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Weitmannsee

ein Badesee auf Kissinger Gemeindegebiet in der Nähe von Augsburg

Allgemeines

Der Weitmannsee (Gewässernummer 2991) ist ein Baggersee. Er gilt als einer der Augsburger Freizeithotspots im Sommer. Der See liegt östlich des Lechs und westlich von Kissing im Landkreis Aichach-Friedberg, ist also von Augsburg aus leicht zu erreichen. Mit einer Wasserfläche von etwa 33 Hektar, Liegewiesen mit einer Ausdehnung von etwa drei Hektar, einer Gaststätte mit Toiletten und etwa 500 Parkplätzen ist er ideal für Badegäste. Hauptbadebereich des Weitmannsees ist der nordöstliche Abschnitt. Der südliche Bereich des Weitmannsees ist naturbelassen und bietet vielen Wassertieren einen Lebensraum. Die Tiefe des Weitmannsees ist sehr unterschiedlich. An den tiefsten Stellen beträgt sie etwa sechs Meter.

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Blick auf den Weitmannsee, 2012. Von Mailtosap (Sascha Pöschl) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Am Weitmannsee geht es relativ flach ins Wasser. Das ist gerade für Kinder optimal. Außerdem lässt es sich mit dem Schlauchboot oder einer Luftmatratze von Insel zu Insel paddeln, was viel Spaß macht.

An Samstagen, Sonn- und Feiertagen gibt es eine Badeaufsicht an dem See mit mehr als 30 Inseln, einem langen Ufer und ausgezeichneten Wanderwegen. Der Weitmannsee ist bis zu 1.150 Meter lang und bis zu 330 Meter breit.

Wie viele andere Seen in der Umgebung entstand der zwischen Lech und Friedberger Ach? gelegene Weitmannsee durch den Kiesabbau.

Viele Radfahrer, die von Augsburg am Lech auf dem gut ausgebauten Schotterweg entlang Richtung Süden fahren, machen am Weitmannsee einen Stop. Das Erholungsgebiet Weitmannsee liegt in den Lechauen und ist über die B 2 Augsburg – Fürstenfeldbruck? per PKW zu erreichen. Die Zufahrtsstraße „Lechauenstraße“ ist in der Gemeinde Kissing und führt über die Bahnbrücke durch den Auwald? direkt zum Parkplatz des Weitmannsees.

Geschichte

Entstanden ist der Weitmannsee durch den Kiesabbau in der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Den Kiesabbau betrieb damals die Firma Weitmann, woher der Name des Sees stammt. Das damalige Abbauverfahren mit einem schwimmenden Eimerkettenbagger war eher primitiv. Der Bagger arbeitete sich Bahn für Bahn ins Gelände. Das ist der Grund, warum der Weitmannsee sehr unterschiedliche Wassertiefen hat. Die über 30 Inseln entstanden durch den Abraum, der beim Baggern einer neuen Bahn mit einem großen Greiferbagger einfach in den See geschüttet wurde.

Um den Weitmannsee machte sich später vor allem der Erholungsgebietevereins Augsburg? (EVA) verdient. Er war das erste Projekt des Vereins. Nach und nach kaufte der Verein die gesamte Seefläche von rund 41 Hektar und die umgebende Landfläche mit etwa 59 Hektar an und baute sie zum Naherholungsgebiet aus.

2012 gab es wegen des Abschusses von Wasservögeln am Weitmannsee öffentliche Diskussionen von Tierschützern und Jägern. Die Jäger argumentierten, dass unvernünftige Passanten die Gänse am Weitmannsee füttern, obwohl dieses verboten ist. Dadurch käme es am Weimannsee zu einer Überpopulation der Wasservögel, die das Gleichgewicht der Natur störten und deren Hinterlassenschaften den Badesee verschmutzten. Tierschützer argumentierten dagegen, dass es keine objektive Formel für das ökologische Gleichgewicht an einem See gäbe.

Im Januar 2013 fand am Weitmannsee eine große Rodungsaktion statt, bei der u. a. Gebüschstreifen zwischen den Parkbuchten komplett kurz geschnitten wurden.

