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UPM

Früher UPM-Kymmene Oyj. Eine weltweit operierende aus Finnland stammende Aktiengesellschaft, die an der Börse in Helsinki und New York notiert ist. Die Firma stellt Papier, Zellstoff und Holzprodukte her. Durch den Kauf der Haindlschen Papierfabriken, größter deutscher Papierhersteller, im Jahre 1999 versuchte die Firma einen Schritt auf dem Weg zur Marktbeherrschung zu machen. Obwohl Zeitungsverleger aus ganz Europa gegen diesen Kauf Sturm liefen, genehmigte ihn die Brüsseler EU-Kommission.

Die Finnen übernahmen die Geschäfte bei den Haindlschen Papierfabriken am 1. Dezember 2001 und integrierten sie in der Folge in den weltweiten Firmenverbund.

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Allgemeines

UPM ist ein weltweit agierendes Bio- und Forstindustrie-Unternehmen. Laut Eigendarstellung gibt es drei "Business Groups": Energy & Pulp, Paper und Engineered Materials. Das Unternehmen beschäftigt rund 24.500 Mitarbeiter und betreibt Produktionsstätten in 16 Ländern. Im Jahr 2010 verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 10,4 Mrd. Euro. Firmensitz ist Helsinki, Finnland.

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Der Geschäftsbereich "Energy and Pulp" besteht aus Forstwirtschaft, Holzbeschaffung, Nutzholz-Geschäft sowie Entwicklung und Herstellung von Biobrennstoffen. Der Bereich "Paper" meint das Magazin-, Fein-, Spezial- und Zeitungsdruckpapiergeschäft. "Engineered Materials" besteht aus den Bereichen Etikettenmaterialien, Sperrholz, Holz-Kunststoff-Verbundmaterialien und RFID. Im Jahr 2009 hat der Konzern einen Umsatz von 7,7 Mrd. Euro erwirtschaftet.

Der UPM-Standort Augsburg liegt am Rand des Stadtzentrums von Augsburg, wo Lech und Wertach zusammenfließen. Im Augsburger Werk von UPM arbeiten rund 500 Mitarbeiter. Insgesamt sind am Standort Augsburg etwa 700 Menschen beschäftigt. Auf zwei Papiermaschinen können jährlich bis zu 530.000 Tonnen ungestrichene und gestrichene, satinierte Rollendruckpapiere für Zeitschriften, Zeitungsbeilagen, Werbeprospekte sowie Verkaufs- und Versandkataloge produziert werden.

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Neben Altpapier setzt man im Werk auch Rundholz (überwiegend schwaches Durchforstungsholz aus der Region) und elementar und total chlorfrei geblliechten Zellstoff ein, der aufbereitet aus Finnland und Tschechien kommt. Naturprodukte (z. B. Kaolin, Calciumcarbonat ...) werden als Füllstoff und Streichpigment eingesetzt, PCC (präzipiertes Calciumcarbonat) kommt aus dem UPM-Werk Schongau?. Um die zwei Papiermaschinen des Augsburger Werkes mit Rohstoff zu versorgen, wird in einer Anlage grafisches Altpapier aufbereitet und in einer Schleiferei aus Rundholz Holzschliff hergestellt. Eigene Tiefbrunnen versorgen das Werk mit Wasser, geklärt wird das Abwasser in einer Kläranlage? der Stadt Augsburg. Ein eigenes Heizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung) versorgt das Werk zum Teil mit Strom, allerdings muss auch Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden.

Heute ist der Standort Augsburg Zentrale des Papiergeschäfts von UPM - nicht Helsinki. Denn UPM wertete Augsburg im Lauf der Übernahmejahre deutlich auf, weil hier die meisten Kunden und Papiermaschinen beheimatet sind. Neben dem Geschäft mit dem Papier versucht UPM in den letzten Jahren stärker andere Märkte zu erschließen. So baute man in Finnland eine Fabrik zur Erzeugung von Biodiesel, man experimentiert mit Zellstoff und Kunststoffpolymeren und fertigt Designmöbel und Autokarosserien.

Geschichte

UPM-Kymene Oyj wurde im Jahr 1996 durch den Zusammenschluss der Unternehmen Kymmene Oy (1872), Repola Oy (1990) und Yhtyneet Paperitehtaat (1920) gebildet.

Bis zum Jahr 2001 ist die Geschichte des UPM Standortes Augsburg die Geschichte der Haindl´schen Papierfabriken, denn UPM übernahm damals das Werk von der Familie Haindl.

Erst Anfang 2003 wurde die ehemalige Haindl Papier GmbH & Co. KG mit ihren drei Standorten in Augsburg, Schongau und Schwedt/Oder in UPM-Kymmene Papier GmbH & Co. KG umbenannt. Gleichzeitig kam es zu Veränderungen in der Geschäftsführung der deutschen UPM-Kymmene. Im Zuge der Umstrukturierungen hat es keine Kündigungen gegeben; die Beschäftigtenzahl an allen drei deutschen Standorten blieb nahezu stabil.

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Nach der Übernahme begann UPM damit, das Augsburger Werk und die weltweite Firmengruppe für die digitale Revolution zu rüsten. Während 2007 das Jahr mit dem höchsten Verbrauch an Papier weltweit war, ging danach der Papierverbrauch kontinuierlich leicht zurück. In Augsburg reagierte man darauf damit, dass man alte Papiermaschinen oder Papiermaschinen, die kein Altpapier verarbeiten können, aus der Produktion nahm. Darüber hinaus begann man darüber nachzudenken, was man mit Holz noch alles machen könnte, außer Papier herzustellen: Biochemikalien, Biokraftstoffe, Holz-Kunststoffverbindungen sind die Themen dieser Überlegungen.

