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Windkraftanlagen

Allgemeines

Geschichte

Im Dezember 2012 gaben die Stadtwerke Augsburg bekannt, 9,1 Millionen Euro in zwei neue Windkraftanlagen investieren zu wollen: in Kraasa bei Altenburg südlich von Leipzig in Thüringen. Bei den Windrädern handelte es sich um Anlagen vom Typ E82 E2 des damals größten deutschen Windkraftanlagenherstellers Enercon. Die Anlagen haben eine Nennleistung von je 2,3 MW, einen Rotordurchmesser von 82 Metern und eine Nabenhöhe von 138 Metern. An dem Standort in Kraasa, in einer Kiesgrube rund einen Kilometer von der nächsten Wohnbebauung entfernt, wurden insgesamt drei Windräder errichtet. In der Nähe befand sich bereits seit Jahren ein Windpark mit mehreren Anlagen.

Details

Kissinger Windkraftprojekt

2011 wurden die Planungen für das Kissinger Windkraftprojekt auf dem Schwaigfeld konkret. Starke Unterstützung bekam das Projekt von der ÖDP, deren Chef Christian Pettinger? im September 2011 per Presseerklärung Stellung nahm: "Dieser Standort sichert durch seine exponierte Lage einen guten Windertrag und verhindert gleichzeitig durch den großen Abstand jegliche Belastung von benachbarten Ansiedlungen. Und nachdem hier direkt nebenan bereits eine Hochspannungstrasse die Landschaft zerschneidet, kann man dem Landschaftsbild hier auch keinen wirklichen Schaden mehr zufügen." Durch die Windkraftanlage plant die Gemeinde Gewerbesteuern zu generieren und sich von multinationalen Stromkonzernen unabhängig zu machen. Ende September entschied der Kissinger Gemeinderat über die Aufnahme der geplanten Windmühle in den Flächennutzungsplan der Gemeinde.

Augsburger Windpark in Inningen

Nach gründlicher Prüfung durch die Stadtverwaltung Augsburg ergab sich für den Betrieb von Windkraftanlagen auf Augsburger Flur nur ein einziger geeigneter Standort: die Hochterrasse südlich von Inningen (Stand 2012). Nach Meinung der ödp wären noch weitere Areale als Bauplätze für Windkraftanlagen in Frage gekommen, so z. B. die westlichen Wälder? bei Bergheim. Der Augsburger Stadtrat hat sich aber 2012 nahezu einstimmig für die Hochterrasse als einzige Windkraftvorbehaltsfläche entschieden und diese an den regionalen Planungsverband weitergemeldet. Damit floss dieses Gebiet Regionalplan Windkraft ein.

„Für uns ist diese Stadtratsentscheidung zwar nur eine längst überfällige Minimallösung, aber sicherlich ein positiv zu wertender erster Schritt, um angesichts der Energiewende dem Defizit an Windkraftnutzung in der Region Augsburg entgegen zu wirken“, so Christian Pettinger?, Vorsitzender der oedp Augsburg Stadt. „Wir wünschen uns für dieses Areal möglichst bald den Bau eines Windparks unter breiter Beteiligung der Augsburgerinnen und Augsburger z.B. unter Federführung der Stadtwerke Augsburg. So bleiben die damit erwirtschafteten Gewinne in der Region und zusätzlich machen wir uns unabhängig von der Energielieferung durch die großen Energiemonopolisten.“

Für „völlig verfehlt und zudem sachlich für grottenfalsch“ bezeichnete Pettinger die von Stadträtin Stuber-Schneider in der Presse geäußerten Befürchtungen im Zusammenhang mit dem auf der Hochterrasse angedachten Windpark: „Den filigranen Bau eines Windrades mit dem Ulmer Münster zu vergleichen ist schon hanebüchen, und dann noch zu behaupten, der Schlagschatten der Windräder sorge dafür, dass es ‚im ganzen Umkreis .. nie mehr eine ganz normale Sonneneinstrahlung geben’ werde, ist physikalischer Nonsense!“. Jeder Fünftklässer könne ausrechnen, dass der Schattenwurf zu keiner Jahreszeit auch nur den Ortsrand von Inningen erreichen würde: bei einer Entfernung von 1000 Meter, einer Nabenhöhe von 140 Meter und einem Rotordurchmesser von maximal 80 Meter würde die äußerste Rotorspitze ihren Schatten je nach jahreszeitliche Sonnenstand unter ungünstigsten Bedingungen bis in eine Entfernung von maximal 550 Metern vom Fuß des Windrades werfen. „Da braucht niemand in Inningen befürchten, von zerhackten Sonnenstrahlen getroffen zu werden“, so Pettinger.

Man könne sich nur wundern, mit was für hirnlosem Schwachsinn hier versucht würde Stimmung gegen ein Projekt zu machen, das noch nicht einmal konkret durchgeplant sei. Pettinger: „Frau Stuber-Schneider scheint sich hier mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen schon mal an die Spitze einer Bewegung setzen zu wollen, die es gar nicht mehr gibt. Selbst die ewigen Bremser in Sachen Windkraft in der Reihen der schwarz/gelben Staatsregierung haben nach Fukushima begriffen, dass die Energiewende umgesetzt werden muss.“ Nicht von ungefähr hätte die Staatsregierung deshalb die Losung „1500 neue Windräder für Bayern“ ausgegeben. Die müssten dann aber auch entsprechend gebaut werden. Hier könne man nicht immer nur nach dem Florians-Prinzip alles ablehnen, was wie im Fall der Hochterrasse als Standort dann sogar noch bestens geeignet wäre. Vielmehr müsse nun auch Augsburg seinen Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen.

Das für Windkraftanlagen geeignete Areal hat etwa 93 Hektar und liegt südlich von Inningen. Dort könnten drei bis sechs Windanlagen errichtet werden, die bis zu 6.000 Haushalte mit Strom versorgen könnten, womit Augsburg das bayerische Ziel, 5 bis 7% Strom aus Windkraft zu erzeugen, erfüllen könnte.

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