Details

Für Kinder bietet der Weitmannsee Spielwiesen und einen Kinderspielplatz. Für ältere Badegäste steht ein Beach-Volleyball-Feld zur Verfügung. Den Wachtdienst am See übernahm die DLRG?. Außerdem befindet sich am Weitmannsee ein Kiosk, doch muss man hier auf Grillmöglichkeiten verzichten.

Der Weitmannsee ist gerade für Kinder und Jugendliche ideal, denn er hat einen relativ flachen Einstieg und im See befinden sich etwa 30 Inseln, zu denen man hinschwimmen kann.

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Spielplatz am Weitmannsee, 2012. Von Mailtosap (Sascha Pöschl) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

In der Nähe des Weitmannsees liegen die Kissinger Heide?, das Naturschutzgebiet Kissinger Bahngruben?, der Haunstetter Wald? sowie die Gewässer Galgenbach?, Bayerbach?, Gießer? und Neuer Graben?.

Die Wasserfläche des Weitmannsees ist Eigentum des Erholungsgebietevereins Augsburg? (EVA). Anderes das Seeufer mit seiner Länge von etwa drei Kilometern: Das gehört bis auf 300 Meter der öffentlichen Hand (EVA, Freistaat Bayern?, Kissing und Mering).

Der Weitmannsee ist eine der Badestellen, die einer besonderen Überwachung nach den Vorgaben der Europäischen Union unterliegen (so genannte EU-Badegewässer). Die Wasserqualität wird durch das Landratsamt Aichach-Friedberg regelmäßig überwacht. Neben einer Ortsbesichtigung werden dabei Wasserproben entnommen und auf das mögliche Vorhandensein von Krankheitserregern untersucht.

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Gaststätte am Weitmannsee, 2012. Von Mailtosap (Sascha Pöschl) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Das Restaurant am Weitmannsee heißt Seestern (Lechauenstraße 27, 86438 Kissing, Tel. 08233/2144383) und hat schöne Räume sowie einen schönen Ausblick. Im Sommer kann man hier unter einer überdachten Terrasse sitzen und seinen Blick über den Weitmannsee schweifen lassen.

Im Winter wird der Weitmannsee von Schlittschuhfahrern genutzt, wenn das Eis auf ihm dick genug ist.

Wer am Weitmannsee angeln möchte, muss wissen, dass der See von der Fischergilde Kissing Baggersee Weitmann? bewirtschaftet wird und er einen Erlaubnisschein zum Angeln braucht. Haupfischarten sind Karpfen, Schleien, Döbel, Hechte, Forellen, Aale und verschiedene Weißfischarten. Angeln ist für Gäste nur in Begleitung eines Vereinsmitgliedes erlaubt. Im Schongebiet ist das Fischen vom 16. Oktober bis 30. April verboten. Jedes Jahr veranstaltet die Fischergilde Kissing Baggersee Weitmann? am Weitmannsee das so genannte Königsfischen.

Die vielen Weitmannsee-Inseln sind von Sträuchern und Bäumen besiedelt. Sie geben dem Wasser heute sein besonderes Erscheinungsbild und stellen für die vielen Wasservögel am Weitmannsee ideale Bedingungen für Brut und Aufzucht ihrer Jungen dar. Aber auch die mehr als 30 Fischarten im Weitmannsee profitieren von den Uferzonen rund um die Inseln, denn für viele Kleinfisch-Arten wie Rotauge, Laube oder Barsch sind dadurch gute Laichmöglichkeiten vorhanden. Die Inseln im Weitmannsee haben eine lineare Struktur, die durch die Kiesabbaumaschinen entstand. Sie werden von Vögeln sowohl als Rückzugsgebiet wie auch als Brutgebiet angenommen. Für viele Entenarten dient der Weitmannsee auch als Überwinterungsgebiet. In den umliegenden Auwäldern lebt der Pirol?.

Zwischen dem Weitmannsee und dem Lech gibt es einen interaktiven Natur- und Kulturlehrpfad, den der Landkreis Aichach-Friedberg zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Aichach-Friedberg? angelegt hat. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen durch Riechen, Fühlen und Entdecken den Lebensraum Lechtal? erfahren.

An den Ufern des Weitmannsees kann man immer wieder Biberspuren sehen.

Lage


Weblinks


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