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Tourismus-Statistik

Allgemeines

Die Tourismus-Statistik Augsburgs und der Region wird jährlich vom Bayerischen Landesamt für Statistik? erhoben.

Geschichte

1990er Jahre

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1991 hatte Augsburg etwa 487.200 Gäste, die hier übernachteten.

Ab 2000

2006 hatte Augsburg einen touristischen Umsatz von rund 816 Mio. Euro und ein Gesamteinkommen des Tourismus in der Region Augsburg von 370 Mio. Euro. Damit hatte der Tourismus in der Region Augsburg einen Anteil von über 2,5 % am Volkseinkommen. Kulturell motivierte Tagesausflüge in die Region Augsburg brachten rund 710 Mio. Euro Bruttoumsatz. Er beinhalte rund 120 Mio. Euro Umsatz der Kultur orientierten Tagesgäste. 4,2 Mio. Kulturausflügler, die der Region Augsburg einen Besuch abstatteten, gaben im Schnitt 28,50 Euro pro Tag und Person aus. Durch den kulturorientieren Tagestourismus in die Region Augsburg kamen etwa 56 Mio. Euro an Umsatz zusammen. Gleichzeitig gab die Stadt Augsburg für Kultur etwa 22 Mio. Euro im Jahre 2005 aus.

2007 übernachteten etwa 600.000 Gäste in Augsburg und buchten etwa 1 Mio. Übernachtungen.

2009 zählte die Wirtschaftsregion Augsburg? einen Umsatz im Tourismus von 820 Mio. €. Die Branche hatte etwa 20.000 Beschäftigte, was etwa 10 % der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer betrug. In Augsburg selbst trug der Tourismus 3,39 % zum Volkseinkommen bei, also etwas mehr als in Bayern allgemein (3,37 %).

Im 1. Halbjahr 2010 konnte Augsburg im Bereich Städtereisen stark zulegen. 18,8 Prozent Zuwachs verzeichnete die Statistik für die Fuggerstadt bei den Ankünften, und sogar 23,10 Prozent sind es bei den Übernachtungen. Zum Vergleich: Für Berlin sind Zuwächse von 11,7 beziehungsweise 14,2 Prozent erfasst, München registriert Pluszahlen von 11,9 und 12,6 Prozent. Auch der Blick auf vergleichbare bayerische Reiseziele sah Augsburg stärker wachsen. In der Frankenmetropole Nürnberg wurden 9,9 Prozent Plus bei den Ankünften und exakt 10 Prozent bei den Übernachtungen gezählt, in Würzburg waren es 6,2 beziehungsweise 3,3 Prozent, in Regensburg? 14 (Ankünfte) und 12,3 Prozent (Übernachtungen). Der gesamtbayerische Tourismus registrierte ein Plus von 6,5 Prozent bei den Ankünften und von 3,6 Prozent bei den Übernachtungen.

Für Augsburg trugen zwei neue Hotels mit rund 400 Betten zur massiven Steigerung der Übernachtungszahlen bei: Das Etap? an der Bürgermeister-Ackermann-Straße? ebenso wie das B&B? an der Haunstetter Straße. Die Regio Augsburg Tourismus GmbH führte die positiven Zahlen darüber hinaus darauf zurück, dass die Profilbildung im Städtetourismus aufging: Das Thema Fugger greife schon seit Längerem, mit dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum? sei ein neuer Impulsgeber für Augsburg hinzugekommen. Ebenfalls positiv war die Zusammenarbeit mit diversen Tourismuskooperationen. Die Romantische Straße feierte 2010 ihren international beworbenen 60. Geburtstag, die Städtekooperation mit den Historic Highlights of Germany? greife, und die Deutsche Zentrale für Tourismus in Mailand sei wesentlich dafür verantwortlich, dass italienische Touristen im Renaissancerathaus oder in der Fuggerei kaum zu übersehen sind.

