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Tuiach, Silvano

Einer der bekannteren Augsburger Kabarettisten.

Leben

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Geboren ist Silvano Tuiach in Augsburg. Seine Eltern stammen aus Italien. Der Vater kam als Kriegsgefangener im Jahr 1945 nach Augsburg, holte seine Frau nach Augsburg und die Familie blieb anschließend hier. Zunächst in Augsburg- Oberhausen, dann in Diedorf - Vogelsang?. Als Silvano Tuiach eingeschult wurde, zog die Familie nach Neusäß - Steppach, damit der Kleine nicht jeden Tag über den Sandberg? zur Schule gehen musste.

Nach dem Abitur studierte Silvano Tuiach. Er schloss das Studium 1980 mit dem Magister in Literaturwissenschaften und Philosophie ab. Nebenfächer waren Amerikanistik und Psychologie. Abitur und Studium absolvierte er auf dem zweiten Bildungsweg und war schon 30 Jahre alt, als er die beiden Magistertitel hatte.

Literaturkurse an der Augsburger Volkshochschule? waren die ersten Aktivitäten, mit denen Silvano Tuiach an die Öffentlichkeit trat. Zusammen mit Bernhard Leitenmaier und Arno Löb baute er in den 80er Jahren an der VHS Augsburg? ein kleines Theater auf.

1984 erfolgte mit Werner Szugat? und Andreas Diebold die Gründung von "Kabarett Geisterfahrer". Im April 1984 war der erste Auftritt dieses Kabaretts. 1985 kam Susann Michaelsen? zu den "Geisterfahrern".

Weil 1989 Werner Szugat? und Andreas Diebold die "Geisterfahrer" verließen, absolvierte Silvano Tuiach in den Jahren von 1989 bis 1992 mit Susann Michaelsen? allein drei Programme und entdeckte bei Theaterworkshops zwei junge Talente: Gabriella Koch? und Roland Krabbe?, mit denen er in den Jahren 1992 und 1993 in dem Stück "Emotional, aber nicht pervers" gemeinsam auf der Bühne stand.

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1994 nahm Silvano Tuiach eine Auszeit von der Bühne und ging nach Afrika, kehrte aber 1998 wieder zurück und startete im Oktober des gleichen Jahres als One-Man-Show mit "Problemzone Hirn" seine kabarettistischen Auftritte.

2000 bis 2001 trat er gemeinsam mit Gabriella Koch?, Roland Krabbe? und dem Musikduo Liliput? mit dem Stück "Schupfnudelparadies" auf. Gabriella Koch? und Roland Krabbe? nannten sich damals schon Herr und Frau Braun?.

Im Herbst 2001 hieß Silvano Tuiachs Stück, mit dem er auftrat, "Himmel und Hölle". 2004 präsentierte er mit "homo singulus" ein neues Programm. 2007 präsentierte er das Programm "Oben ohne".

Auf "Oben ohne" folgte das Programm "Reine Nervensache". Darin schlüpft Silvano Tuiach in die Rolle des Herrn T., der im Wartezimmer eines Neurologen sitzt, der ideale Ort, um über die Kuriositäten des Gesundheitssystems und vieles andere nachzudenken bzw. im Gespräch mit dem Neurologen zu behandeln.

Wirken

In Augsburg und in der Umgebung eines Radiusses von etwa 50 Kilometer ist Silvano Tuiach sehr beliebt und tritt mit seinen wechselnden Kabarett-Programmen auf. Heute muss man als Kabarettist aber auch das Fernsehen im Hintergrund haben, um überregional bekannt zu werden. Und ein Lokalstudio des BR? gibt es in Augsburg nicht. Vielleicht ist das der Grund, warum im bayerischen Fernsehen die Kabarettisten aus Oberbayern? und Franken? dominieren, wo es Lokalstudios gibt. Aber auch ohne die Unterstützung des Fernsehens erreicht Silvano Tuiach mit seinen Auftritten ein großes Publikum. So hatte er mit seinem Programm "Oben ohne" in 72 Veranstaltungen mehr als 23.000 Zuschauer.

Silvano Tuiach kam über Umwege zum Kabarett. Er war 1980 mit dem Studium fertig und brauchte einen Job. Deshalb bewarb er sich bei der Augsburger Volkshochschule?, wo er genommen wurde und unterrichtete und wie oben geschildert zum Kabarett kam.

Zum 25. Todestag von Bertolt Brecht im Jahr 1981 organisierte Silvano Tuiach ein kleines Brecht-Projekt an der Volkshochschule? mit Theaterstücken. Das brachte ihn zum Theater.

Ab etwa 2002 arbeitete Silvano Tuiach bei RT1? als "Herr Ranzmayr". Mit dieser Figur verkörpert er den gemeinen Schwaben und Augsburger, wie er leibt und lebt. Als Herr Ransmayr spricht er - im Gegensatz zu seinen sonstigen Auftritten - das Lechschwäbische perfekt (auch "Datschi-Slang" genannt), den O-Ton der Augsburger Region.

Bei allem, was Silvano Tuiach kabarettistisch macht, hat er das Ziel gute Unterhaltung zu liefern, die Menschen zum Lachen zu bewegen, sie zu amüsieren, so dass sie mit einem guten Gefühl aus seiner Show gehen.

Pro Jahr bringt Silvano Tuiach etwa 70 bis 75 Vorstellungen hinter sich, bei denen er etwa 15 - 20.000 Menschen erreicht. Dazu kommen im Jahr noch zwei bis drei große Benefizveranstaltungen.

Diskografie

  • "... des hätts früher net gäbn!", CD (ausverkauft)
  • I sag's wie's is, CD (ausverkauft)
  • Ranzmayrs Stammtisch, CD (erhältlich im Medienzentrum beim AZ-Kartenservice)

Preise und Auszeichnungen

Weblinks


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