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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e. V.

Kreisverband Augsburg

Geschichte

Anfang 1947 gründeten Überlebende des Naziterrors aus den Konzentrationslagern und Zuchthäusern, Verfolgte und Widerstandskämpfer und -kämpferinnen aller politischen Richtungen auch in Bayern die "Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes" (VVN). Als einprägsames Abzeichen wurde der "rote Winkel" gewählt – das Kennzeichen für die Kategorie der politischen Häftlinge in den Konzentrationslagern.

Ziel dieser überparteilichen Organisation war zunächst die soziale Betreuung der ehemaligen Häftlinge, die zum großen Teil unter katastrophalen Lebensbedingungen zu leiden hatten. Bis heute ist dies ein wichtiges Aufgabenfeld geblieben – etwa bei der Zwangsarbeiter-Entschädigung oder bei anderen Opfergruppen, die immer noch von der "Wiedergutmachung" ausgeschlossen sind.

Von Anfang an wollten sich die in der VVN zusammengeschlossenen Verfolgten aber nicht auf die soziale Hilfeleistung beschränken. War und ist doch das Leitmotiv der Organisation der Schwur der befreiten Gefangenen des KZ Buchenwald: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel." Ihre Erfahrungen und ihr moralisches Gewicht wollten sie einbringen in die Neugestaltung dieses Landes.

So engagierten sich die Mitglieder der bayerischen VVN in vielen Aktionen gegen die Wiedereinsetzung der alten Nazis, gegen das Wiedererstehen faschistischer Organisationen, gegen Wiederbewaffnung und atomare Aufrüstung – und immer wieder gegen die "Verdrängung" der Geschichte.

1971 erweiterte sich die VVN zum "Bund der Antifaschisten" (seit 1996 "Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten"). Damit konnten nun auch Menschen, die nicht selbst verfolgt waren, Mitglied der Vereinigung werden.

Der Verein heute

Auch heute ist die Entschädigung aller NS-Opfer ein wichtiges Ziel des Vereins. Darüber hinaus will man aber verhindern, dass die Geschichte von Verfolgung und Widerstand in der Nazizeit vergessen wird. Auch das ehrende Andenken an die Widerstandskämpfer gehört dazu. Unabhängig von Hautfarbe und Herkunft setzt sich der Verein für die Gleichbehandlung von Menschen in Deutschland und besonders Augsburg ein. Die Veränderung des Asylrechts in Richtung auf mehr Humanität ist zusammen mit der Herstellung von sozialer Gerechtigkeit im lokalen und globalen Maßstab ein weiteres wichtiges Ziel, für dessen Erreichung sich der Verein heute einsetzt.

Viele dieser Ziele sucht der Verein über seine Webseite zu erreichen. Wer sich über die Zeit des Dritten Reiches in Augsburg informieren will, kommt an ihr nicht vorbei. Hier finden sich verdrängte und in der offiziellen Stadtgeschichtsschreibung so nicht auftauchende Fakten und Erinnerungen, die es zu bewahren gilt. Eine Rubrik "Jahrestage" weckt die Erinnerung an düstere Kapitel der deutschen und Augsburger Geschichte, die Rubrik Portraits zeigt, dass es auch in Schwaben und Augsburg mutige Widerstandskämpfer gab, ein auf die örtliche Erinnerungsarbeit bezogener Stadtführer, der auf Johanna Corniels? zurückgeht, zeigt, wie sehr Augsburg Stadt der Nazis und des Widerstands war, und die Rubrik Literaturtipps weist auf Bücher zu Verfolgung und Widerstand hin, die sich mit der Lokalgeschichte beschäftigen.

Kontakt

Es gibt einen regelmäßigen Monatstreff der VVN-BdA Kreisverband Augsburg, zu dem jede(r) eingeladen ist:

jeden letzten Dienstag im Monat um 19:30 Uhr, der Ort des Treffens in Augsburg ist auf der Homepage des Vereins zu erfahren.

E-Mail: vvn_augsburg(@)web.de

Weblinks


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