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Werner Goldschmiede

Ein Goldschmiedebetrieb mit drei Niederlassungen in Augsburg.

Allgemeines

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Die Werner Goldschmiede stellt die schönen Dinge her: Gehämmert, geschmiedet, ziseliert, granuliert oder handgestrickt nach Jahrtausende alten Regeln der großen Gold- und Silberschmiedekunst. Im Focus stehen edle Materialien, das Unikat, die Maßanfertigung nach individuellem Wunsch.

Handgearbeitet ist ein Begriff, der in Augsburg seit dem 15. Jahrhundert einen hohen Stellenwert hat. Wer heute nach exklusivem Schmuck aus Gold, Silber, Platin, Edelsteinen und Perlen sucht, wird in der Augsburger Goldschmiede Werner immer wieder fündig.

Der Stil der Werner Goldschmiede ist durch den Satz geprägt: "Es gibt Schmuck, der wird nie alt." Diese Festststellung von Uta Werner-Dick kennzeichnet ihre Verbundenheit mit der Kunstgeschichte. Klare, abstrakte und extravagante Formgebung gehören ebenso zu ihrer Handschrift wie die Einbindung antiker oder natürlicher Elemente. "Schmuck, der keinen Zeitstempel hat" - diese Wegbeschreibung hat nicht allein die Unabhängigkeit von modischen Trends zum Inhalt. Sie betrifft auch die Technik: Eine spezielle Oberflächengestaltung macht es möglich, dass der Schmuck über Jahre seine schönen Ausstrahlung behält.

Übrigens gehören Perlen zum Herzstück der Goldschmiede Werner.

Geschichte

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"Perlen haben mich begleitet, seit ich ein kleines Mädchen war", berichtet Uta Werner-Dick. Ihre Kindheit verbrachte sie zum großen Teil in der Werkstatt der Eltern und, so oft sie konnte, bei dem Großvater in Thüringen. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern kam sie als drittes Kind von Edith und Manfred Werner 1951 in Augsburg zur Welt. Als junges Mädchen wollte Uta Tänzerin, Malerin oder Goldschmiedin werden. Einer der drei Wünsche wurde Wirklichkeit, die anderen scheinen in dem dritten aufgegangen zu sein: Die Leichtigkeit der Tänzerin wie die Inspiration der Malerin lassen sich in den ausdruckstarken Schmuckstücken der Goldschmiedemeisterin wiedererkennen.

In der väterlichen Werkstatt des Optikers und Uhrmachermeisters Manfred Werner aus der Glashütteschule in Sonneberg wurden nicht nur Uhren repariert. Schon damals entwarf die Mutter Schmuckstücke, die sie von ihren Goldschmiedemeistern anfertigen ließ. Sieben Jahre führte sie das Geschäft, als der Vater an die Front musste und in Gefangenschaft geriet. In Augsburg setzte Edith Werner ihre Tätigkeit fort und begann auch wieder mit Zuchtperlen zu handeln.

Die helle Atmosphäre des modernen Geschäftes, das Uta Werner-Dick gemeinsam mit ihrer Schwester Gisela Werner-Petrak an der belebten Friedberger Straße führt, lässt kaum die Ehrwürdigkeit einer künstlerischen Familientradition erahnen, die uns um Jahrhunderte ins thüringische Lauscha bei Sonneberg zurückversetzt. Porzellanmaler und Modelleure, Glasbläser und vor allem Perlenfabrikanten zieren die Ahnenreihe der Mutter Edith, einer geborenen Müller. Aus Schwaben kommend durchwanderten 1597 die Glasmeister Hanns Greiner und Christoph Müller den thüringischen Wald auf der Suche nach Glassand, aus dem auch Porzellan hergestellt wurde. Diesen wichtigen Rohstoff fanden sie in der Nähe des heutigen Lauscha und errichteten dort mit Erlaubnis des Herzogs Casimir von Coburg ihre erste Marktiegelhütte. Da die Zunft der Glasbläser vorschrieb, "daß keiner under uns niemand glaßmachen le(h)ren sal, des vater glaßmacher nit gekonnt hat", also Berufsgeheimnisse nicht an Fremde weiterzugeben, entstand im Raum Lauscha über Jahrhunderte eine breite Sippschafft überkreuz heiratender Familien, die namentlich nur schwer zu unterscheiden waren. Zusätzliche Namen mussten deshalb angehängt werden.

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So geschah es auch bei Ferdinand Louis Müller-Phillip Sohn (1830-1886), dem Ururur-Großvater der Augsburger Goldschmiedin. Er gründete 1852 die erste deutsche Wachsperlenfabrik. Kurioserweise stellte man damals hohle Glasperlen her, um sie anschließend mit Wachs zu füllen. Erst 1948 wurde diese komplizierte Technik von der Erfindung der Massivperle abgelöst. Die kunst- und mühevoll geblasenen Perlen wurden mit so genanntem "Fischsilber" (Guanin, das aus dem Kot von Kormoranen gewonnen wird) überzogen.

Die Glasperlenfabrikation war nur einer der Zweige, die auf dem weißen Sand bei Lauscha gediehen. Gläser in allen Variationen und die berühmten Christbaumkugeln werden heute noch hergestellt. Rund um das Porzellan entstand ebenfalls eine raffinierte Kultur, die durch Portraitmaler und Modelleure bereichert wurde. Modelleur und Kunstmaler war auch der Großvater von Uta Werner-Dick, Arno Müller-Phillip Sohn (1888-1974), bei dem sie das Modellieren lernte. Im "Deutschen Spielzeugmuseum" in Sonneberg, der einstigen "Weltpuppenstadt", ist die "Thüringer Kirmes", eine lebensgroße Welt aus Porzellan, Holz und Pappmaché, zu bestaunen. An diesem Werk, das 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel einen "Grand Prix" erhielt, war Traugott Müller-Phillip Sohn, Arnos Vater, mit einem aufwendigen Karussell beteiligt.

Adressen

Werner Goldschmiede
Friedberger Straße 117
86163 Augsburg

Tel. 0821/62102
Fax. 0821/2639384

Werner Goldschmiede in der Friedberger Straße

Werner Goldschmiede
Philippine-Welser-Straße 5
86150 Augsburg

Tel. 0821/5089115
Fax. 0821/5089116

Werner Goldschmiede in der Philippine-Welser-Straße

E-Mail: goldschmiedewe(@)aol.com

Werner Goldschmiede
Maximilianstraße 40
86150 Augsburg

Tel. 0821/5085688
Fax. 0821-5085690

Weblinks


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