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Straßenbahnlinie 3

Allgemeines

Die Linie 3 führt bis auf ein paar hundert Meter an die impuls arena heran und besitzt dort eine Wendeschleife.

Geschichte

Die Gleise der Linie zwischen Schertlinstraße und Haunstetten-West wurden im April 1966 in Betrieb genommen.

Mit einer Vielzahl von Aktionen, Anträgen und Verhandlungen wurde eine Straßenbahnanbindung Königsbrunns per Linie 3 gefordert. Am 9. September 1975 hat der damalige Bürgermeister Friedrich Wohlfarth an den Augsburger Oberbürgermeister? Hans Breuer? geschrieben, mit der Bitte, Königsbrunn in die Untersuchungen zur Weiterführung der Trasse ‚Uni-Gelände nach Süden‘ bis Königsbrunn}} mit einzubeziehen. Die erste Aktion in [[Koenigsbrunn|Königsbrunn fand 1993 mit einer Demonstrationsfahrt entlang der gedachten Strecke statt. 1996 wurde die 1. Standardisierte Bewertung für die Verlängerung der Linie durchgeführt.

Am 11. Januar 1997 wurde an der Fachoberschule? eine Wendeschleife zum Messezentrum eröffnet, die sowohl aus Richtung Königsplatz als auch Richtung Haunstetten West? angefahren werden kann. Ebenfalls 1997 ermittelte eine Untersuchung Spitzenwerte des Kosten/Nutzenfaktors einer Linienverlängerung nach Königsbrunn.

Zwischen dem 27. April 1996 und dem 30. Juli 1997 las sich der Routenplan der Straßenbahnline 3 so: HauptbahnhofKönigsplatzInninger Straße. Danach bis 28. November 2001: Stadtbergen - HauptbahnhofKönigsplatzInninger Straße. Vom 29. November 2001 bis 6. September 2003 war der Streckenplan wieder reduziert auf HauptbahnhofKönigsplatzInninger Straße. Stadtbergen wurde per Busersatzlinie B3 angefahren. Erst vom 7. September 2003 ab fuhrt die Linie wieder Stadtbergen - HauptbahnhofKönigsplatzInninger Straße.

Im September 2008 wurde bekannt, dass der Freistaat Bayern? den Ausbau der Linie 3 bis zur impuls arena mit 4,75 Mio. € fördert – bei einer Gesamtinvestitionssumme von etwa 6,8 Mio. €. Auf der Linie 3 bzw. während des Königsplatzumbaus 13 richtete man im Frühjahr 2009 kurz nach der Haltestelle "Landesamt für Umwelt" eine Wendeschleife zum FCA-Stadion? ein.

2010 erfolgte die zweite Standardisierte Bewertung zur Linienverlängerung nach Königsbrunn.

Die Haltestelle Inninger Straße wurde am 12. Dezember 2010 zu Haunstetten West?.

Im August 2011 sanierten die Stadtwerke Augsburg in Abstimmung mit dem Tiefbauamt? für Neubau- und Sanierungsarbeiten sowohl den Gleis- als auch den Leitungsbau der Linie 3 teilweise. Es handelte sich um acht Abschnitte und insgesamt rund 760 Meter Schiene auf der Strecke zwischen Schertlinstraße und der Endhaltestelle. Vor allem in den Kurven waren die 15 Jahre alten Gleise stark ausgefahren. An der Haltestelle Universität wurde der Pflasterbelag erneuert.

Vom 20. März 2012 bis 14. Dezember 2013 fuhrt B3 wieder als Schienenersatzverkehr Stadtbergen - HauptbahnhofKönigsplatzRotes Tor.

Mitte 2012 erneuerten die Stadtwerke Augsburg Teilbereiche der Gleise zwischen Schertlinstraße und Haunstetten-West.

Nach dem 15. Dezember 2013 hatte die Linie wieder folgende Haltepunkte: Stadtbergen - HauptbahnhofKönigsplatzHaunstetten West?.

2014 musste man die Straßenbahnlinie 3 in Richtung Westen ab dem Hauptbahnhof zeitweise abbrechen, weil im Zug des Bahnhofsumbaus Gleisarbeiten erfolgten, aber auch an der Straßenoberfläche und der Färnwärmeleitung gearbeitet wurde.