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In diesem ersten Halbjahr 2010 wuchsen die Übernachtungen von Chinesen und Gästen aus Hongkong in Augsburg so stark, dass die Regio Augsburg Tourismus GmbH zum ersten Mal eine Mitarbeiterin aus China einstellte, die freiberuflich das Marketing für die Fuggerstadt in China betreut und sich in Augsburg um Gäste aus dem „Reich der Mitte“ kümmert. Auch immer mehr Norweger, Polen und Schweden besuchten die Stadt am Lech. Nach wie vor der stärkste Auslandsmarkt war jedoch Italien (6.361 Übernachtungen im ersten Halbjahr 2010).

2013

Trotz zahlreicher Bausstellen, die einen großen Teil des Stadtgebietes von Augsburg einnahmen, konnten im ersten Halbjahr 2013 mit einem Zuwachs von 6 % bei den Gästeankünften und einem Plus von 4,2 % bei den Übernachtungen gute Ergebnisse erzielt werden.

Dass viele ausländische Touristen Augsburg auf Ihrem Reiseplan haben liegt sicherlich daran, dass Augsburg an der Romantischen Straße, einer der bekanntesten deutschen Ferienstraßen, liegt. Ein weiterer Grund für das große Tourismusaufkommen ist aber auch, dass Augsburg eine der ältesten Städte Deutschlands ist und in dieser Hinsicht viel zu bieten hat. Als Reiseziel ist Augsburg vor allem für Italiener interessant: Es liegt nicht allzu weit entfernt und erinnert mit seinen Brunnen, Gebäuden und Plätzen an das eigene Land. Beliebt sind aber auch das Fuggerthema mit spannenden Bezügen zu Italien und das römische Augsburg. Auch ein enormer Zuwachs der spanisch sprechenden Gäste ließ sich in Augsburg verzeichnen, rund 17,2 % bei den Ankünften und rund 18,1 % bei den Übernachtungen steigerten das Ergebnis bis Juni zum Vorjahr. Dieser enorme Anstieg war auch darauf zurückzuführen, dass das Originalgemälde der Augsburger Knotenlöserin in der Wallfahrtskirche Sankt Peter am Perlach für Besucher aus Südamerika eine wichtige Attraktion in Augsburg darstellte. Eine Kopie dieses Gnadenbildes befindet sich in Bueonos Aires. Aufgrund des günstigen Wechselkurses waren Augsburg und die Region auch für Schweizer ein attraktives Reiseziel.

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Augsburg gehört neben Mitgliedern wie Heidelberg, Regensburg?, Würzburg, Münster oder Rostock zu den Historic Highlights of Germany, der neben den zehn Magic Citys deutschlandweit bedeutendsten städtetouristischen Marketingkooperation. Über die HHoG ist Augsburg in wichtigen Auslandsmärkten positioniert: Schwerpunkte sind Länder wie die USA, Japan und Italien. Der Markt der ausländischen Gäste machte im ersten Halbjahr 2010 rund ein Viertel der Gästeankünfte und Übernachtungen in der Fuggerstadt aus.

Abschließen konnte Augsburg das Jahr 2013 mit einer Milliarde Euro Umsatz im Tourismus, was einen Zuwachs von jeweils 5,1 % bei den Übernachtungen und bei den Gästeankünften für das Gesamtjahr bedeutete. Auch im Landkreis Augsburg wurde 2013 eine Steigerung von 0,4 % bei den Ankünften und 2,4 % bei den Übernachtungen im Jahr 2013 verzeichnet. Im Landkreis Aichach-Friedberg gab es 2013 einen Zuwachs von 8,1 % bei den Gästeankünften und 11,2 % bei den Übernachtungen. Ein möglicher Grund dafür war das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest. Daraus ging hervor, dass Augsburg im Jahr 2013 mit einem Bekanntheitsgrad von 63,3 % sogar vor den bayerischen Welterbestädten Würzburg und Regensburg? lag.

