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Straßenmusik

eine Form der Kleinkunst in Augsburg, vorgetragen von Instrumentalisten oder Sängern

Allgemeines

Obwohl sich immer wieder Menschen über Straßenmusik beschweren, weil sie diese Art von Musik als störend empfinden, begrüßt die Stadt Augsburg grundsätzlich Straßenmusik zur Belebung der Innenstadt. Straßenmusiker leben wie andere Straßenkünstler? von der Gunst des Publikums, die sich in Spenden ausdrückt. Auf diese Art finanzieren sich Jugendliche, Musikstudenten, Hobbymusiker oder auch später gefragte Künstler eine Reise, teilweise auch ihren Lebensunterhalt.

Vor allem Straßenmusik, die immer am gleichen Platz und dann noch mit großer Lautstärke stattfindet, versucht man aber zu vermeiden. Dazu hat das zuständige Tiefbauamt? die entsprechenden Regeln und Vorschriften der Stadt Augsburg sogar in einem Hinweisblatt für Straßenmusikanten zusammengestellt. Diese Regeln gelten jedoch nur die Innenstadt, also im Bereich zwischen Königsplatz, Annastraße, Steingasse, Rathausplatz, Maximilianstraße zwischen Rathausplatz und Moritzplatz, Zeugplatz? und Bürgermeister-Fischer-Straße.

Danach ist Straßenmusik in diesen Bereichen nur zugelassen

  • Mo bis Fr von 10 bis 12 und 15 bis 18 Uhr
  • Sa von 10 bis 13 Uhr

Nicht bespielt werden dürfen der Martin-Luther-Platz, der Moritzplatz und 50 Meter südlich und nördlich der Kirche Sankt Anna.

Die Musik darf höchstens von vier Musikern gemeinsam vorgetragen werden, jedoch ohne elektrische Instrumente und Tonverstärker. Nach 30 Minuten muss ein Standortwechsel vorgenommen werden und pro Tag darf ein Standort nur einmal genutzt werden. Bei Veranstaltungen ist im Umfeld Straßenmusik untersagt. Ebenfalls untersagt ist der Verkauf von Tonträgern. Wer hartnäckig gegen die Regeln verstößt, kann mit Bußgeld belegt werden.

Die Stadt Augsburg verlangt jedoch kein Vorspielen oder Gebühren - wenn die Straßenmusik sich an die Regeln hält.

Geschichte

Während des Jahres 2013 nahmen die Beschwerden von Seiten des Einzelhandels gegenüber zunehmender Zahlen von Straßenmusikern in Augsburg und gleichzeitig sinkender Qualität der Straßenmusik zu.

2014 wollte die Stadt Augsburg die Regeln für Straßenmusik im Kampf gegen osteuropäische Bettlerbanden verstärken, rückte von diesem Vorhaben jedoch wieder ab. Z. B. wollte man nur noch maximal zehn Künstlern pro Tag Straßenmusik in der Fußgängerzone erlauben. Auch sollten die Straßenmusikanten eine Gebühr bezahlen und sich zuvor bei der Stadt Augsburg anmelden.

Details

In Augsburg machte Ivann Hajek, der "Paganini des Akkordeons" jahrelang Straßenmusik. Er ist einer der bekanntesten deuteschen Straßenmusiker und hat für Doris Dörris Film "Die Friseuse" sowie zu weiteren über 80 Filmen die Filmmusik komponiert.

Andererseits gibt es auch bekannte Augsburger, die als Straßenmusiker außerhalb ihrer Heimatstadt arbeiten - etwa Manfred Feldhaus, der überwiegend in Süddeutschland? mit seiner Gitarre unterwegs ist, aber auch schon in Australien, Belgien, Italien, Östereich und der Schweiz spielte.

Viele Menschen lieben Straßenmusik. Für sie gehört Straßenmusik zu einer weltoffenen Großstadt, wenn sie einen bestimmten Rahmen einhält, einfach dazu. Straßenmusik sollte deshalb nicht nur von einem ordnungspolitischen, sondern auch von einem kulturpolitischen Standpunkt betrachtet werden.

Beliebte Straßen und Orte für Straßenmusik in Augsburg sind u. a.

Augsburg ist sicher nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste Pflaster für Straßenmusiker. Wer die sprichwörtliche schwäbische Sparsamkeit durch musikalische Zaubereien zu überwinden vermag, kann hier mit einigermaßen akzeptablen Tageseinnahmen rechnen. Die Spendenbereitschaft ist in Augsburg Richtung Advent und Weihnachten wie in anderen Städten besser als im Sommer.

Weblinks


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