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Wasserschloss Unterwittelsbach

such Sisi-Schloss

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Allgemeines

Das „Sisi-Schloss“ in Unterwittelsbach war ursprünglich eine Wasserburg, deren Bauzeit mehr als 900 Jahre zurückliegt. Das heute noch von Wasser umgebene Landschloss erwarb Herzog Max von Bayern 1838 und ließ es zum Sommersitz ausbauen. Hier frönte der Adelige der Jagd, dem Zitherspiel und dem Genuss von Bier und Spargel. Ob sich die kleine „Sisi“ im Jagdschloss ihres Vaters aufgehalten hat oder nicht, ist nicht sicher. Geschichten erzählen, dass Elisabeth mit ihrem Vater, dem leutseligen „Zithermaxl“, durch die Gasthäuser gezogen und mit dem Hut den Musikantenlohn eingesammelt haben soll. Vater Max gehörte auch das Jagdschlösschen im nahen Rapperzell?. Außerdem erwarb er das Kloster in Kühbach und baute es zu einem Schloss aus.

Seit 2000 finden jedes Jahr in den Monaten Mai bis Ende Oktober wechselnde Sonderausstellungen im Sisi-Schloss statt. Die Ausstellungen haben immer einen Bezug zur Kaiserin und zur bayerischen Geschichte.

Das Sisi-Schloss ist Station der Sisi-Straße, einer europäischen Kulturroute, die den Lebensstationen der Kaiserin Elisabeth folgt.

Geschichte

Das heutige Wasserschloss Unterwittelsbach ist auf dem Platz einer Vorgängerburg errichtet, die 1126 zum ersten Mal erwähnt wurde.

Im Jahr 1409 wird Heinrich der Sandizeller Besitzer des Wasserschlosses und 1500 geht es in das Eigentum der Herren von Burgau? über.

Das Benediktinerkloster Sankt Ulrich und Afra in Augsburg erwirbt den Besitz 1533. Die Benediktiner müssen als Flüchtlinge 1537 in das Schloss einziehen und bauen es in diesem Zusammenhang um. Erst als sich die Wirren der Reformation in Augsburg gelegt haben, kehren sie 1549 nach Augsburg zurück.

1777 wird das Anwesen an L.B. von Reindl verkauft. Dieser verkauft es an den Kurfürsten Karl Theodor. 1811 wird das Wasserschloss Unterwittelsbach versteigert. Käufer ist Arnold von Link.

Das Wasserschloss Unterwittelsbach gehörte von 1838 bis 1888 Herzog Max in Bayern. Er war der Vater der späteren Kaiserin von Österreich Elisabeth, genannt Sisi, die ein Jahr zuvor geboren worden war. Gleich nach dem Kauf ließ Herzog Max das Schloss restaurieren. Sisi hat sich möglicherweise als Kind hier aufgehalten, weshalb im Schloss jedes Jahr so genannte "Sisi-Ausstellungen" stattfinden, die sich mit ihrem Leben befassen. Angeblich war das kleine Wasserschloss in Unterwittelsbach bei Aichach Maxens liebste Sommerresidenz.

Karl Theodor, Herzog in Bayern, junior war ein berühmter Augenarzt in München und der Sohn von Herzog Max. Er erbte das Schloss 1888. Dessen Sohn wiederum, Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern, übernahm das Schloss im Jahre 1909.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Wasserschloss durch Flüchtlinge, Evakuierte und Heimatvertriebene belegt. Bis 1958 war das Wasserschloss im Besitz des Hauses Wittelsbach. Damals kaufte Fürst zu Fürstenberg das Schloss für seine Tochter, die den Baron von Pfetten heiratete. 1972 ging der Besitz in das Eigentum der Familie Rindfleisch aus München über, die es schon nach fünf Jahren an Siegbert und Britta Müller verkaufte. Die Familie Müller betrieb dort ein Heim für verhaltensauffällige Jugendliche.

1999 erwarb die Stadt Aichach das Schloss, sanierte es behutsam und richtete ein kleines Museum ein.

Details

Dieses altbaierische Landschloss steht heute für Firmenveranstaltungen und private Feiern offen. Eingangsbereich und Vorplatz eignen sich für Empfänge für bis zu 200 Personen. Küche und Schlosscafé sind vorhanden, im Park können Cateringzelte aufgestellt werden. Buchbar ist das Schloss über die Stadt Aichach.

Rund um das Sisi-Schloss Aichach gibt es einen leicht bis mittel schweren Wanderweg von etwas über zwei Kilometer. Die Gehzeit beträgt etwa eine Stunde. Der Weg verbindet das Wasserschloss Unterwittelsbach mit Oberwittelsbach und weist mehrere Stationen auf.

Im Schloss gibt es auch das so genannte Sisi-Café, in dem samstags und sonntags Einkehrmöglichkeiten bestehen.

Aus den Jahren um 1750 ist ein Kupferstich von Michael Wening zum Wasserschloss Unterwittelsbach ("Schloß Unter Wittlspach") erhalten. Im Hintergrund sieht man Oberwittelsbach. Der Druck der 1. Auflage erfolgte bereits 1701. Es handelt sich um ein Blatt mit Wasserzeichen in der Größe 12 x 17 Zentimeter.

Von 1842 ist die Lithografie des königlichen Hofoffizianten Alois Flad erhalten. Sie zeigt das Wasserschloss Unterwittelsbach und trägt die Widmung: "Seiner Hoheit dem Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Maximilian Herzog in Bayern in tiefster Erfurcht." Man sieht den Weiher, zwei stolze Schwäne und einen Ruderer in einem kleinen Kahn. In der Mitte des Bildes das Schloss, aus dem sich der Rauch emporkringelt und in der Haustür sind eine Frau und ein kleines Mädchen zu sehen. Möglicherweise Herzogin Ludovika mit Töchterchen Elisabeth, damals vier Jahre alt.

Öffnungszeiten

nur bei laufenden Ausstellungen:

Mai-November Di.-Fr. 10.00-17.00, Sa.-So. u. Feiert. 10.00-18.00

Feiertags offen

Lage

Schloss Unterwittelsbach
Klausenweg 1
86551 Aichach

Tel. 08251/891869
Fax 08251/90271


Weblinks


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