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Wixforth, Achim

Ein deutscher Physiker, der als C4-Professor in Augsburg forscht.

Leben und Wirken

Geboren wurde Achim Wixforth am 26. Mai 1956 in Bielefeld. Nach dem Abitur studierte er in Hamburg Physik und erwarb dort 1984 das Diplom. Ebenfalls in Hamburg promovierte er 1987 über „Wechselwirkung von akustischen Oberflächenwellen mit einem zweidimensionalen Elektronensystem“. Er beschäftigte sich mit Halbleitermikrostrukturen bei tiefen Temperaturen und in hohen Magnetfeldern.

In den Jahren von 1989 bis 1990 arbeitete er als Research Assistant Engineer an der University of California (Santa Barbara). Dort beschäftigte er sich hauptsächlich mit dem Wachstum von Halbleiterstrukturen und arbeitete mit dem Nobelpreisträger Herbert Krömer, einem Pionier der Halbleiterelektronik zusammen.

Anschließend forschte er von 1990 bis 2000 im Center of NanoScience in München.

Im Jahr 1994 habilitierte er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München? und wurde dort Professor. Seine Habilitationsschrift hatte das Thema „Kollektive Anregungen in hoch beweglichen Elektronengasen“.

1999 gelang es ihm, Licht abzubremsen. So genannte „Photonenförderbänder“ können Licht eine 400.000stel Sekunde abbremsen. Ungebremst hätte es in der Zeit etwa 10 Kilometer hinter sich gebracht. Aufgrund dieser Erfindung, so glauben Forscher, könne eines Tages der optische Computer möglich werden.

Im Jahr 2000 war Achim Wixforth Mitbegründer der Advalytix AG, einer Firma, die eine neue Technologie entwickelte, um präzise chemische Reaktionen auf Biochips zu steuern und mit Software zu kontrollieren („ArrayBooster“).

Im Jahr 2002 erhielt Achim Wixforth den Ruf an die Universität Augsburg, wo er Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik I wurde. 2009 war seine Arbeitsgruppe etwa 50 Mitglieder groß. Sie beschäftigte sich mit aktueller und interdisziplinärer Forschung im Bereich der Nanowissenschaften zwischen Festkörper-Quantensystemen und dem Studium biologischer Vorgänge auf der Nanoskala. Materialwissenschaften, Halbleiterphysik, hybride Materialien, Mikrofluidik und Biochips sind weitere Forschungsbereiche der Gruppe.

Forschungen

Konkrete Projekte von Achim Wixforth, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden und wurden (Stand 2010):

Als Antragsteller

  • Durch akustische Oberflächenwellen gesteuerte Manipulation von Quantenzuständen
  • Bioactivity and cellular uptake of distinct nanoparticles in human endothelial cells
  • Experimental and theoretical investigations of the dynamics of collective phenomena in blood I: Idealized vesicle/fluid droplet models
  • Surface acoustic wave driven micro-flows: Flow control and transport of finite size particles
  • Quantitative Evaluation der statischen und dynamischen Zelladhäsion und -aktivität an antibakteriellen DLCSchichten für den biomedizinischen Einsatz (Antragsteil 1)

Als Leiter Forschungsfeld

  • Nanosystems Initiative Munich (NIM)

Als Teilprojektleiter

  • Akusto-elektrische Untersuchung an perowskitischen Dünnschichtsystemen
  • Speicherung und bildgebende Verarbeitung photonischer Signale in lateralen Potentialgittern
  • Elektron-Lochtransport in niedrigdimensionalen Systemen
  • Verifikation und Prozessierung biokompatibler DLC-Beschichtungen für medizinische Knochenimplantate
  • Akusto-mechanische Aktivierung von Makromolekülen

Als Mitantragsteller

  • Nanomechanische Resonatoren
  • Quantisierter Ladungstransport mittels akustischer Oberflächenwellen in Kohlenstoff-Nanoröhren
  • Surface acoustic wave driven micro-flows: Flow control and transport of finite size particles

Als ehemaliger Antragsteller

  • PDE Constrained Optimization Based on Adaptive Model Reduction with Applications to Shape Optimization of Microfluidic Biochips and to Blood Flow in Microchannels bis 22.07.2009

Auszeichnungen

1998 bekam Wixforth den renommierten Walter-Schottky-Preis für Festkörperforschung von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.

Im Rahmen des Bayerischen Innovationspreises erhielt er 2002 einen Anerkennungspreis. Noch im gleichen Jahr bekam er auch den Innovationspreis der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bayern.

2003 gab es für ihn den 1. BioTrends Award für die beste Innovation im Bereich der Nanobiotechnologie.

2006 war er Finalist for the Innovation Award der Association for Lab Automation (ALA)

2007 erhielt er für den Artikel "Shear-induced unfolding triggers adhesion of von Willebrand factor fibers" in PNAS 104, 7899-7903 (2007) zusammen mit den Augsburger Physikern Stefan Nuschele? und Dr. Matthias Schneider? und anderen deutschen Forschern den CeNS-Publikationspreis, womit das Center for NanoScience (CeNS) der LMU München besonders hervorragende Publikationen seiner Mitglieder würdigt.

Sonstiges

Wixforth war 2009 Inhaber von über 40 Patenten und Autor bzw. Koautor von über 180 wissenschaftlichen Publikationen. Seine Arbeitsgruppe war damals prominentes Mitglied der "Nanosystems Initiave Munich" (NIM), einem der ausgezeichneten Cluster in der Exzellenzinitiative des Bundes.

Laut deutscher Wikipedia soll sich der deutsche Autor Frank Schätzling in seinem Roman "Lautlos" auf die Arbeiten Wixforths bezogen haben, indem er sie dem Helden es Romans zuschrieb, der mit Hilfe einer Laserwaffe einen Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten verhindert.

Adresse

Universität Augsburg
Lehrstuhl für Experimentalphysik I
Prof. Dr. Achim Wixforth
86135 Augsburg

oder

Universitätsstraße? 1
Geb. Nord
86159 Augsburg

Tel.: +49 8 21/5 98-3330
Fax: +49 8 21/5 98-3225
E-Mail: achim.wixforth(@)physik.uni-augsburg.de

Sprechzeiten: jeden Donnerstag von 13 bis 15 Uhr, Raum 340

Weblinks


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