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Wallfahrtskirche Herrgottsruh

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eigentlich Wallfahrtskirche "Unseres Herren Ruh"; katholische Kirche östlich von Friedberg am Stadtrand; ein Bau des Spätbarock, an dem bedeutende Künstler des bayerischen Rokoko? arbeiteten

Allgemeines

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Die Wallfahrtskirche Herrgottsruh in Friedberg ist sehenswert wegen ihres meisterlichen Stucks der Gebrüder Feichtmayr? von 1738. Die Chorkuppelfresken schuf Cosmas Damian Asam?, die Fresken des Langhauses Matthäus Günther 1738/1749. Noch heute ist die Geschlossenheit der Herrgottsruh in Inhalt und Form erstaunlich. In den Jahren nach der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert wurde während einer Generalsanierung der Ursprungszustand wieder hergestellt.

Die Herrgottsruh ist von einem Friedhof umgeben. In der Nähe steht im Westen das Priesterhaus aus dem Jahr 1727. Ein Walmdach schließt seine beiden Stockwerke ab.

Die Wallfahrtskirche Herrgottsruh gehört zur katholischen Pfarrei Sankt Jakob Friedberg?, besitzt die Bruderschaft "Sieben Schmerzen Mariens", eine eigene MinistrantInnen-Gruppe und einen Wallfahrtsdirektor. An der Pforte kann man Messen bestellen und Devotionalien kaufen. Die Wallfahrtskirche bietet auch den idealen Rahmen für unvergessliche Trauungsgottesdienste.

Das Wallfahrtsjahr beginnt mit dem Patrozinium der Bruderschaft am Schmerzensfreitag. Gemeinden oder Gruppen können sich bei dem Wallfahrtsdirektor zu einer Wallfahrt anmelden. So ist die Wallfahrtskirche auch heute ein Anlaufpunkt für Menschen in ihren Sorgen und Nöten, die hier Christus oder der Gottesmutter anvertraut werden. Votivbilder, Rosenkränze, Blumen- oder Kerzenspenden zeigen, dass viele Gebete von Pilgern erhört werden.

Geschichte

Bis zur Fertigstellung der jetzigen Kirche

Ein Friedberger Jerusalem-Pilger geriet im Mittelalter auf der Rückreise nach Europa in türkische Gefangenschaft. Er legte um 1350 ein Gelübde ab, zu Hause auf seinem Acker eine Kapelle zu bauen, wenn er wieder nach Hause kommen sollte. So die Überlieferung. Und in der Tat fand man 1964 bei Ausgrabungen auf dem Gelände der Herrgottsruh die Fundamente einer Kapelle, die wohl eine Nachbildung des Heiligen Grabes war.

Ein Augsburger Weihbischof weihte am 2. Oktober 1496 an der Stelle der Herrgottsruh den Hochaltar einer Wallfahrtskirche. Das ist die erste wirklich bezeugte historische Nachricht von der Herrgottsruh. Es muss eine kleine Kirche gewesen sein, denn man vergrößerte sie ab 1599 auf Beschluss des Friedberger Stadtrats und 1606 konnte der Augsburger Weihbischof Sebastian Breuning? die vergrößerte Kirche neu einweihen. Von 1610 existiert das Protokoll einer Visitation der Kirche. Sie wird "Capella Salvatoris" (Kapelle des Erlösers) genannt. Das Protokoll bezeugt drei Altäre, von denen einer noch nicht geweiht war. Erhaltene Votivbilder zeigen den Bau dieser Kirche: Es handelte sich um eine einfach Kirche mit vier schlichten rund gebogenen Fenstern und einem Turm im Norden mit Zwiebelhaube.

Ab 1616 gab es eine Stiftung; von ihr wurde die Wallfahrtskirche unterstützt, was zu einem Aufblühen der Pilgerfahrten führte. 1632 wurde die Herrgottsruh-Kirche von schwedischen Truppen während des 30jährigen Krieges beschädigt, so dass man sie renovieren musste. Erst 1636 konnte sie der Augsburger Weihbischof Sebastian Müller? wieder konsekrieren.

Danach häufen sich die Berichte von Gebetserhörungen und Wundern. Von Bauern auf den Feldern und Vogelstellern sollen nächtliche Gesänge, Orgelmusik und Lichterscheinungen gehört und gesehen worden sein. Das ist auf Votivtafeln im Chorraum dargestellt. Diese Berichte machten die Runde und sorgten für eine noch größere Bekanntheit der Wallfahrt.

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1705 wurde die Herrgottsruh im Spanischen Erbfolgekrieg leider schon wieder verwüstet. Trotzdem kamen die Hilfe suchenden Pilger weiterhin von weitem und ihre Zahl wuchs und wuchs. Von 1720 sind erste Pläne zu einem für die Wallfahrt passenden würdigen Neubau der Kirche bekannt. Gefördert wurden diese Pläne vor allem durch Maximilian Franz Dominikus von Eckher?. Er war Domherr in Augsburg und gleichzeitig Pfarrer in Friedberg. Er kannte als Neffe des Freisinger Bischofs bedeutende Persönlichkeiten an geistlichen und weltlichen Höfen und besorgte mit seinen Bettelbriefen das nötige Geld für den Bau.

Zunächst wurde westlich der Kirche 1727 das heute noch erhaltene, wenn auch leicht veränderte Priesterhaus gebaut. Die Pläne kamen von dem Friedberger Stadtbaumeister J. G. Simperl. In dem Priesterhaus mit einem hohen Südgiebel waren Zimmer für acht Wallfahrtpriester. Den alten Zustand des Hauses kann man auf alten Stichen noch studieren. Für den Unterhalt der Wallfahrtspriester stiftete Maximilian Franz Dominikus von Eckher? eine Bruderschaft, die noch heute besteht ("Bruderschaft des bitteren Leidens und Sterbens Jesu Christi und der sieben Schmerzen der allerseligsten Mutter Gottes").

Nachdem das Wallfahrtspriesterhaus stand, begann man 1728 mit dem Abbruch der alten Kirche. Die Pläne zu der neuen Wallfahrtskirche stammten von dem Eichstätter Architekten Johann Benedikt Oettl?. Am Tag des hl. Benno, am 16. Juni 1731, legte der bayerische Kurfürst Karl Albrecht? den Grundstein. Deshalb thront der hl. Benno unter den Heiligen im Fresko des Jüngsten Gerichts in der westlichen Kuppel des Mittelschiffs besonders prominent. Der Kurfürst hatte sich durch viele Schenkungen um die Friedberger Wallfahrt verdient gemacht. 1736 war man mit dem Außenbau und dem Turm fertig, 1738 vollendeten die Handwerker die Kuppel des Chores.

Danach konnten die besten damaligen bayerischen Handwerker und Künstler mit der Innenausstattung und der Bemalung der Kirche beginnen. Als Stukkateure arbeiteten Franz Xaver Feichtmayr? und Johann Michael Feichtmayr?, Cosmas Damian Asam? und sein Augsburger Schüler Matthäus Günther schufen die Wand- und Deckenfresken. Das Ergebnis: einer der bedeutendsten Kirchenbauten des 18. Jahrhunderts in Altbayern.

Allerdings kam es zu Bauunterbrechungen. Man weiß es nicht genau, aber wahrscheinlich starb der leitende Architekt Johann Benedikt Oettl?. Baurechnungen aus dem Jahr 1749 bezeugen, dass erst in diesem Jahr das "Gotteshaus bis auf die Alltär, Orgel und Legung eines steinen Bodens allerdings hergestellt" war.

Erst am 30. September 1753 weihte der Augsburger Weihbischof Franz Xaver Adelmann? die neue Kirche. Tags darauf übertrug man in einer Prozession das Gnadenbild der Herrgottsruh auf den neuen Gnadenaltar im nördlichen Seitenschiff. 1754 entstand der Bruderschaftsaltar als Gemeinschaftsarbeit von Johann Wilhelm? und Johann Michael Hegenauer?, zweier Brüder aus Türkheim?.

Ebenfalls von Johann Wilhelm? und Johann Michael Hegenauer? stammt der Gnadenaltar im nördlichen Seitenschiff, den sie in den Jahren von 1748 bis 1754 schufen.

Schon 1756 und 1758 wurde die Kirche von Stürmen so mitgenommen, dass die nördlichen Kuppeln zerstört wurden und Matthäus Günther Teile der Kirche erneut ausmalen musste. Im Jahre 1761 weihte man dann noch einen Bruderschaftsaltar und den Hochaltar, der von Johann Georg Herkommer? 1730 geschaffen worden war. Eine Eröffnung in Etappen, wenn man so will.

Von der Errichtung bis heute

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Die Säkularisation 1806 hätte fast den Abbruch der Kirche durch den bayerischen Staat bedeutet. Ein Glück, dass der Friedberger Stadtrat die Erhaltung durch einen klugen Beschluss sichern konnte. Er widmete die Wallfahrtskirche einfach zur Friedhofskirche um - und Friedhofskirchen wurden nicht abgebrochen.

In den Jahren 1868 bis 1870 glaubte dann der Wallfahrtsdirektor Alois Melcher? die Kirche dem Zeitgeschmack anpassen zu müssen. Die Kirche wurde generalüberholt und vor allem der Chorraum verändert. Das Chorwandfresko von Cosmas Damian Asam? etwa wurde wegen fehlenden "künstlerischen Wertes" übermalt. Alois Melcher? dazu: "Das war sonach das misslungenste Gemälde und nicht im Mindesten andachtserregend." Er ließ an dieser Stelle einen Neurenaissance-Altar von Joseph Knabl? aufstellen.

Im Jahr 1874 wird der Reliquienaltar der Kapelle Maria Schnee? in Augsburg für die Wallfahrtskirche Herrgottsruh gekauft.

Im Jahr 1937 nahmen sich die Pallottiner (Gesellschaft vom Katholischen Apostolat) der Wallfahrtsseelsorge an. 1964 führte das Bayerisches Landesamt für Denkmalspflege? eine Restaurierung der Kirche durch und konnte den ursprünglichen Zustand der Kirche weitestgehend wieder herstellen, wobei man auch alte Stiche zu Hilfe nahm. Während dieser Renovierung entfernte man den Neurenaissance-Altar wieder und legte das Chorwandbild von Cosmas Damian Asam? wieder frei.

Mit der Renovierung des Außenbaus im Jahr 1998 stellte man die originale Farbigkeit der Kirche wieder her. 2001 wird der Kreuzweg unter der Arkade restauriert, 2002 feiert die Bruderschaft "Bitteren Leiden und Sterben Jesu Christi und der Sieben Schmerzen Mariens" von Herrgottsruh ihr 275jähriges Bestehen.

2003 begann man mit der Innensanierung der Kirche: Die Heizung und Elektrik wurden erneuert, der Chorraum renoviert, dann renovierte man die Raumschale, die Deckenmalereien etc. Abgeschlossen wurden die Renovierungsarbeiten im Jahr 2007.

Der Bau

Aussen

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Der Bau der Herrgottsruh wirkt stattlich und originell. Manche empfinden ihn auch als ruhend und schwer. Haupt- und Seitenschiffe sind zwar unterschieden, weshalb man an eine Basilikaform denkt, aber die großen Dächer der Seitenschiffe sind weit an das Mittelschiff hinaufgezogen. Man spricht deshalb auch von einer Pseudobasilika oder Staffelhalle. Die Ostpartie der Kirche ist überkuppelt und steht als Rundbau wie an die Kirche angesetzt. Der Turm daneben wirkt nicht mehr stärker. Die östliche Chorrotunde dominiert den gegliederten Baukörper klar.

Das Hauptgeschoss ist an den Ecken abgerundet. Zum Dach hin schließt es mit einem Bänderfries ab. Rundum ist es mit Pilastern und Doppelpilastern ausgestattet, zwischen denen die Fenster der Kirche eingebunden sind. Nur im Süden wird mit einem Dreiecksgiebel ein Querschiff vorgetäuscht, das im Innenraum überhaupt nicht vorhanden ist. Diese Seitenfassade wirkt dadurch frühklassizistisch.

Die Hauptfassade ist dreiachsig, das Mittelteil ist überhöht. Alles ist detailliert abgestuft, die Bauteile schwingen vor und zurück, beherrschend wirkt der monumentale Rundbogen im Mittelteil.

Sattel- und Walmdächer bedecken den gesamten Bau.

