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Verkehrspolitik

Allgemeines

Verkehrspolitik gehört zu den umstrittensten kommunalpolitischen Themen in Augsburg, weil der Verkehr zwar die positive Seite der Versorgung und Mobilität der Bevölkerung beinhaltet, auf der negativen Seite aber auch oft als Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität empfunden wird. Was für Augsburg stadtverträglicher Verkehr ist, wird von den politischen Parteien und betroffenen Interessengruppen oft verschieden bewertet.

Auch in Augsburg ist die Verkehrspolitik und –entwicklung von folgenden Faktoren geprägt:

  • Die Menschen sind zunehmend mobil und motorisiert.
  • Wohnort und Arbeitsort fallen immer öfter auseinander.
  • Arbeitsplätze verlagern sich mehr und mehr in Gewerbegebiete.
  • Menschen beanspruchen immer mehr Wohnraum bei zunehmender Haushaltsanzahl.
  • Der Güter- und Wirtschaftsverkehr nimmt stetig zu.

Diese und andere Entwicklungen führen zu einer ständig steigenden Verkehrsbelastung auch in Augsburg. Ohne Verkehr wäre eine Stadt zwar nicht Stadt, doch muss sich der Verkehr in einer historisch gewachsenen Stadt wie Augsburg an die Struktur dieser Stadt anpassen. Das kann nur bedeuten, dass möglichst viel Verkehr möglichst umweltfreundlich abgewickelt werden muss. Das führt zu einer Neuverteilung des Verkehrsraumes zugunsten umwelt- und stadtverträglicher Verkehrsmittel.

Geschichte

Den ersten Gesamtverkehrsplan für Augsburg beschloss der Stadtrat 1978. Das damalige verkehrsplanerische Konzept beinhaltete Fragen des Autoverkehrs?, des den ÖPNV, des Fußgängerverkehrs? und des Radfahrverkehrs?. Schon in diesem ersten Augsburger Gesamtverkehrsplan waren folgende Leitlinien enthalten:

In der Folge dieses Gesamtverkehrsplans wurde die Straßenbahn in Augsburg ausgebaut, der des ÖPNV mit Vorrangschaltungen verbessert, die Westtangente fertig gebaut, die Schleifenstraße angegangen, eine Fußgängerzone geschaffen, das Radwegenetz? ausgebaut, das Anwohnerparken? eingeführt, P+R-Plätze? angelegt, ein dynamisches Parkleitsystem eingeführt, Tempo 30-Zonen bestimmt und andere verkehrsberuhigende Maßnahmen getroffen.

1998 schrieb die Stadt Augsburg den ersten Gesamtverkehrsplan fort. Man sprach nun auch von Verkehrsentwicklungsplan für Augsburg. Ein wichtiges Ziel dieser Fortschreibung war die Reduzierung der Luftschadstoffe in Augsburg durch noch stärkere Förderung der Verkehrsarten ÖPNV, Radverkehr? und Fußgängerverkehr durch weiteren Ausbau und die Bevorrechtigung auf der Straße. Insgesamt wollte man den Augsburger Verkehr verringern, indem man Wohnen und Arbeiten näher zusammenlegen, Einrichtungen mit hohem Verkehrsaufkommen an den Stadtrand verlegen und Stadtteilzentren stärken wollte. Weiter sollten die Innenstadt und vor allem die Altstadt von Augsburg, aber auch Stadtteile und Wohngebiete von Durchgangsverkehr befreit werden. Man wollte außerdem mehr Stellplätze in der Innenstadt schaffen, um Parksuchverkehr zu vermeiden.

Im Januar 1999 fiel der Beschluss zu einem „Regionalen Nahverkehrsplan“ für den Nahverkehrsraum Augsburg. Darin war vorgesehen, das Regionalbahnangebot zu verdichten und zu regelmäßig verkehrenden Linien auszubauen. Die Regionalbahn sollte in Hauptverkehrszeiten die Stadt und das Umland alle 15 - 20 Minuten, in Nebenverkehrszeiten alle 30 Minuten verbinden. Im ländlichen Raum sollten Regionalbahnen zur Hauptverkehrszeit alle 30 Minuten und in Nebenverkehrszeiten jede Stunde verkehren. Auf Hauptachsen, die kein Bahnangebot besitzen, sollte der regionale Bus-Verkehr? ähnliche Taktangebote bringen. Stadt- und Regionalverkehr sollte an folgenden Stellen ineinandergreifen:

Details

Verkehrsentwicklungspläne legen Grundlagen im Augsburger Verkehrsbereich fest, sind dabei aber auch in übergeordnete Verkehrsnetzentwicklungen eingebettet. Solche Augsburger Verkehrsentwicklungspläne gab es z. B. für die ehemaligen amerikanischen Militärgelände in Augsburg.

Innerstädtischer Wirtschaftsverkehr ist durch beschränkte Lieferzeiten in der Fußgängerzone eingedämmt. Einen Teil des Augsburger Wirtschaftsverkehrs erledigt die Augsburger Localbahn, die auch wichtige Gewerbegebiete an die Netze der DB? anbindet und so weiteren Lastwagenverkehr auf Augsburger Stadtgebiet vermeiden hilft.

In der Verkehrspolitik fordern die GRÜNEN die Bevorzugung von Fuß-, Rad-? und Tramverkehr gegenüber dem Autoverkehr. Den Umbau des Königsplatzes bis 2013 sahen sie als Schritt in die richtige Richtung.

Augsburg hat noch immer kein modernes Netz im ÖPNV?, das Tangentialfahren zwischen den Augsburger Stadtteilen? erleichtert.

Ein besonders problematische Stelle im Augsburger Innenstadtverkehr ist nach wie vor die so genannte Ost-West-Achse (Leonhardsberg und Grottenau). Sie hat besondere Anforderungen zu erfüllen wie Einkaufen, Ein- und Aussteigen, Durchfahren, Be- und Entladen, Einfahrt zu Grundstücken … Immer wieder kommt es hier zu Konflikten und Unfällen.

Aber auch alle anderen zentralen Stadtbereich müssen viel Verkehr ertragen und sollen gleichzeitig Raum zum Flanieren, Einkaufen und Aufenthalt bieten, was nur schwer zu vereinbaren ist. Ein dynamisches Parkleitsystem? sorgt in Augsburg wenigstens dafür, dass der Autoverkehr? schnell zu freien Stellplätzen geführt wird.

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