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Straßenbahnlinie 6

Eine Straßenbahnlinie in Augsburg, die zum Teil auf der Friedberger Straße durch das Stadtviertel Hochzoll führt.

Allgemeines

Verlauf

Die Augsburger Straßenbahnlinie 6 verläuft vom Hauptbahnhof über den Königsplatz, den Theodor-Heuss-Platz, das Rote Tor, die Prinzstraße?, das Textilmuseum?, die Wilhelm-Hauff-Straße?, den Eiskanal? (liegt aber am Damaschke-Platz?), Hochzoll-Brücke?, die Hochzoller Straße?, das Diesel-Gymnasium?, die Maria-Alber-Straße? zum Chippenham-Ring?, wo sich eine Wendeschleife befindet.

Geschichte

Die alte Linie 6

Zwischen Juli 1920 und Oktober 1960 verkehrte in Augsburg schon einmal eine Straßenbahnlinie 6. Sie führte seit Juli 1920 vom Perlach bis zur Afrabrücke. Die Nationalsozialisten? verlängerten sie bis zur Ecke Zugspitzstraße und eröffneten sie feierlich im Frühjahr 1934. Als man Ende der 1950er Jahre daran ging, die Friedberger Straße umzubauen, galt das Verkehrsmittel Straßenbahn als altmodisch und wenig flexibel. So stellte man die Straßenbahnlinie 6 im Oktober 1960 nach dem Umbau der Friedberger Straße ein und ließ Busse die Strecke bedienen. Ende der 1990er Jahre kamen erste Überlegungen auf, die Busse wieder durch eine Straßenbahnlinie 6 zu ersetzen.

Planungen

Unterschiedliche Standpunkte


Baustelle der Linie 6 in der Lotzbeckstraße

Die Straßenbahnlinie 6 soll über die Friedberger Straße geführt werden, was in Hochzoll zu erheblichen Widerständen geführt hat. Kurz vor der Kommunalwahl 2008 versprach Dr. Kurt Gribl den Hochzollern, die Planungen für die Linie 6 zu überdenken, keinesfalls - wie es von der damaligen Regenbogen -Stadtregierung geplant war, die Friedberger Straße von vier auf zwei Spuren zu verengen. Den vor der Wahl von der CSU ins Spiel gebrachten Plänen, die Friedberger Straße zu untertunneln, wurde nach der Kommunalwahl 2008 von genau den Politikern, die sie in die Diskussion gebracht hatten, aus Kostengründen und weil die Lärmentlastung zu gering wäre, eine Absage erteilt. Das übliche Spiel der Politiker mit dem Wahlvolk. Nach der Wahl hieß es von Seiten des Bauamts?, man habe sechs Varianten der Untertunnelung geprüft, aber keine sei zielführend.

Der Standpunkt der SPD zur Linie 6 und der Friedberger Straße war immer klar: Sie setzte sich für eine zweispurige Variante der Friedberger Straße mit einer Straßenbahntrasse ein. Hintergrund ist die Annahme, der Verkehr in Hochzoll werde langfristig zurückgehen, weil der Durchgangsverkehr auf die Umgehungsstraßen ausweiche. Außerdem sei auch eine zweispurige Variante der Straße so breit, dass zwei Autos nebeneinander fahren könnten. Überhaupt hat die SPD zusammen mit den Grünen? in Augsburg immer den Vorrang des öffentlichen Nahverkehrs und den Rückbau vierspuriger Einfallsstraßen betont.

Im Juli 2008 legte die Koalition aus CSU und Pro Augsburg der Augsburger Öffentlichkeit ein so genanntes Gesamtkonzept zur Linie 6 vor, das einen Verkehrsinfarkt in Hochzoll vermeiden helfen soll. Darin wird klar, dass die beiden Parteien zur Linie 6 stehen. Genau wie schon vom vorher regierenden Regenbogen soll der Stadtteil städtebaulich aufgewertet werden und der Durchgangsverkehr vermieden werden.

