Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Tradition und Geschichte | S | Stettenhaus


Stettenhaus

ein ehemaliges Patrizier -Haus am Obstmarkt 15 (zuvor Litera D 158)

Allgemeines

Das so genannte Stettenhaus wurde nach der Patrizier -Familie Stetten? benannt, was auf die Geschichte des Hauses zurückgeht. Es bestand eigentlich aus mehreren Häusern, die zu einem Komplex zusammengebunden waren.

Geschichte

Wann das Stettenhaus errichtet wurde bzw. wann der Grundstein zu dem gesamten Komplex gelegt wurde, verliert sich in der Augsburger Geschichte. Zum ersten Mal erwähnt wird der Gebäude-Komplex im Zusammenhang mit dem Vater von Elias Holl, Johannes Holl (ca. 1512 bis 1. Januar 1594). Gerne ließ die Augsburger Oberschicht von ihm bauen. Er war Stadtwerkmeister? und Werkmeister der Fugger und er hat das Stettenhaus 1559 mit einem Erker ausgestattet. 1675 geriet das Haus in den Besitz von David (III) von Stetten?, der es von seinen Schwiegereltern erbte. Nach ihm blieb das Haus bis 1902 im Besitz der Familie und erhielt so den Namen Stettenhaus.

Nachdem das Haus 1902 von der Stadt Augsburg gekauft worden war, ermöglichte es vor allem die Stiftung Ernst Forster?, ab 1905 (nach anderen Quellen ab 1906) hier die Sammlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins? der Interessierten Öffentlicheit zu zeigen. Das Museum hatte drei Etagen und dreizehn Säle, in den Flora und Fauna der Region Augsburg wie aus der ganzen Welt gezeigt wurden. Man konnte Skelette von Tieren, Versteinerungen, Muscheln, Schmetterlingssammlungen, Hölzer, ab den 1930er Jahren auch Terrarien und Aquarien erkunden. Das Haus wurde 1944 während eines alliierten Bombenangriffs zerstört. Dabei ging auch der größte Teil der ausgestellten naturwissenschaftlichen Sammlungen zugrunde. Das heutige Naturmuseum in den Augusta Arcaden knüpft an diese Tradition an.

Der Wiederaufbau war mühsam. Der Krieg hinterließ an Stelle des Stettenhauses nur Trümmer und Ruinen. Mit Hilfe einer Schmalspur-Lorenbahn räumte man in diesem Bereich die Trümmer bis 1949. Zurück blieb eine große freie Fläche mitten in der Stadt. Diese nutzte man viele Jahre als Parkplatz und für eine Tankstelle mit Verkaufskiosk. Nach und nach erwarb Curt Frenzel? Teile des Grundstücks zwischen Ludwigstraße, Im Thäle? und Kesselmarkt und baute hier ein Verlagszentrum mit Druckerei für die Schwäbische Landeszeitung?, die 1959 in Augsburger Allgemeine umbenannt wurde. Bis der Bau (die später umgebauten Augusta Arcaden) fertig war, hatte man 6000 Kubikmeter Beton, 2000 Kubikmeter Mauern und 500 Tonnen Stahl verarbeitet. Im Oktober 1955 war Hebauf, im August 1956 Einweihung.

Details

Nur wenige Schritte vom Eingang des Hotels Augusta entfernt erinnert eine Steintafel, die 1958 angebracht wurde, an das Stettenhaus.

Lage

[[

Weblinks


Hauptseite | Tradition und Geschichte | S | Stettenhaus


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis