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Teilprojekte der Mobilitätsdrehscheibe

Umbau des Hauptbahnhofs

Schon seit mehr als 100 Jahren hatte sich am Augsburger Hauptbahnhofs nichts mehr getan. Sein Umbau war deshalb das Herzstück der Planungen zur Mobilitätsdrehscheibe Augsburg. Er sollte zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg werden: fahrgastfreundlich barrierefrei. Hier sollten die Benutzer vom Nahverkehr auf den regionalen und überregionalen Bahnverkehr umsteigen können. Der Hauptbahnhof Augsburg sollte zum Drehkreuz werden, das die Straßenbahnlinien vom Norden, Süden, Westen und Osten der Stadt miteinander verbindet und an die Bahn anschließt.

Die Stadt rechnete damit, dass mit der für 2008 geplanten Einführung des Regio-Schienen-Taktes dort doppelt so viele Fahrgäste wie heute verkehren und von der Bahn auf die öffentlichen Nahverkehrs und umgekehrt umsteigen würden. Geplant wurde, dass die Straßenbahnen direkt unter den Bahnsteigen halten und Aufzüge wie Rolltreppen die Haltestelle mit dem Fußgängertunnel zwischen Hauptbahnhof und Sebastian-Buchegger-Platz? sowie den Bahnsteigen verbinden sollten. So sollte sichergestellt werden, dass das historische Erscheinungsbild des Augsburger Hauptbahnhofs erhalten bleibt.

Die Untertunnelung des Hauptbahnhofs mit einer Straßenbahnhaltestelle direkt unter einer neuen Mittelpassage war natürlich der aufwändigste Teil des Projekts. Hier musste auch die Bahn - abgestimmt auf das Projekt der Stadt - tätig werden und die Mittelpassage zu den einzelnen Bahnsteigen überarbeiten. Weil die Stadtwerke Augsburg unter dem Hauptbahnhof eine Straßenbahn –Unterfahrung in ihren Umbauplänen vorsahen statt die Straßenbahn wie früher durch die Pferseer Unterführung fahren zu lassen, müssen sie laut Eisenbahnkreuzungsgesetz alle Lasten, die damit in Zusammenhang stehen, tragen. Z. B. auch die Kosten für Rolltreppen. Der Grund dafür ist, dass die Stadt auf dem Arreal der Bundesbahn baut.

Es wurde höchste Eisenbahn, dass dieser Umbau stattfand, denn vor dem Projekt Mobilitätsdrehscheibe war der Hauptbahnhof von Augsburg für alte Menschen und für Behinderte ein Hindernislauf und auch Reisende mit Gepäck oder Fahrrädern und Eltern mit Kinderwagen konnten ihn nur unter erschwerten Bedingungen benutzen. Rolltreppen fehlten, Aufzüge und Leitsysteme Fehlanzeige. Dazu kam, dass die Bahnsteige vorsintflutlich eng und damit gefährlich gebaut sind. Der Weg zur nächsten Bus- oder Straßenbahnhaltestelle war für viele Menschen mit Handicap zu weit.

Man erhoffte sich mit der Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof und dem Regio-Schienen-Takt sowie der Erneuerung und Modernisierung von bahntechnischen Anlagen wesentliche Voraussetzungen für einen zukunftsfähigen schienengebundenen Personenverkehr in Stadt und Region Augsburg sowie als Teil der europäischen Ost-West-Magistrale zu schaffen. Mit der Mobilitätsdrehscheibe Augsburg Hauptbahnhof sollte ein Bahnhof der kurzen Wege entstehen. Ein neuer Straßenbahntunnel mit einer Haltestelle unter den Gleisen der DB ermöglicht das direkte und barrierefreie Umsteigen zwischen Straßenbahn und Zug, komfortabel mit Aufzügen und Rolltreppen. Damit wird der Schienennahverkehr der Stadtwerke Augsburg bestmöglich mit dem Regional- und Fernverkehr der DB verknüpft. Das Projekt Moblilitätsdrehscheibe Hauptbahnhof war die größte städtebauliche Maßnahme in Augsburg der letzten Jahrzehnte.

Im August 2012 begann der Umbau mit der ersten Phase der Bauarbeiten am Hauptbahnhof.