2014

Eine bis 2016 nicht veröffentlichte Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e. V. an der Universität München (dwif e.V.) – erstellt im Auftrag der IHK Schwaben und der Regio Augsburg Tourismus GmbH – evaluierte auf der Grundlage von Statistiken aus dem Jahr 2014, was der Tourismus der Fuggerstadt Augsburg einbringt. Das Ergebnis: viel Geld – mehr als eine halbe Milliarde Euro. Unterm Strich brachten Geschäftsreisende, Kongressbesucher und „klassische“ Touristen im Jahr 2014 insgesamt 506,0 Millionen Euro zusätzlich in die Stadt.

2014 betrug der durch Übernachtungsgäste verursachte Gesamtumsatz in der Fuggerstadt 128,0 Millionen Euro. Davon profitierte das Gastgewerbe, also die Beherbergungsbetriebe und Gaststätten, mit 73,0 Millionen Euro naturgemäß am stärksten. Für das Marktsegment der Dienstleister fielen 21,8 Millionen Euro ab, 33,2 Millionen Euro setzten Übernachtungsgäste im Einzelhandel um. Die Studie zeigte auch, wie sehr es sich lohnte, um die wirtschaftlich zumeist massiv unterschätzten Tagesbesucher zu werben. Gewerbliche und private Tagesreisende generierten 2014 in Augsburg einen Gesamtumsatz von 378,0 Millionen Euro. Mit 196,5 Millionen Euro Umsatz profitierte der Einzelhandel von den Ausgaben der Geschäftsreisenden, Bustouristen und Individualgäste am stärksten. Dienstleistern spülten die Tagesbesucher 94,5 Millionen Euro in die Kassen, dem Gastgewerbe brachten diese Gäste 87,0 Millionen Euro.

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Die Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung von den Monaten Januar bis März belegten, dass Augsburg bei den Gästeankünften im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 8,3 % verzeichnete. Bei den Übernachtungen lag bis März ein Plus von 5,7 % vor. Auch für beide Landkreise um Augsburg ließen sich Zuwächse verzeichnen, rund 3,8 % bei den Gästeankünften und sogar 9,8 % bei den Übernachtungen steigerten das Ergebnis bis März im Landkreis Aichach-Friedberg im Vergleich zum Vorjahr. Der Landkreis Augsburg erzielte bei den Gästeankünften ein Plus von 3,1 % und das, obwohl in Bayern insgesamt sogar rückläufige Zahlen registriert wurden (-0,8 % bei den Ankünften im Vergleich zum Vorjahr und -3,5 % bei den Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr).

Im September 2014 gab die Regio Augsburg Tourismus GmbH in einer Pressemitteilung bekannt, dass der Städtetourismus in Augsburg weit über dem Bayern- und Bundesdurchschnitt boome, Augsburg erhebliche Zuwächse bei den Gästeankünften und Übernachtungen im ersten Halbjahr 2014 zu verzeichnen hatte. Als Gründe wurden das Kongresszentrum Kongress am Park mit seinen Veranstaltungen, die Heimspiele des FC Augsburg mit tausenden Gästefans, viele Geschäftsreisende und nicht zuletzt der ohnehin boomende Städtetourismus genannt. 243.745 Gästeankünfte in den Monaten Januar bis Juli 2014 bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 8,5 Prozent. 418.864 Übernachtungen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2014 machen gegenüber 2013 ein Plus von 5,6 Prozent aus.

Am Ende lagen die Augsburger Zuwächse im Jahr 2014 durchschnittlich bei einem Plus von 7,0 Prozent bei den Gästeankünften (436.112 Gäste wurden 2014 registriert) sowie von 3,9 Prozent bei den Übernachtungen (745.962 übers Jahr 2014). Damit lag die Fuggerstadt über dem Durchschnitt bayerischer bzw. schwäbischer Tourismuszahlen. Während Bayern insgesamt bei den Gästeankünften ein Plus von 2,7 Prozent und bei den Übernachtungen von 1,3 Prozent verbuchen konnte, lag der Zuwachs bei Übernachtungen im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben (bei ebenfalls 2,7 Prozent mehr Gästen) bei 0,1 Prozent.

2014 lag der Anteil an ausländischen Übernachtungsgästen laut Bayerischem Landesamt für Statistik bei 24,5 Prozent.

2015

Im Juni 2015 meldete das Bayerische Landesamt für Statistik für Januar bis April 2015 einen Rückgang von 5, 3 Prozent bei Übernachtungen im Landkreis Augsburg gegenüber den entsprechenden Monaten im Vorjahr. Götz Beck, Tourismusdirektor der Regio Augsburg Tourismus GmbH, führte das auf die Schließung von Beherbergungsbetrieben zurück: Nur noch knapp 60 solcher Betriebe waren im Landkreis Augsburg geöffnet. Und seit 2012 sank die Anzahl der angebotenen Betten um fast 340.

Von der Industrie- und Handelskammer Schwaben wurde 2015 auf Grundlage von Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik die touristische Entwicklung Augsburgs von 2005 bis 2015 berechnet. Die Zahlen zeigten, dass Augsburg (plus 65,6 %) in diesem Zeitraum nur von der Landeshauptstadt München (plus 68,3 %) übertroffen wurde und damit bei der Wachstumsdynamik deutlich vor Nürnberg (plus 54,0 %) und weit vor den Tourismusstädten Regensburg? und Würzburg lag. In den Jahren von 2005 bis 2015 lag der bundesweite Zuwachs bei den Übernachtungen im statistischen Mittel bei 26,8 Prozent, so die Auskunft der Deutschen Zentrale für Tourismus. Der Zuwachs bei den Übernachtungen in der Region Augsburg im selben Zeitraum (2005: 959.090 Übernachtungen, 2015: 1.336.703) lag dagegen bei 42,5 Prozent: Die Wachstumsdynamik in der Region Augsburg war also um mehr als ein Drittel stärker als in Gesamtdeutschland.

Wirklich außergewöhnlich war die Wachstumsdynamik bei den Übernachtungszahlen vor allem in der Großstadt Augsburg. Denn mit einem Plus von 65,6 % übertraf Augsburg die bundesweit erhobene Wachstumsdynamik bei den Übernachtungen von durchschnittlich 26,8 % deutlich. Der Augsburger Zuwachs im Vergleichszeitraum (2015: 764.375 Übernachtungen gegenüber 461.467 im Jahr 2005) lag in Relation damit 144,8 Prozentpunkte über der deutschlandweiten Entwicklung. Der Tourismus in Augsburg hatte sich also außergewöhnlich gut entwickelt und Augsburg war damit eine starke touristische Marke im Städtetourismus in Bayern.

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2015 war auch das sechste Jahr hintereinander, in dem das Reiseziel Augsburg neue Rekordzahlen sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen einbrachte. Erneut waren Zuwächse in Höhe von einem Prozent bei den Gästeankünften und von rund zweieinhalb Prozent bei den Übernachtungen gemessen worden. Hatte man bei der Regio Augsburg Tourismus GmbH vor wenigen Jahren das (damals noch weit entfernte) Ziel von mehr als 600.000 Übernachtungen in der Großstadt Augsburg im Visier, wurden 2015 mehr als eine dreiviertel Million Übernachtungen registriert. Die 436.112 Gästeankünfte sowie 745.962 Übernachtungen des Jahres 2014 waren 2015 nach nur elf Monaten bereits annähernd erreicht.

