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Verlagsgeschichte Augsburgs

Augsburg hat eine bedeutende Verlagsgeschichte und gehört zu den frühesten und wichtigsten Druckorten.

Bücher aus Augsburg: Von der Bibel bis zu Brecht

In Augsburg wurde im 16. Jahrhundert die weltweit erste Autobiographie veröffentlicht: von einem gewissen Burkhard Zink. Ab 1535 machte der in Augsburg gedruckte Roman "Schoen Magelona" Furore. Bald darauf lasen die Menschen der Neuzeit das Buch „Die Histori des Thewren Ritters Galmy auß Schottland". Der Autor Georg Wickram? rührte darin einen unterhaltsamen Sud aus Tragik, Liebe, Freundschaft und Leidenschaft auf, in dem ein jugendlicher Ritter sich in eine ältere adlige, aber leider schon verheiratete Frau verknallt, was dann sein dramatisches Schicksal ausmacht, das glücklicherweise ein Happyend hat.

Verkaufsknüller der Neuzeit waren nicht nur die Guckkasten-Bilder aus Augsburg, sondern auch die schreierischen Extra-Blätter, die über alle möglichen und unmöglichen Katastrophen, Kriegsgräuel, Sensationen aus der Natur, angstmachende Pestwellen und unmoralische Sex-Skandale berichteten und oft schon zu Image-, oder Propaganda-Zwecken genutzt wurden.

Es war der Maro-Verlag? in Augsburg der das erste Buch des berühmt berüchtigten Autors „Buk" Bukowski in deutscher Sprache als Underground-Lyrikband mit dem Titel „Gedichte von einem, der aus dem 7. Stock sprang" in den 70ern herausbrachte und den wilden Mann in Deutschland bekannt machte.

In Augsburg hat der größte deutsche Buch- und Medienhändler, die Verlagsgruppe Weltbild GmbH, den Hauptsitz. Die Gründung unter anderem Namen geht ins Jahr 1948 zurück.

Zu einzelnen Autoren

Der Autor Heinrich Heine schrieb seine aufrüttelnden und nicht gerade obrigkeitsfreundlichen Artikel gerne für die Allgemeine Zeitung (1810-1892), die in Augsburg hergestellt wurde, weil in der damaligen Freien Reichsstadt ein liberales Klima herrschte.

Karl May (1842-1912) war in Augsburg sehr beliebt. Sein Vortrag in der Stadt war total ausverkauft. Für seine begeisterten Augsburger Leser erweckte er sogar Winnetou wieder zum Leben und schrieb für die Leser zwischen Lech und Wertach den Winnetou IV., der zuerst als Fortsetzungsroman in einer Augsburger Tageszeitung erschien.

Bertolt Brecht (1898-1956), dessen Vater passenderweise Direktor einer Augsburger Papierfabrik war, veröffentlichte seine ersten Gedichte in der Schüler-Zeitung Die Ernte? und seine ersten Theater-Kritiken in der Augsburger Zeitung Volkswille? um 1919 herum. Wobei er seine sprachliche Peitsche heftig über Intendant, Regisseure, Dramaturgen und Schauspieler schwang, die aus seiner Sicht zu viel lasches Musiktheater und Friedefreudeeierkuchen-Programm zum Einlullen des Publikums boten.

Weblinks


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