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Zdarsa, Konrad

ein Augsburger Bischof der römisch-katholischen Kirche

Geburtstag bischof konrad zdarsa 2009-11-06
Konrad Zdarsa, Bischof von Augsburg 2014. By Pressestelle Bistum Augsburg / Bernd Müller (Own work) [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Leben und Wirken

Konrad Zdarsa wurde am 7. Juni 1944 als siebtes Kind seiner Eltern in Hainichen/Sachsen geboren.

Seine Priesterweihe fand am 16. März 1974 in Dresden statt. Anschließend arbeitete er als Kaplan in Dresden-Neustadt, wurde 1976 Domvikar, Bischöflicher Sekretär und Ordinariatsassessor. 1977 schickte man ihn zu weiteren Studien nach Rom. 1982 promovierte Konrad Zdarsa im Kirchenrecht. Ab 1982 war er wieder als Ordinariatsassessor tätig, zugleich betreute er die Pfarrvikarie Dresden-Pillnitz.

1983 ernannte man Konrad Zdarsa zum Ordinariatsrat und er arbeitete als Kanzler im Bischöflichen Ordinariat. 1985 wurde er Pfarrer in Freital, 1990 zugleich Vorsitzender des Caritasverbandes. 1991 kam er als Propst nach Chemnitz, wo er ab 1993 zugleich Pfarradministrator der Chemnitzer Pfarrei Maria Hilf wurde. 2001 übernahm Konrad Zdarsa die Leitung der Personalabteilung des Bischöflichen Ordinariats und wurde zugleich Beauftragter für den Ständigen Diakonat.

Von 2001 bis 2003 übernahm Zdarsa zusätzlich als Diözesandirektor das Päpstliche Werk für Geistliche Berufe. Vom Februar 2004 bis zu seiner Weihe zum Bischof war Konrad Zdarsa Generalvikar des Bistums Dresden-Meißen und dort zugleich Leiter der Personalabteilung. Er wurde am 23. Juni 2007 zum Bischof des Bistums Görlitz geweiht.

Am 8. Juli 2010 erfolgte die Ernennung von Dr. Konrad Zdarsa durch Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Augsburg. Am 23. Oktober 2010 wurde er in sein Amt eingeführt.

Coat of arms of Konrad Zdarsa
Das Wappen von Bischof Konrad Zdarsa. By I, SajoR [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Das Wappen von Bischof Zdarsa ist schlicht gehalten. Im Wappenschild befinden sich der Fisch und der Schlüssel, das Zeichen für das Bistum Dresden-Meißen, wo Bischof Zdarsa von 2004 bis 2007 als Generalvikar wirkte. Die Muschel steht für das Bistum Görlitz, zu dessen Bischof er im Jahr 2007 geweiht wurde. Hinterlegt ist das Wappen mit den Teilfarben der Länder Sachsen und der Steiermark (Grün) und Bayern (Weiß-Blau). Hinzu kommt ein Vogel mit einem Ölzweig im Schnabel, auf goldenem Hintergrund, der Kirchenfarbe. Der Vogel erinnert an Hainichen, die Heimatstadt des Bischofs. Unter dem Wappenschild befindet sich der Wahlspruch: „Ipse est enim pax nostra“ (deutsch: „Denn Er ist unser Friede“, Eph 2,14). Der Friede Christi verbindet Völker, Rassen und Sprachen. In ihm gibt es nicht mehr „Sklaven oder Freie, Mann oder Frau, Grieche oder Jude“, wie es in einem anderen Paulusbrief heißt: „Alle sind eins in Christus“. Der Glaube überschreitet den eigenen Kulturkreis, er schafft Verbindung mit anderen Völkern, fremden Menschen und Nationen. Auf dieser Basis ist Freundschaft, Gemeinschaft, Verständigung und der so oft ersehnte Frieden möglich.

Konrad Zsdarsa lud im Februar 2011 die Presse zu einer persönlichen Bilanz "100 Tage im Amt". In dieser Pressekonferenz wünschte er sich "mehr priesterliche Begeisterung" in seinem Bistum. Es gehe in dem Amt nicht um Besprechungen und Räte, sondern um Glaubensvermittlung. Nachdem unter seinem Vorgänger Walter Mixa überdurchschnittlich viele Katholiken aus der Kirche ausgetreten waren, hoffte Zsdarsa, dass viele Gläubige wieder in die Kirche zurückfänden. Da er selbst aus der Diaspora kam, war die Zusammenlegung von Pfarreien im Bistum für ihn kein Problem. Auch die Aufgabe von einzelnen Kirchen müsse angegangen werden, denn es gehe darum die Gemeinde zu versammeln nicht um die Kirchengebäude.

Im Mai 2012 spekulierten verschiedene Zeitungen über eine Rückkehr von Zdarsa in sein früheres Bistum Dresden-Meißen, wo er gerüchteweise dem in den Ruhestand verabschiedeten Bischof Joachim Reinelt nachfolgen sollte. Diese Spekulationen wies der damalige Bistumssprecher am 21. Mai 2012 zurück.

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