Man begann sich darüber hinaus für den "Cluster Forst und Holz in Bayern" zu engagieren und die strategischen Überlegungen mit Geschäftspartnern und Kunden, mit Waldbesitzern, Transporteuren, Weiterverarbeitern, Vertretern der Sägeindustrie und Bauunternehmern auszutauschen.

2008 realisierten UPM-Kymmene und die Augsburger Localbahn zur Altpapierversorgung der UPM-Werke in Augsburg ein bimodales Terminal Straße - Schiene im Ring-Bahnhof der Augsburger Localbahn. Aus ganz Europa wird seither Altpapier per Bahn im Einzelwagensystem zum Knoten Augsburg befördert und per LKW den UPM-Werken als Rohstoff zugeführt. Dadurch wurden reine Straßentransprote auf die Schiene verlagert und auf den Hauptlaufstrecken ungefähr 2.000 LKW-Fahrten pro Jahr vermieden.

2009 musste aufgrund der Nachfrageentwicklung für Papier für Teile der Augsburger UPM-Belegschaft Kurzarbeit beantragt werden.

Antalis?, ein marktrelevanter Papiergroßhändler, gab Anfang Juli 2011 bekannt, seine 13. Niederlassung in Augsburg aufbauen zu wollen. Die Firma arbeitete schon zuvor mit der Augsburger Papierfabrik UPM auch im Umweltbereiche zusammen. So wurden für Anwender und Einkaufsverantwortliche zu diesem Thema schon gemeinsame Workshops durchgeführt.

Anfang August 2011 wurde bekannt, dass UPM für 900 Millionen Euro den Konkurrenten Myllykoski übernahm.

Anfang September 2011 gab die Firmenleitung von UPM einen großen Stellenabbau in Europa bekannt. Insgesamt plante man die Streichung von 1170 Stellen in Europa. In Deutschland betraf die Streichung vor allem den Standort Ettringen, der von dem finnischen Unternehmen Myllykosi übernommen worden war, wo nach Plan 60 Stellen wegfallen sollten, weil man dort eine Papiermaschine komplett abschaltete. Am Standort Augsburg sollten laut Plan jedoch Stellen geschaffen werden, um die Auftragsabwicklung und die Logistik zu verbessern. Als Hintergrund für den Personalabbau gab die Firma Papier-Überkapazitäten in Europa und Nordamerika an.

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2013 sank in Europa un Nordamerika der Umsatz von UPM gegenüber dem Vorjahr um etwa zehn Prozent und lag nur noch bei knapp 5,6 Milliarden Euro. Während 2001 UPM noch mehr als 36.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigte, waren es 2014 weltweit nur noch etwa 21.000. Grund für den Personalabbau war die digitale Revolution, die z. B. auch in Ettringen? zur Stillegung von zwei von drei Papiermaschinen führte.

Details

Die Fläche des Augsburger Werks nimmt etwa 22 Hektar ein, wovon ungefähr 80 Prozent bebaut oder versiegelt sind. In Augsburg arbeiteten 2014 rund 700 Menschen für UPM, davon 450 in der Herstellung. Dort stehen zwei Papiermaschinen, die pro Jahr bis zu 490.000 Tonnen produzieren könnten, darunter die PM3 mit ihrer beeindruckenden Länge von 200 Metern, die in der Magazin- und Katalogherstellung damals als technologisch weltweit führend galt.

Im Werk Ettringen? beschäftigte UPM damals noch 220 Menschen. Dort arbeitete nur noch eine Papiermaschine, während eine zweite Strecke für die Produktion von Verpackungsmaterial ausgebaut wurde. In Schongau? waren noch etwa 540 Menschen für UPM tätig. Dort stellte man vor allem Zeitungsdruckpapier her.

Umweltschutz

Laut Umweltbilanz des Unternehmens von 2008 werden zur Überprüfung von Umweltrichtlinien regelmäßig Messungen von Lärm-, Abluft- und Geruchsemissionen durchgeführt. 2008 wurden mehr als 98 % der werkseigenen Abfälle wiederverwertet.

Als Teil der Bio- und Forstindustrie hat UPM Nachhaltigkeit in der eigenen Unternehmenskultur verankert. UPM ist der größte Hersteller von grafischen Papieren weltweit. Dies erfordert neben dem Rohstoff Holz auch große Mengen an Wasser. UPM optimiert durch moderne effiziente Maschinen diesen Ressourceneinsatz. Rund ein Drittel Altpapier ist in den Endprodukten verarbeitet, zwischen 600 und 700 Tonnen Altpapier werden täglich verarbeitet. Der Abfall von gestern ist der Rohstoff von heute. Produkte werden aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt und sind wiederverwertbar.

Zertifizierungen

1995 erfolgte die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001.

1997 folgte die Zertifizierung des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001. Auch die Validierung nach der EG-Öko-Audit-Verordnung liegt vor. Die Firma führt alle drei Systeme zu einem integrierten Managementsystem zusammen und erweitert es zusätzlich um den Bereich des Arbeitsschutzes. Jedes Jahr werden die Wiederholungsaudits erfolgreich abgelegt.

2002 wurde das Arbeitsschutzmanagementsystem bei UPM Augsburg nach OHSAS 18001 zertifiziert.

Seit 2004 nimmt der Standort an dem Zertifizierungsaudit Chain-of-Custody nach PEFC sowie seit 2008 nach FSC teil.

Adresse

UPM GmbH
Georg-Haindl-Straße 4
86153 Augsburg

Tel. 0821/3109-0
Fax. 0821/3109-156
E-Mail: info.augsburg(@)upm-kymmene.com

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