Innen

Ruhig, geschlossen und monumental geschlossen wirk das Äußere der Kirche. Im Gegensatz dazu steht der Innenraum, der überrascht durch seine Bewegtheit, seine Zierlichkeit, seine hallenartige Weite, seine Buntheit und Helle durch die teils hochrechteckigen, teils rundbogigen Fenster. Es ist faszinierend, wie jedes Bauglied, jedes gestalterische Element aufeinander abgestimmt ist und zu diesem Gesamteindruck beiträgt.

Man betritt den Innenraum durch das Westportal und wird von einem großen oval wirkenden Vorraum begrüßt, den ein Gitter aus Schmiedeeisen vom Langhaus abtrennt. Die Orgelempore darüber wird von zwei schlanken Marmorsäulen getragen.

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Innen erkennt man, dass die Kirche zwar dreischiffig angelegt ist, aber die Hallen nur zwei Joche lang sind. Mächtige Pfeiler gliedern den Bau in die Schiffe. Die quadratischen Mitteljoche überragen die seitlichen Joche dabei mehr als zwei Meter. Das ist eigenwillig. Und eigenwillig ist auch die Wölbzone. Im Osten ist die Decke fast flach, wird aber durch die Deckenmalerei so vorgestellt, als sei es eine Kuppel. Das Mittelschiff im Westen hat eine Flachkuppel, die Seitenschiffe weisen längliche Kuppelovale auf. Breite Gurtbögen trennen die Querovalkuppeln. Weil das Mittelschiff eine Überhöhung von etwas mehr als zwei Meter aufweist, denkt man an die Spätgotik, glaubt, die Kirche sei eigentlich von mittelalterlicher Architektur, dann aber barockisiert worden.

Pilaster gliedern die Wände und die Freistützen. Die Westempore schwingt in den Raum hinein und wird von Säulen getragen.

Bei günstigen Lichtverhältnissen lässt sich in der westlichen Mittelschiffkuppel ein schöner Illusionseffekt beobachten. Sie wird nämlich durch kleine Fenster direkt belichtet. Auf den Fresken ziehen die Gerechten beim Jüngsten Gericht durch ein gemaltes Tor im Felsen direkt in den Himmel ein. Auf dieses Felsentor fällt durch ein verdecktes Fenster Licht auf die Szene und betont sie.

Die Kuppel im Chor wird durch acht Stuckbänder unterteilt, die sich wie Säulen nach oben verjüngen und in einer Laterne münden, die von einem eigenen Fenster beleuchtet wird. Der Chorraum selbst ist durch Doppelpilaster gegliedert, die marmoriert sind. Ein Wandfresko von Cosmas Damian Asam? schließt das Presbyterium ab. Einen Hochaltar gibt es nicht.

Fresken und Stuck

Die Fresken und der Stuck in der Herrgottsruh sind wirklich erstrangig. Franz Xaver Feichtmayr? hat die prächtigen farbigen Roncaillen geschaffen, Das Längsoval im Chor freskierte Cosmas Damian Asam? im Jahr 1738. Da er ein Jahr später starb, ist es eines seiner letzten und reifsten Werke. Wie schon erwähnt, hat der Augsburger Matthäus Günther ab 1749 die übrigen Kuppeln ausgemalt und nach den Sturmschäden einzelne Fresken 1764 und 1772 erneuert.

Was stellen die Fresken dar? Entsprechend dem Patrozinium der Kirche ist Christus in den Mittelpunkt der Darstellungen gestellt. Einerseits werden Passion und Erlösung in den Bildern vorgeführt, andererseits zeigen die Bilder so genannte typologische Szenen, d. h. es werden alttestamentliche Begebenheiten vorgeführt, die auf ähnliche Begebenheiten im Neuen Testament hinweisen bzw. die von der christlichen Theologie als Vorausdeutung der Erlösung durch Christus verstanden werden. Ein Beispiel dazu: In den Kuppeln des nördlichen Seitenschiffs sind zwei Szenen gegenübergestellt: die alttestamentliche Szene, in der Abigail vor König David steht und die neutestamentliche Szene, in der Maria vor Christus als Fürst steht.

