, in der sich die Tiere bei schlechtem Wetter oder im Winter aufhalten können. Die Investition sollte etwa 400.000 Euro betragen.

2016 wurden in der Augsburger Nashornanlage die beiden Südlichen Breitmaulnashörner Kibo und Keeva geboren und brachten den Augsburger Zoo bundesweit in die Medien.

Im August 2016 lagen Pläne für eine neue Elefanten-Anlage im Zoo Augsburg vor, doch obwohl die Augsburger Elefanten eine neue Anlage gebraucht hätten, machte die Finanzierung von sechs Mio. € große Probleme, denn eine Förderung durch die EU kam nicht zustande. Auch die Stadt Augsburg konnte seit Jahren wegen ihrer angespannten Haushaltslage den Zoo Augsburg nicht mehr unterstützen. Die bestehende Elefantenanlage erfüllte nicht mehr die modernen Anforderungen an die Elefantenhaltung, weshalb keine neuen Elefanten mehr nach Augsburg geholt werden durften. Ein ähnliches Problem bestand mit dem „Afrika-Panorama“, wo wegen Todesfällen von Giraffen ebenfalls keine neuen Giraffen untergebracht werden durften, bevor man nicht das Gehege modernisierte. Damals musste der Zoo Augsburg seine Betriebskosten zu 80 Prozent selbst erwirtschaften. Der städtische Zuschuss betrug knapp eine Million Euro pro Jahr. Notwendige Investitionen musste der Zoo Augsburg deshalb selbst finanzieren.

Die Tagung der kaufmännischen Leiter der deutschen Zoos fand im November 2016 in Augsburg statt.

Ebenfalls im November 2016 versuchten die GRÜNEN eine Diskussion über die weitere Ausrichtung des Augsburger Zoos anzustoßen. Eine Weiterentwicklung des Zoos Augsburg mit mehr Umweltbildung sei nötig. Man nahm den geplanten Neubau der Elefantenanlage zum Anlass ein Zukunftskonzept einzufordern. Die Anforderungen an eine artgerechte Haltung von exotischen Tieren seien extrem hoch. Dafür brauche man heutzutage nicht nur deutlich mehr Platz, sondern auch sehr spezialisierte Gebäude und Außenanlagen. Die Probleme mit der Haltung von exotischen Tieren hätten sich in letzter Zeit bei den Giraffen und Löwen, aber auch bei den Elefanten gezeigt. Die Haltungsbedingungen der Schimpansen im Zoo Augsburg seien ebenfalls nicht mehr zeitgemäß. Andere Zoos hätten bewusst auf Tierarten verzichtet oder andere spannende Zoo-Konzepte entwickelt, die dennoch Besucher anlockten. Deshalb solle der Zoo Augsburg sukzessive die Haltung von exotischen Tiere durch ein neues Konzept, beispielsweise bedrohte einheimische Tierarten zu halten, ersetzen. Unabhängig von einer Weiterentwicklung sei der Zoo Augsburg ein Bildungsort, bei dem wertvolles Wissen über Artenvielfalt und -schutz vermittelt werden müsse. Das bedeute, Tiere nicht einfach nur zur Schau zu stellen, sondern ebenso deren naturnahe Lebensräume, Platz für Bewegung und Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen und ihrer Art entsprechende Beschäftigungen für diese Tiere zu ermöglichen. Mit derart gestalteten Gehegen und Anlagen wie mit interaktiver Wissensvermittlung, familienfreundlichen und kindgerechten Angeboten gelinge es, gerade die Zoobesucherinnen und Zoobesucher für Tiere und Natur zu begeistern und ein Lernen mit allen Sinnen zu ermöglichen. Das fördere Empathie, Verständnis und Respekt gegenüber der Natur und den Lebewesen und erzeuge ein Bewusstsein für den Tier- und Artenschutz. Notwendig sei ein aufeinander abgestimmtes Struktur-, Zukunfts- und Bildungskonzept für den Zoo Augsburg zu erarbeiten. Dieses Konzept müsse darlegen, wie der Zoo Augsburg sich inhaltlich positioniere, auf welche Tierarten und -bestände er sich in Zukunft festlege und welche Gehege in nächster Zeit in ausreichender Größe und artgerecht gestaltet werden sollten. Es sollte zudem ausführen, wie die Grundsätze einer modernen und artgerechten Tierhaltung mit einem Bildungskonzept verknüpft werden könnten.

Im Jahr 2016 konnte der Augsburger Zoo einen Besucherrekord registrieren: 656.223 Personen kamen in den Zoo, so viele wie noch nie vorher, wohl dank der Besucherlieblinge Kibo und Keeva sowie der Eröffnung der Biber- und Otteranlage.