Zwar war damals der Trend im Städtetourismus grundsätzlich positiv, doch lag Augsburg deutlich über den allgemeinen Steigerungsraten. Neben der weiteren Verbesserung touristischer Profile – wie zum Beispiel mit dem neuen Fugger und Welser Erlebnismuseum oder der Bewerbung der historischen Augsburger Wasserwirtschaft – trug insbesondere das mit großen Tagungen sehr gut ausgelastete Kongresszentrum „Kongress am Park“ (Kongresshalle) maßgeblich zum Erfolg bei. Selbst im sonst eher schwach frequentierten Monat August war 2015 mit dem mehrtägigen Kongress der „ISASI“ (Int. Society of air safety investigators) eine große Veranstaltung zu verzeichnen. Als wichtiger Impulsgeber habe sich aber auch die Messe Augsburg bewährt. Und natürlich schlage die „Werbung“ durch den Fußball-Bundesligisten FCA als medienwirksamster Botschafter der Stadt weiter positiv zu Buche.'''

2015 machte auch das Tourismusziel Wittelsbacher Land einen großen Schritt nach vorn. Das Plus bis Ende November 2015: 13,1 % bei den Gästenankünften, sogar 13,9 % bei den Übernachtungen. 2014 wurden 101.611 Gästeankünfte sowie 184.854 Übernachtungen verzeichnet. Diese Zahlen waren 2015 bereits im November erreicht. Die Gründe für die Zunahme der Übernachtungen und Gästeankünfte''': 2015 haben sich die Übernachtungskapazitäten im Landkreis Aichach-Friedberg erhöht. Zudem zahle sich das beharrliche Werben der Regio für das Wittelsbacher Land und das Feilen an Profilen in vielen kleineren und größeren Schritten auf Dauer aus. 2015 zum Beispiel eine neuen Website für die internationale Sisi-Straße oder der neue Walderlebnispfad in der Erlebniswelt auf Gut Mergenthau. Dazu komme die qualifizierte Arbeit des Vereins Wittelsbacher Land. Nicht zuletzt die Akteure und Angebote in den touristisch attraktiven Städten Aichach und Friedberg trugen 2015 massiv zur insgesamt positiven Entwicklung bei.

Gäste aus Italien waren für den Städtetourismus in Augsburg die wichtigste ausländische Zielgruppe. Im Jahr 2015 wurden in der Fuggerstadt 11.508 Gästeankünfte und 19.900 Übernachtungen italienischer Gäste registriert. Damit stellte Italien wie schon öfter den größten Auslandsmarkt für den Städtetourismus in Augsburg – vor Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Allein in Augsburg sicherte der Tourismus 2015 etwa 18.000 Arbeitsplätze und einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

2016

Bis Juni des Jahres meldete die Regio Augsburg Tourismus GmbH mehr als 200.000 Gästeankünfte in Augsburg. Damit wurde in den Monaten von Januar bis Juni 2016 erstmals in einem ersten Halbjahr die Schwelle von 200.000 Gästeankünften übersprungen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik? meldete, erzielte Augsburg in den ersten sechs Monaten des Jahres 200.386 Gästeankünfte sowie 355.547 Übernachtungen. Dies bedeutete bei den Ankünften ein Plus von einem halben Prozent – fast exakt tausend Gäste mehr – sowie ein Plus von zwei Prozent bei den Übernachtungen. Damit verlangsamte sich das Tourismus-Wachstum, was darauf zurückgeführt wurde, dass in Augsburg keine neuen Bettenkapazitäten entstanden. Die Bettenauslastung von Januar bis Juni 2016 betrug 44,9 Prozent. Dass das Plus bei den Übernachtungen viermal so hoch ausfiel wie bei den Gästeankünften, resultierte wahrscheinlich aus dem immer besser laufenden Messe-, Tagungs- und Kongressgeschäft. Nach dem Rekordjahr 2015, bei dem in Kongress am Park 216 Veranstaltungen mit 190.000 Besuchern an 260 Tagen eine Auslastung von 77 Prozent ergaben, erreichte das Augsburger Kongresszentrum am Wittelsbacher Park 2016 neue Höchstwerte. Bis zur Sommerpause hatten 122 Veranstaltungen mit etwa 125.000 Besuchern Kongress am Park an 155 Tagen belegt.