Umbau des Königsplatzes

Der Verkehrsknotenpunkt am Königsplatz ist schon lange an seiner Belastungsgrenze angekommen und soll ausgebaut werden. Er soll allerdings auch in der Zukunft der innerstädtische Verkehrsknotenpunkt bleiben. Nur muss er umgebaut werden, um auch in Zukunft noch die Pünktlichkeit des öffentlichen Nahverkehrs und die Sicherheit der Fahrgäste gewährleisten zu können. Als das jetzige Haltestellendreieck in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts geplant wurde, war der 5-Minuten-Takt der Straßenbahn noch kein Thema und es gab auch noch nicht die langen Combino-Straßenbahnzüge. Die Abfertigung der Busse und Bahnen ist im Moment mit hohen Kosten, unnötigen Wartezeiten und Sicherheitsgefahren für die Fahrgäste verbunden.

Seit Einführung des 5-Minuten-Taktes in Augsburg, so rechnen die Stadtwerke? vor, ist die Zahl der Fahrgäste um 25 % gestiegen. Das bewältigt das Umsteigedreieck nicht mehr, wenn die Straßenbahnen pünktlich abgefertigt werden sollen. Im Moment kommt es immer wieder zu Verspätungen, weil die Umsteigegleise eigentlich zwei Combinos bzw. moderne Niederflurstraßenbahnen aufnehmen müssten, es aber nicht können. Außerdem müssen dringend eigene Übergänge im Haltestellendreieck geschaffen werden, um den Fahrgästen mehr Sicherheit zu gewähren.

Neubau der Straßenbahnlinie 5

Mit der Straßenbahnlinie 5 soll der Augsburger Westen besser an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen werden. Die Linie soll vom Hauptbahnhof nach Augsburg-West zum Zentralklinikum? verlaufen. Die genaue Streckenführung soll ab Mitte 2008 geplant werden, bis jetzt jetzt nur das Ziel der Linie fest.

Rund 20.000 Menschen leben schon jetzt im Einzugsbereich dieser Linie. Durch die Bebauung der Konversionsflächen Centerville und in Kriegshaber werden hier bald noch mehr Menschen leben, die eine gute Anbindung an die Innenstadt? und vor allem an den Hauptbahnhof brauchen, denn die Straßenbahnlinie 2 verkehrt zwar auch in den Westen der Stadt, aber bedient vor allem Ziele in der Innenstadt?, was die Fahrt zum Hauptbahnhof viel länger macht.

Die Planungen sehen vor, die Straßenbahnlinie 5 unter dem Hauptbahnhof mit der Straßenbahnlinie 6 zu verknüpfen, wodurch zum ersten Mal in der Verkehrsgeschichte der Stadt Augsburg eine durchgängige Ost-West-Achse für das Stadtgebiet geschaffen würde.

Neubau der Straßenbahnlinie 6

Durch die Straßenbahnlinie 6 sollen die Stadtteile Herrenbach?, Spickel, Hochzoll und die Stadt Friedberg West? staufrei an die Augsburger Innenstadt? angeschlossen werden. 35.000 Menschen liegen im Einzugsgebiet der neuen Linie. Heute werden diese Viertel bzw. die Stadt Friedberg noch mit Bussen? angeschlossen. Die neue Straßenbahn soll im 5-Minuten-Takt auf einem eigenen Gleiskörper und unabhängig vom Autoverkehr in die Stadt fahren. Grob soll die Route über das Rote Tor und den Königsplatz zum Hauptbahnhof geführt werden.

Damit - und mit weiteren Maßnahmen - hofft man das Zentrum von Hochzoll vom Autoverkehr zu entlasten. Die Straßenbahnlinie 6 muss im Zusammenhang mit der neuen Autobahnanschlussstelle Derching?, der Kleinen und der Großen Ostumgehung? und dem Ausbau des Knotens Kurt-Schumacher-Straße? / Blücherstraße gesehen werden. Diese Maßnahmen sollen zusammen dazu führen, dass die Friedberger Straße von Autoverkehr entlastet wird und in 2015 nur noch etwa 26.000 Kraftfahrzeuge bewältigen muss.

Verlängerung der Straßenbahnlinie 1

Diese Verlängerung von Lechhausen über die Zugspitzstraße bis zum Bahnhof Hochzoll? hat das Ziel, die Verbindung mit den Regionalzügen (etwa nach München) und ab 2008 mit dem Regio-Schienen-Takt zu verbessern. Viele Menschen, die in München arbeiten, leben nämlich in Stadtteilen östlich des Lechs. Die Detailplanungen sollen Mitte 2007 anlaufen.

Somit wird der Norden von Hochzoll in das Straßenbahnnetz eingebunden, die Karwendelstraße? und der Süden werden weiterhin durch Busse? erschlossen und in der Friedberger Straße an die Straßenbahnlinie 6 angebunden.

Angedacht ist nach 2011 auch eine Anbindung der Hammerschmiede vom Schlössle in Lechhausen aus.

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