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Wengenmayr, Ralf

ein deutscher Filmkomponist aus Augsburg

Leben und Wirken

Ralf Wengenmayr wurde am 7. April 1965 in Augsburg geboren. Als Kind wollte Wengenmayr Astronaut werden. Doch mit 14 Jahren kam das Interesse für Filmmusik. Ab diesem Zeitpunkt verfolgte er seinen musikalischen Weg konsequent.

Nach dem Abitur studierte er ab 1981 Klavier und Komposition an der Universität Augsburg.

Zwischen 1984 und 1994 war er als Solo- und Barpianist in ganz Deutschland tätig. 1987 ging Wengenmayr als Mitglied der "Original Broadway Show Company" mit einer Inszenierung der "West Side Story" auf Europatournee. Ein Jahr später erhält er ein Engagement als Pianist auf der Weltausstellung im australischen Brisbaine.

1989 begann er Musik für Film und Werbung zu schreiben und zu bearbeiten. Wengenmayr hat schon für einige Bully-Filme die Musik gemacht und war 2010 für seine Arbeit an Herbigs Kinderfilm "Wickie und die starken Männer" sowie 2008 für "Lissi und der wilde Kaiser" für den Deutschen Filmpreis nominiert worden. Auch für die Augsburger Puppenkiste hat er schon Musik geschrieben.

Werk

Von Kritikern wird Wengenmayr gelobt, weil er komplexe Filmmelodien kreiert, die mit Zitaten gespickt sind und den Eindruck erwecken, man habe die Melodie schon irgendwann gehört, dennoch aber eigenständig sind. Er schaffte es z. B., im "Schuh des Manitou" eine Persiflage von musikalischen Zitaten und deren Brüche zu komponieren. Neben Cowboy-Musik hört man einige Subwoofer-lastige Heavy-Metal-Riffs, gibt es die Leichtigkeit von Cocktail-Musik à la Henry Mancini, erklingt der Bigband-Sound des Fernseh-Verkehrsunterricht „Der 7. Sinn“ oder ein Polka-Thema für die Schoschonen.

Ralf Wengenmayr zeigt damit sein musikalisches Multitalent, mit dem er außerordentliche Klangexperimente wagt. Es geht ihm in seinem Schaffen nicht nur darum, eine gute handwerkliche Dienstleistung abzuliefern. Insgeheim träumt er vom Konzertbetrieb: ein Klavierkonzert hat er schon geschrieben und aus seinen Filmmusiken will er Suiten machen, selbst an eine Sinfonie denkt er. Dabei ist er nicht nur offen für die ganze Bandbreite von Musik für Unterhaltungsfilme, sondern auch für Atonales. Auf der einen Seite bedient er die Emotionen der Zuschauer eines Films, auf der anderen Seite widmet er sich mit der gleichen Emphase "feinen Kompositionen": Immer geht es ihm um gute Musik.

Filmmusik

  • 1994: Once in a lifetime; Die Augsburger Puppenkiste - Der Raub der Mitternachtssonne
  • 1995: Unter Druck; Botschaft der Bilder; Alle meine Töchter
  • 1997: Tod im Paradies; Der Regengott; OP ruft Dr. Bruckner
  • 1998: Midnight Flight; Jimmy the Kid;
  • 1999: Bergkristall - Verirrt im Schnee; Familie gesucht
  • 2000: Zwischen Liebe und Leidenschaft; Erkan & Stefan
  • 2001: Feuer, Eis und Dosenbier; Der Schuh des Manitu; Legion of the Dead; Jetzt bringen wir unsere Männer um
  • 2002: Crazy Race; Erkan und Stefan – Gegen die Mächte der Finsternis
  • 2004: (T)Raumschiff Surprise – Periode 1; Sterne über Madeira; Crazy Race 2 – Warum die Mauer wirklich fiel
  • 2005: Papa und Mama; Es ist ein Elch entsprungen
  • 2006: Mein alter Freund Fritz
  • 2007: Lissi und der wilde Kaiser;
  • 2009: Wickie und die starken Männer; Gonger – Das Böse vergisst nie
  • 2010: Gonger 2 – Das Böse kehrt zurück
  • 2011: Wickie auf großer Fahrt
  • 2011: Hotel Lux

Auszeichnungen und Preise

  • 1989: Erster Preis, German Film Music Contest
  • 1991: Ernst Fischer Award
  • 1992: Paul Woitschach Award
  • 2011: Marc Aurelio Jury Award / Best Original Score für Hotel Lux (6. Internationales Filmfestival Rom)
  • 2012: Deutscher Musikautorenpreis in der Kategorie "Komposition Filmmusik"

Weblinks


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