Neues altes Konzept und Stadtraumgestaltung


Fotomontage: Linie 6 fährt
über die Hochzoller Lechbrücke

Konkret sehen die Planungen (Stand Juli 2008) vor, dass die Friedberger Straße zwischen den Haltestellen Am Eiskanal? und Hochzoll Brücke? vierspurig bleiben sollte. Von Hochzoll Brücke? bis zum Diesel-Gymnasium? sollte die Fahrbahn für PKW auf zwei Spuren mit je 5,25 Breite verengt werden. Dafür wollte man auch die Radwege an dieser Stelle opfern. Die Tram sollte auch auf diesem Stück in der Mitte der Straße fahren. Vom Diesel-Gymnasium? bis zum Chippenham-Ring? blieb es bei der Zweispurigkeit der Straße, die Tram sollte am Straßenrand fahren, um die Wendeschleife am Ende der Linie günstiger anfahren zu können.

Den Bau der Linie 6 sollte eine so genannte Stadtraumgestaltung begleiten. Sie wurde auf den Hochzoller Kulturtagen im Jahr 2008 von Bürgern und Experten diskutiert. Dort schlug der Architekt Professor Bernd Grose die Errichtung eines auffälligen Gebäudes im Stadtteil Hochzoll vor, das nahe der Hochhausgrenze sein sollte, um dem Stadtteil eine Mitte und ein Gesicht zu geben. Andere Ideen, die vorgebracht wurden, waren z. B. eine in der Form einer Lichtskulptur gestaltete Haltestelle und die Bepflanzung der Friedberger Straße mit japanischen Zierkirschen und Gingkos. Auch im Bereich des Petershofs? konnten sich einige Diskutanten ein neues Stadtteilzentrum vorstellen. Einig war man sich darin, dass die Friedberger Straße das Herz des Stadtteils sei und mehr Handel brauche, um Hochzoll auch nach dem Bau der Linie 6 lebendig zu halten.

Im Juli 2008 war jedenfalls klar, dass die Linie 6 durch die Friedberger Straße führen sollte.

Betrieb

Im August 2011 war in der Neuen Sontagspresse zu lesen, dass die damals neue Straßenbahnlinie 6 zu wenig angenommen würde.

Vom 12. Dezember 2010 bis 19. März 2012 verkehrte die Straßenbahnlinie 6 in Augsburg zwischen HauptbahnhofKönigsplatzRotem TorTextilmuseum? und P+R Friedberg West. Ab dem 20. März bis 14. Dezember 2013 war die Linie nicht in Betrieb. Erst mit der Eröffnung eines neuen Haltestellendreiecks auf dem Königsplatz am 15. Dezember 2013 verkehrte die Linie wieder zwischen HauptbahnhofKönigsplatzRotem TorTextilmuseum? und P+R Friedberg West.

Noch 2013 gab es Beschwerden von Fahrgästen, dass das Umsteigen an P+R Friedberg West vom Bus oder auf den Bus schlecht funktioniert und Kunden oft lange auf den Anschluss warten müssen. Zwar führt der Bus während der Hauptverkehrszeit mehrmals pro Stunde, doch am Abend oder am Wochenende sind die Taktungen jedoch weiter, was vor allem im Winter für Senioren eine Zumutung ist.

Details

Abo-Kunden, die von der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 6 mit Regionalbussen weiterfahren, müssen neben dem elektronischen Abo-Ticket KAROCARD der avg, auch das Papierticket mit sich führen. Wer bis zur Eröffnung der Linie 6 mit der Buslinie 36 der avg nach Friedberg gefahren ist, dem genügte das elektronische avg-Ticket. In den AVV-Regionalbussen ist aber nur das Papierticket gültig, da die Regionalbusunternehmen die Chipkarte nicht lesen können.

Ab 1. Februar 2011 entfiel die Kulanz bei Kontrollen; wer also in den Regionalbussen zwar mit dem elektronischen Ticket aber ohne Papierticket angetroffen wird, muss ein erhöhtes Beförderungsentgelt bezahlen. Das Papierticket ist im Rahmen des Abos zusätzlich zum elektronischen Ticket kostenlos im Kundencenter am Königsplatz erhältlich und kann auch telefonisch bei der avg unter Tel.: 0821 / 6500-5757 angefordert werden.

Lage

Weblinks


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