In der Ostwand des Chores ist das monumentale Fresko von Cosmas Damian Asam? zu sehen, das die Anbetung der Könige zeigt.

In der Kuppel der Kirche ist eine illustre Gesellschaft versammelt. Man sieht in dem Bild "Das Paradies" von Cosmas Damian Asam? Adam und Eva, den Satan, einen Araber, einen Indianer, die Tierwelt mit Schlange, Kamel, Affen, Drachen und Krokodil.

Wir finden Darstellungen der Hl. Dreifaltigkeit, der hl. drei Könige und der Schmerzhaften Maria in der Kirche. Motive der Erlösungsgeschichte bis zur Kreuzigung, Visionen des hl. Johannes aus der Geheimen Offenbarung und Bilder vom Jüngsten Gericht sind zu entdecken. Auch die Prozession der Bruderschaft der Kirche ist dargestellt. Sie wird vom Bauherren Pfarrer Maximilian Franz Dominikus von Eckher? angeführt.

Sonstige Ausstattung

Auffällig ist das Altarantependium, das der Kurfürst Karl Philipp von der Pfalz gestiftet hat. Es ist in Silber getrieben und reich mit Figuren und Ornamenten verziert. Geschaffen hat es der Augsburger Johann Georg Herkomer?.

Ebenso reich verziert sind die Nebenaltäre an den vorderen Abschlüssen der Seitenschiffe. Auf der linken Seite steht der Gnadenaltar. Darauf ist das spätgotische Gnadenbild "Unseres Herren Ruh" platziert. Manche Forscher behaupten, es sei von Gregor Erhart? geschaffen, doch kann man das nicht nachweisen. Auf der rechten Seite steht der Bruderschaftsaltar. Die Beweinungsgruppe, die er trägt, ist erstklassig und wurde um 1730 von dem fürstbischöflichen Augsburger Bildhauer Ägid Verhelst dem Älteren? ausgeführt. Dieser Holländer hat hier die nuancenreiche und raffinierte niederländische Kunst glücklich mit der Sensibilität des 18. Jahrhunderts in Bayerisch Schwaben? verbunden.

Rechts am Eingang zum Chor ist die Kanzel angebracht. Sie kam 1770 zur Ausstattung der Kirche hinzu. Ihr Korb trägt Reliefs, auf denen die Aussendung der Apostel dargestellt ist.

Das Gitter aus Schmiedeeisen unter der Orgelempore hat der Augsburger Hofschlosser Albert Biber? geschaffen, die Empore selbst stammt von dem Augsburger Stadtsteinmetz Wolfgang Schindel?.

Adresse

Wallfahrtskirche "Unseres Herren Ruh"
Herrgottsruhstr. 29
86316 Friedberg

Pfarramt Tel. 0821/601511

Lage der Wallfahrtskirche Herrgottsruh

Öffnungszeiten

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Gottesdienste

An Wochentagen ist um 7.30 Uhr keine hl. Messe mehr.

Montag: 8.30 Uhr
Dienstag: 8.30 Uhr
Mittwoch: 8.30 Uhr, 18.30 Uhr
Donnerstag: 8.30 Uhr
Freitag: 8.30 Uhr
Herz-Jesu-Freitag (1. Freitag im Monat):
8.30 Uhr, 18.30 Uhr mit anschl. Anbetung bis 20.00 Uhr
Samstag, 8.30 Uhr
Sonn-und Feiertage
7.00 Uhr, 8.00 Uhr, 10.00 Uhr
14.30 Uhr Andacht
Am 2. Sonntag im Monat Messe für alle lebenden und verstorbenen Bruderschaftsmitglieder (keine Andacht)
14.30 Uhr Bruderschaftsmesse
Montag bis Sonntag, außer Samstag
14.00 Uhr Rosenkranz-Gebet

Beichtgelegenheiten:
Mittwoch: 17.45 - 18.15 Uhr
1. Freitag im Monat: 19.15 Uhr - 20.00 Uhr
Samstag: 15.00 Uhr - 16.00 Uhr

Das Wallfahrtsbüro von Herrgottsruh
ist geöffnet Dienstag, Donnerstag und Freitag:
9.15 Uhr – 11.15 Uhr
Mittwoch 14.30 Uhr – 17.30 Uhr

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