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Urban Gardening

Allgemeines

auch Urbaner Gartenbau; meist kleinräumige gärtnerische Nutzung städtischer Flächen oder in ihrem nahen Umfeld

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Urban Gardening als Sonderform des Gartenbaus gewinnt in der Region Augsburg immer mehr Anhänger. Denn die nachhaltige Bewirtschaftung gärtnerischer Kulturen, die umweltschonende Erzeugung von Naturprodukten und der bewusste Konsum von Lebensmitteln sind Trend. Für Augsburger ist die lokale Nahrungsmittelherstellung oder der ortsnahe Konsum eine Möglichkeit, Transportwege und Umweltverschmutzung zu vermeiden. Durch Urban Gardening erfolgt ein lokales Recycling von Abfällen und Abwassern. Lokale Spezialitäten können gepflegt und ausgebaut werden. Für ärmere Menschen – siehe Armut in Augsburg – ist Urban Gardening eine Möglichkeit der Subsistenzwirtschaft und erspart manchem die Augsburger Tafel. Ganz nebenbei ist der Gartenbau in der Stadt auch noch ein Beitrag zur Artenvielfalt, zur nachhaltigen Stadtentwicklung?, zur Bildung und Sensibilisierung für einen alternativen Lebensstil. Und nicht zu vergessen: Urban Gardening kann das Mikroklima verbessern.

In den Zeiten vor der Industrialisierung hatte auch Augsburg viele Gartenanlagen, in denen die Stadtbewohner Nahrungsmittel, vor allem verderbliche Nahrungsmittel anpflanzten, war doch die Frischhaltung ein großes Problem. Aber auch heute stellen sich Herausforderungen für Städte wie Augsburg, deren Bevölkerung vornehmlich auf die Versorgung von Außen angewiesen ist: Verderbliche Lebensmittel werden in heutigen Lagerbeständen von Supermärkten? nur noch etwa drei Tage zum Verkauf vorgehalten. Das bedeutet, dass Naturkatastrophen oder Streiks zu Engpässen der Versorgung führen können.

Während an der Humboldt-Universität Berlin schon 2003 eine erste Professur für Urbanen Gartenbau eingerichtet wurde und Bamberg? das vom Bund geförderte Modellprojekt Urbaner Gartenbau hat, ist in Augsburg Urban Gardening noch weitgehend auf Privatpersonen und private Initiativen angewiesen, die sich für einen zeitgemäßen städtischen Gartenbau engagieren – sieht man von den Kleingartenanlagen in Augsburg ab.

Wichtige Formen des Urban Gardening sind:

Geschichte

Details

Urban Gardening soll nach einer Einarbeitungszeit nur zwei bis drei Stunden in der Woche erfordern und für alle Generationen, vor allem aber Familien mit Kindern geeignet sein. Gärtnern hat auch eine soziale Dimension, denn man lernt andere Gärtner kennen, begeht Feste und Partys.

Einige der Projekte Urban Gardening in der Region Augsburg verschicken Newsletter an ihre Pächter bzw. Mitglieder, andere informieren etwa über Whatsapp-Gruppen. Natürlich kostet es Geld, einen Garten zu mieten und zu bebauen. Die meisten Urban-Gardening-Projekte halten jedoch Gartengeräte vor. Und auch Wasser ist kostenlos vor Ort.

Meine Ernte: 2016 wurden 25 Parzellen am Stadtrand von Friedberg an Hobbygärtner verpachtet. Die Flächen waren mit Bohnen, Radieschen, Mangold, Kürbis etc. vorbepflanzt, doch kann ein freier Teil mit Wunschpflanzen bestückt werden. Weil sich mehr Pächter meldeten, plante man für 2017 50 Parzellen zu verpachten. Meine Ernte gibt es seit 2010, heute Meine Ernte in 30 Städten verbreitet.

Projekt Sonnenäcker der Organisation Unser Land: Auch hier können Städter Gartenfläche pachten und sie bepflanzen, wie sie es wünschen. Die Flächen lagen 2016 in Friedberg-West, Neusäß und Täfertingen?.

Weblinks


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