Ende 2015 führte ein Jahrzehnte langer Einsatz zum Erfolg und der Landkreis Augsburg, die Stadt Augsburg und die Stadt Königsbrunn einigten sich über die Machbarkeit und Finanzierung des Projektes der Fortführung der Straßenbahnlinie 3 von Haunstetten nach Königsbrunn. Mit einer Vielzahl von Aktionen, Anträgen und Verhandlungen wurde diese Straßenbahnanbindung gefordert. Die erste Aktion in Königsbrunn fand 1993 mit einer Demonstrationsfahrt entlang der gedachten Strecke statt. Die Baukosten für die Trassenverlängerung wurden auf rund 34 Millionen Euro geschätzt. Die jährlichen Kosten für den laufenden Betrieb schätzte man auf knapp 2,5 Millionen Euro. Der Landkreis Augsburg und die Stadt Königsbrunn wollten sich mit einem jährlichen Zuschuss von 950.000 Euro an dem Betrieb beteiligen. Die Fahrgeldeinnahmen sollten bei den Stadtwerken Augsburg verbleiben.

Einige politische Beobachter gingen davon aus, dass die Linie-3-Verlängerung mit ihrem Kosten/Nutzenfaktor von 6,48 das unwirtschaftliche Tunnelprojekt unter dem Augsburger Hauptbahnhof aus der zuschussgefährdenden Zone holen sollte. Sie wiesen darauf hin, dass die Linie 740? der Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 zum Opfer fällt und sich die Fahrzeit zum Königsplatz um etwa sieben Minuten verlängert.

Die Stadtwerke Augsburg boten zum Thema Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 nach Königsbrunn im Juli und August 2016 Informationsveranstaltungen, insbesondere für die Fahrgäste und Anwohner in Haunstetten, an. Außerdem wurden während der gesamten Sommerferien 2016 die Stadtberger Straße und die Straßenbahnlinie 3 zwischen Bürgermeister-Bohl-Straße? und Westfriedhof komplett gesperrt. Es wurden damals Gas- und Wasserleitungen, Straßenbahngleise sowie die Fahrbahndecke erneuert. Die Straßenbahnlinie 3 wendete über die Bürgermeister-Bohl-Straße? zurück zur Innenstadt.

Im Jahr 2017 erfolgte der barrierefreie Ausbau der Haltestellen auf der Straßenbahnlinie 3 Richtung Süden Seit 20. März 2017 waren die Haltestellen Universität, Von-Parseval-Straße und Bukowina-Institut/PCI barrierefrei ausgebaut, darauf folten die Haltestellen BBW/Institut für Physik und Kopernikusstraße. Mit dem Ausbauprogramm der swa wurden allein 2017 38 Bahnsteige auf den Straßenbahnlinien 2 und 3 Richtung Süden und 4 im Norden vollständig barrierefrei. Dafür investieren die swa 2017 rund 3,3 Millionen Euro. Damit waren im April 2017 85 der 187 Haltesteige der Straßenbahnhaltestellen der Stadtwerke Augsburg vollständig barrierefrei. Weitere 68 Haltesteige waren zumindest bedingt barrierefrei, also niederflur- oder sehbehindertengerecht.

Details

Der Streckenabschnitt Stadtberger Hof?Elias-Holl-Straße? / Stadtbergen (Bismarckstraße) ist nur eingleisig, die Haltestelle Elias-Holl-Straße? kann nur stadtauswärts angefahren werden. Die Tramlinie 3 verkehrt zwischen Pfersee und der Bürgermeister-Bohl-Straße? stadtauswärts über die Stadtberger Straße, stadteinwärts über die Fröbelstraße.

Der Streckenabschnitt von Haunstetten-West? bis Königsbrunn beträgt 4,6 Kilometer. 1,9 Kilometer davon befinden sich auf Augsburger Stadtgebiet, 2,7 Kilometer auf Königsbrunner Flur. Die Fahrzeit für diese Strecke mit sechs Straßenbahnhaltestellen beträgt rund zehn Minuten. Die Stadtwerke rechneten 2015 auf dem Streckenabschnitt mit bis zu 10.000 Fahrgästen pro Tag.

Weblinks


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