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Zentrum für interkulturelle Beratung

auch zib.; zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund in Augsburg

Allgemeines

Das ZiB bietet konkrete Beratungs- und Unterstützungsangebote, ist aber auch ein zentraler Augsburger Anlaufpunkt für Informationen über bestehende Angebote, Institutionen und (Migranten-) Organisationen sowie deren Vernetzung. So soll Neuzuwandern und Menschen mit Migrationshintergrund eine ganzheitliche und den individuellen Bedürfnissen angemessene Beratung und Unterstützung zugänglich gemacht und ihre Partizipation an der Augsburger Stadtgesellschaft gefördert werden.

Das Zentrum für interkulturelle Beratung hat verschiedene Träger, die hier unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsangebote für Asylsuchende, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund anbieten.

Daneben bietet das ZiB Veranstaltungsräume für Vereine und möchte mit der Kantine ein interaktives gastronomisches Konzept umsetzen.

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Das zib. im ehemaligen Straßenbahndepot am Senkelbach ist ein Ergebnis von Netzwerkarbeit vor Ort. Initiiert von MigraNet, dem bayerischen Landesnetzwerk im Förderprogramm "Integration durch Qualifizierung" (IQ) und unterstützt durch die Stadt Augsburg, entstand das Konzept eines gemeinsamen Beratungszentrums für Migranten und Geflüchtete unter einem Dach. Viele Projekte im zib. werden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mitfinanziert.

Netzwerkarbeit ist für Tür an Tür Alltagsgeschäft. Formate wie der "Runde Tisch Augsburg", eine Vernetzungsplattform von Experten und Praktikern aus der Migrationsarbeit, sind Standard. Durch das Projekt "WAKA – Willkommens und Anerkennungskultur in Augsburg" kann unter anderem das zib. mitfinanziert werden.

Geschichte

Das ZiB hat eine lange Vorgeschichte. Im September 2009 fand in Augsburg ein Workshop unter dem Titel "Integration als Prozess (mit-)gestalten" statt, an dem sich verschiedene Träger und Einrichtungen der hiesigen Integrationsarbeit beteiligten. Aus den Workshop-Ergebnissen ist in Jahre dauernder Arbeit das „Zentrum für interkulturelle Beratung“ (ZiB) entstanden.

Offiziell eröffnet wurde das ZiB in Augsburg am 11. Oktober 2013 im Ehemaligen Straßenbahndepot? am Senkelbach, doch der Betrieb lief schon seit April 2013.

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Am 13. Juli 2016 besuchte der damalige Staatssekretär Thorben Albrecht (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) Tür an Tür in Augsburg, um sich im Zentrum für Interkulturelle Beratung darüber zu informieren, wie Integrationsarbeit für Geflüchtete vor Ort umgesetzt wurde.

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Details

Zur Eröffnung des ZiB hatten sich acht Träger zusammengeschlossen, um eine gemeinsame Anlaufstelle für Neuzuwanderer, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlinge zu bilden:

Zentrale Anlaufstelle des Zentrums für interkulturelle Beratung ist der so genannte Helpdesk, der allen Augsburger Bürgern mit Migrationshintergrund zur Verfügung steht. Hier werden kleine Anliegen direkt geklärt und Ratsuchende an die verschiedenen Stellen weitergeleitet. Mit diesem so genannten "Welcome-Desk" können andere Beratungsstellen entlastet werden. Ratsuchende werden hier an die Angebote im Haus vermittelt, kleinere Anliegen direkt bearbeitet.

Ein wichtiger Aspekt bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten ist die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen. Ratsuchende sollen vor der Arbeitsmarktintegration informiert sein, um bewusste Entscheidung für ihre berufliche Zukunft treffen zu können. Mit einem Validierungsverfahren gibt es ein Verfahren, das sowohl kompetenzbasiert als auch den individuellen Eignungen und Bedürfnissen der Geflüchteten entsprechend vorgeht. Ziel ist ein in Deutschland formal akzeptierter Berufsabschluss. Außerdem muss Geflüchteten ausreichend Zeit zum Deutschlernen eingeräumt werden. Wichtig ist hier insbesondere die Fach- bzw. berufsbezogene Sprache, aber auch die Kommunikation am Arbeitsplatz generell.

Um die Integration von Asylbewerbern und Geflüchteten zu verbessern, erstellte Tür an Tür 2013 ein Schulungskonzept zu den Themen Aufenthaltsstatus, Arbeitsmarktzugang und Fördermöglichkeiten. Seitdem konnten mehr als 3.500 Mitarbeiter in Arbeitsagenturen und Jobcentern geschult werden. Inzwischen wird das Schulungskonzept über das IvAF-Netzwerk auch bundesweit eingesetzt. Dabei kommt die gute Vernetzung zweier Förderprogramme vor Ort zum Tragen. Die Schulungen im Rahmen der "ESF Integrationsrichtlinie Bund - IvAF" werden durch Angebote von MigraNet ergänzt. Hier liegt der Schwerpunk vor allem in der interkulturellen Sensibilisierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Arbeitsagenturen und Jobcentern.

Weitere Projekte bzw. Angebote sind z. B. Freiwilligenarbeit, Deutschkurse, Westbayerische Netzwerk für Beratung und Arbeitsmarkt-Vermittlung für Flüchtlinge (BAVF), Wohnberatung von „mov'in!“, Beratungsangebote des Integrationszentrums mit Dolmetscher-Service, Kontaktstelle zum Integrationsbeirat, Projekt für Sprach- und Integrationsmittler Spr Int? und Bins 50+ für ältere Migranten.

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag: 09:00 - 13:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch: Nur Wohnungsberatung
Freitag: 09:00 - 13:00 Uhr

Adresse

Zentrum für interkulturelle Beratung (ZiB)
c/o Tür an Tür – Integrationsprojekte gGmbH
Wertachstraße 29
86153 Augsburg

Tel. 0821 / 90 799-17
Fax. 0821 / 90 799-11 E-Mail: kontakt(@)zib-augsburg.de


Weblinks


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