Am Ende von 2016 standen 408.164 Ankünften und 710.294 Übernachtungen im Jahr 2015 (jeweils von Januar bis November) jeweils 397.325 Ankünfte und 705.329 Übernachtungen gegenüber. Das war ein leichter Rückgang von 2,7 beziehungsweise 0,7 Prozent.

Dass die Übernachtungen in der gesamten Region Augsburg – also einschließlich der Landkreise Aichach-Friedberg und Augsburg – gegenüber 2015 gesteigert werden konnten (Ende 2016 1.276.196 gegenüber 1.275.147 in den Monaten Januar bis November des Jahres 2015), lag vor allem am Wittelsbacher Land, wo man dank neuer Hotels und deutlich gesteigerter Bettenzahl bei 216.980 Übernachtungen in den Monaten Januar bis November Zuwächse von knapp zehn Prozent registrieren konnte. Leichte Rückgänge waren dagegen im Landkreis Augsburg zu verzeichnen. Dort ging das Bettenangebot in den letzten Jahren auf das Niveau von 1998 zurück, denn im Landkreis Augsburg wurden etliche Betriebe für die Unterbringung von Flüchtlingen beziehungsweise Asylbewerbern in Anspruch genommen.

Im Februar 2017 standen dann die offiziellen Gesamtzahlen für 2016 fest: 1.367.551 Übernachtungen (in Betrieben mit mehr als zehn Betten) registrierte die Region Augsburg im Jahr 2016, so das Bayerische Landesamt für Statistik?. Beinahe identisch blieb die Zahl der Gästeankünfte: 2016 waren es 765.433 gegenüber 765.628 Ankünften im Jahr 2015.

Besucher aus dem Ausland machen auch in der Großstadt Augsburg insgesamt jeweils knapp ein Viertel aller Ankünfte und Übernachtungen aus. In diesem Marktsegment gab es dagegen weitaus stärkere Schwankungen als beim Gesamtergebnis der Region. Bei der traditionell namhaften Zahl von Reisenden aus den USA wird der Rückgang von 8,4 Prozent auch in absoluten Zahlen spürbar. Noch deutlichere Rückgänge waren bei weiteren Märkten mit allerdings geringerem Gästeaufkommen zu registrieren – wie bei den Besuchern aus Russland (minus 13,0 Prozent) oder China (minus 12,6 Prozent). Vorrangig der konjunkturellen Entwicklung im Herkunftsland – aber auch dem Fehlen der von Italienern stark frequentierten Messen „Interlift“ und „Americana“ – war der Rückgang der bis zum Jahr 2015 zahlenmäßig größten Besuchergruppe aus dem Ausland, den Touristen aus Italien, geschuldet: Hier vermeldet die Statistik für 2016 mit 9.970 Gästeankünften einen Rückgang von 13,4 Prozent. Insgesamt 16.007 Übernachtungen im Jahr 2016 gegenüber 19.900 Übernachtungen im Jahr 2015 bedeuten sogar ein Minus von 19,6 Prozent. Sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen war die Schweiz im Jahr 2016 erstmals die Nummer eins im Ranking. Das bis zum Jahr 2015 drittwichtigste Land in der Rangreihe der Gästeankünfte aus dem Ausland schob sich an den Österreichern und Italienern vorbei auf Platz eins. Die tendenziell ohnehin vergleichsweise ausgabefreudigeren Besucher aus der Schweiz sorgten 2016 mit 10.327 Gästeankünften gegenüber 9.431 Ankünften im Jahr 2015 für ein Plus von 9,5 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen stieg von 15.217 im Jahr 2015 auf 17.158 im Jahr 2016 – das bedeutet ein Plus von 12,8 Prozent.

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