Details zum Augsburger Zoo

Baby-Wickelräume gibt es am Eingang, bei der Kapuzineranlage, in der Zoogaststätte, im Bistro "Halbzeit" und in den Toiletten am Spielplatz.

Fundsachen werden an der Zookasse gesammelt und können dort auch abgeholt werden.

Direkt vor dem Eingang des Zoos stehen 1.000 kostenlose Parkplätze kostenlos zur Verfügung. Bei Belegung aller Plätze stehen Ausweich-Parkplätze ebenfalls kostenlos zur Verfügung.

Der Zoo hat einen barrierefreien Rundweg und rollstuhlgerechte Toiletten bei der Kapuzineraffen-Anlage, beim Bistro "Halbzeit" (während der Wintermonate allerdings geschlossen), beim Abenteuerspielplatz und bei der Zoogaststätte.

Führungen bietet der Augsburger Zoo in den unterschiedlichsten Variationen an: Führungen für Erwachsene, Führungen für Kinder mit oder ohne Blick hinter die Kulissen, Führungen für Senioren, Frühaufsteher-Führungen, Sonderführungen für Behinderte und Abendführungen. Genauere Informationen findet man auf der Zoo-Homepage Augsburg unter "Zoo erleben" Stichpunkt Führungen.

Die Gastronomie besteht aus einer Zoogaststätte und mehreren Kiosken (am Zooausgang, am Spielplatz bzw. dem Weinausschank/Bistro "Halbzeit"). Die gastronomischen Möglichkeiten sind in der gleichen Zeit wie der Zoo Augsburg geöffnet. Die Zoogaststätte ist ein Selbstbedienungsrestaurant mit einem schattigen Biergarten. Hier können kindgerecht und barrierefrei Festlichkeiten und andere Veranstaltungen durchgeführt werden.

Besuchsregeln

Hunde in den Zoo mitzunehmen ist erlaubt, allerdings müssen sie auf dem gesamten Gelände des Zoos angeleint sein.

Die jeweils gültigen Eintrittspreise sind der Webseite des Augsburger Zoos zu entnehmen. Es gibt Gruppenkarten, Jahreskarten und Kombikarten für den gegenüber liegenden Botanischen Garten. Hunde zahlen normalerweise auch Eintritt, sind allerdings bei Jahreskarten und Kombikarten kostenlos. Es gelten Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Wehr- oder Ersatzdienstleistende, Senioren ab 65 Jahren; Schwerbehinderte, doch werden die Ermäßigungen nur mit gültigen amtlichen Ausweisen gewährt.

Jederzeit kann eine Führung durch zoologisches Fachpersonal gebucht werden - auch abends. Eine solche Führung dauert etwa eineinhalb Stunden. Pro Jahr nehmen etwa 14.000 Interessierte an Führungen teil, informieren sich dabei über die Lebensbedingungen der Tiere und Themen des Artenschutzes. Preisauskunft und Anmeldung sind unter der Telefonnummer 0821/5671490 möglich.

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Im Augsburger Zoo finden öffentliche Fütterungen statt, jedoch kann manchmal die Fütterung ausfallen, weil irgendetwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Aktuelle Infos dazu bekommt man an der Eintrittskasse. Die Robbenfütterung (Seebären und Seehunde) findet im Sommer täglich um 14 Uhr und um 15:30 Uhr an der Robbenanlage statt. Nach der Robbenfütterung gegen 14.30 Uhr bekommen im Sommer auch die Pelikane ihren Fisch.

Für Besucher besteht ein Fütterungsverbot, denn das Füttern der Tiere schadet ihrer Gesundheit. Z. B. können Wiederkäuer durch stärkehaltige Lebensmittel wie Brot oder Kuchen Pansenacidose bekommen, durch die Ziegen, Schafe aber auch Esel schnell sterben können. Eine Ausnahme gibt es: An manchen Teichen ist das Füttern mit Futter aus Automaten erlaubt.

Öffnungszeiten

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Der Augsburger Zoo ist täglich ab 9 Uhr geöffnet und schließt

Januar, Februar um 16.30 Uhr
März um 17.00 Uhr
April, Mai 18.00 Uhr
Juni, Juli, August um 18.30 Uhr
September um 18.00 Uhr
Oktober um 17.00 Uhr
November, Dezember um 16.30 Uhr

Die Kasse schließt immer jeweils eine Stunde früher.

Adresse

Zoologischer Garten Augsburg GmbH
Brehmplatz? 1
86161 Augsburg

Tel. 0821 567149-0
Fax. 0821 567149-13
E-Mail: [email protected]


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