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Wernher-von-Braun-Gymnasium

Ein naturwissenschaftlich-technologisches und sprachliches Gymnasium in der Kreisstadt Friedberg bei Augsburg.

Allgemeines

Benannt ist das Gymnasium nach Wernher von Braun. Wernher von Braun paktierte mit den Nationalsozialisten?, um seinen Raketen-Traum zu verwirklichen. Er wurde Mitglied der NSDAP, sogar SS-Obersturmbannführer und produzierte Massenvernichtungswaffen für die Nazis und später die Amerikaner. Er erfand die Vernichtungswaffe V2, deren Raketentreibstoff Hydrazinhydrat unter anderem in der Firma Transehe in Gersthofen mit Hilfe von Italienischen Zwangsarbeitern produziert wurde. Durch die Herstellung der V2 starben allein im KZ Mittelbau Dora zwischen 15 000 und 20 000 Zwangsarbeiter. Fritz Pröll, der Bruder von Josef Pröll und Schwager von Anna Pröll, die jahrzehntelang in Gersthofen wohnten, starb im KZ Dora. Dort, wo heute in Gersthofen die Wernher-von-Braun-Straße ist, war in der Zeit des Zweiten Weltkriegs ein Zwangsarbeiterlager. Auch nach 1945 gab Wernher von Braun keine selbstkritischen Worte von sich.

Geschichte

1979 wurde das Friedberger Gymnasium nach Wernher von Braun benannt, weil er maßgeblichen Anteil an der amerikanischen Mondlandung 1969 hatte und als Held verehrt wurde.

Im März 2013 nahm der damalige bayerische Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zum ersten Mal Stellung zu der Benamung des Friedberger Gymnasiums und äußerte in der Süddeutschen Zeitung?, dass eine Benennung einer staatlichen Schule nach Wernher von Braun für ihn nicht hinnehmbar sei. Vorausgegangen war in der Region Augsburg eine Jahre dauernde Diskussion um die Benennung der Schule nach dem SS-Sturmbannführer und Ingenieur von Vernichtungswaffen für die Nazis. Die Diskussion um den Schulnamen war durch das Friedberger Frauenforum angestoßen worden, das auch Persönlichkeiten wie Udo Lindenberg, Konstantin Wecker oder Rita Süßmuth gewinnen konnte, sich für eine Umbenennung der Schule einzusetzen.

Details

Besonderheiten

Im Mai 2008 schloss das Wernher-von-Braun-Gymnasium mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen? einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dadurch wird es Schülern des Gymnasiums ermöglicht, in den School Labs des DLR zu forschen und unter Fachaufsicht ihre Ergebnisse auszuwerten.

Weblinks


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