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Wiedertäufer

Allgemeines

Wiedertäufer waren der Augsburger städtischen Obrigkeit verdächtig, weil sie eine von kirchlicher Hierarchie und obrigkeitlicher Kontrolle unabhängige Kirche wollten. Stattdessen wollten sie ihr Leben und ihre Lehre an der Nachfolge Jesu ausrichten. Deshalb lehnten sie die Kindertaufe ab, was das seit Kaiser Konstantin bestehende Bündnis von Kirche und Staat in Frage stellte. Ihr Gewaltverzicht und ihre Weigerung, für die Obrigkeit Waffen zu tragen, wurden als Bedrohung der Ordnung wahrgenommen. Ihr Eintreten für soziale Gerechtigkeit brachte sie in die Nähe der revolutionären Bauern.

Oft wurden die Wiedertäufer als Aufrührer und Ketzer verfolgt – und zwar sowohl von katholischer wie reformatorischer Seite. Auch der Augsburger Stadtrat ging nach anfänglicher Duldung gegen sie vor. Es kam zu Verhaftungen, Verhören, auch unter Folter, sowie Körperstrafen und einer Hinrichtung. Die Stadt bezahlte Prediger, die inhaftierte Täuferführer zum Widerruf bewegen sollten. Die „Untergrundkirche“ der Wiedertäufer wurden schließlich dadurch zerstört, dass man Wiedertäufer auswies.

Geschichte

Um 1526 hat es zeitweise bis zu 1.000 Täufer und Täuferinnen in der Stadt gegeben. Es waren Netzwerke kleiner Gruppen, die sich in Häusern und Gärten trafen, weshalb man sie auch „Gartenbrüder“ nannte.

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