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Standesamt Augsburg

Augsburger Einrichtung und Gebäude zur Erledigung der Aufgaben nach dem deutschen Personenstandsgesetz

Allgemeines

Seit den 1870er Jahren ist das Standesamt in Deutschland ein Amt zur Erledigung der im Personenstandsgesetz vorgesehenen Aufgaben. Es führt das Personenstandsregister, erstellt Personenstandsurkunden und andere Dokumente. Standesämter sind in Deutschland auf kommunaler Ebene organisiert, sprich: Das Standesamt Augsburg gehört zur Stadtverwaltung.

Hauptaufgaben des Augsburger Standesamts sind:

  • Geburtseintragungen im Geburtenregister und Ausstellung einer Geburtsurkunde
  • Eheschließungen oder Lebenspartnerschaften
  • Todesfälle und Ausstellung einer Sterbeurkunde

Das geht auf das Inkrafttreten des Reichsgesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 6. Februar 1875 zurück. Seit dem 1. Januar 1876 wurden Standesämter im damaligen Reichsgebiet mit der besonderen Aufgabe der Führung von Personenstandsregistern (Geburt-, Heirats-, und Sterberegister) eingerichtet.

Weitere Aufgaben sind unter anderem:

  • Beurkundung der Vaterschaftsanerkennung
  • Entgegennahme und Beurkundung eidesstattlicher Versicherungen in Personenstandsangelegenheiten
  • Beglaubigung und Entgegennahme von namensrechtlichen Erklärungen
  • Ausstellung von Ehefähigkeitszeugnissen
  • Führung der Testamentskartei
  • Kirchenaustritt
  • Mitteilungen an andere Standesämter
  • Mitwirkung bei der Bevölkerungsstatistik

Das Standesamt Augsburg versucht bei Hochzeiten ein besonderer Ort für einen besonderen Tag zu sein. Pro Jahr heiraten hier im Durchschnitt über 1200 Augsburger Paare. Das Augsburger Standesamt macht aber auch Heiraten im Rathaus, im Alten Haunstetter Rathaus? oder im Botanischen Garten möglich.

Untergebracht ist das Augsburger Standesamt in einem ehemaligen Bürgerhaus mit drei Geschossen, das an der Ecke Maximilianstraße / Heilig-Grab-Gasse steht. Das Gebäude fällt durch einen polygonalen Eckerker auf und hat ein Walmdach.

Geschichte

Im Kern geht das Gebäude des Augsburger Standesamts auf das 16./17. Jahrhundert zurück.

Anfang des 19. Jahrhunderts veränderten die damaligen bürgerlichen Eigentümer die Fassade des Gebäudes.

1990/91 wurde das Gebäude äußerlich renoviert.

Im Oktober 2007 wurde ein Planungskonzept für die behindertengerechte Erschließung de Standesamtes in der Maximilianstraße vorgelegt.

2008 stellte die SPD den Antrag, im Standesamt Augsburg einen Fahrstuhl einzubauen, um das Gebäude damit behindertengerecht zu gestalten.

Mit Beschlussvorlage BSV/14/01590 vom 10. April 2014 wurde beschlossen, in das Standesamt einen behindertengerechten Aufzug einzubauen. Die Kosten dafür wurden in das Investitionsprogramm der Haushalte 2016 (515.000 Euro) und 2017 (412.000 Euro) – Gesamtbedarf 996.866 Euro unter der Budgetstelle 1.01.2300 aufgenommen.

Im Haushaltsplan 2017/2018 wurden Mittel in das Investitionsprogramm der Haushalte 2019 (200.000 Euro) und 2020 (927.000 Euro) für den behindertengerechten Ausbau des Standesamtes aufgenommen. Bis Februar 2017 war allerdings nichts passiert. Noch immer mussten Großeltern, um der Trauung ihrer Enkel beiwohnen zu können, von der Verwandtschaft die Treppen im Standesamt der "Metropole" Augsburg hochgetragen werden.

Details

Auf dem Standesamt Augsburg können alle Paare heiraten, bei denen ein Partner mit Wohnsitz in Augsburg gemeldet ist.

Das Standesamt liegt an der Maximlianstraße und verfügt über vier Trausäle. Leider besitzt das Standesamt Augsburg keinen Aufzug und ist damit nicht behindertengerecht. Außerdem wirkt es von Einrichtung und Innengestaltung recht angestaubt.

Damit die Hochzeit bestens vorbereitet ist, bieten die Augsburger Standesbeamten persönliche Beratungsgespräche an. Um den Beginn einer neuen Familie standesgemäß fest zu halten, haben Brautpaare die Möglichkeit, ein Stammbuch der Familie/Buch der Lebenspartnerschaft zu erwerben.

Zum Gebäude selbst noch ein paar Details. Das Haus steht in leichter Hanglage, was man von der Heilig-Grab-Gasse aus gut sehen kann. Es hat ein genutetes Erdgeschoss. Das heißt, der Quaderputz wurde vor seiner Erhärtung mittels entsprechend geformter Fugeisen profiliert. Die Putzfugen (Nutung genannt) bilden also Steinquader nach. An der schmalen Hauptseite des Hauses befindet sich die Tordurchfahrt und ein Zwerchhaus. Der Eckerker hat ein verkröpftes Konsolengesims. An der Längsseite ist das Holzportal mit klassizisitscher Schnitzerei zu sehen. Im Gebäude gibt es einen Innenhof mit einer nördlichen und südlichen Abseite. Die beiden Abseiten sind durch einen Stallbau im Osten verbunden, der Preußische Kappen in Holzbalkenkonstruktion aufweist. Am Südosteckraum ist noch zu erkenen, dass der zweischiffige Eingangsbereich der Tenne später höher gelegt wurde. Gegenüber in der Heilig-Grab-Gasse steht als Pendant das Hollsche Warenhaus?.

Öffnungszeiten

Mo–Do: 08:30 – 12:30 Uhr
Do: 14:00 – 17:30 Uhr
Fr: 08:00–12:00 Uhr

Zusätzlich bietet das Augsburger Standesamt individuelle Service-Zeiten nach Terminvereinbarung an. In der Abteilung "Anmeldung der Eheschließung/Lebenspartnerschaft" ist Parteiverkehr freitags nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Adresse

Standesamt Augsburg
Maximilianstraße 69
86150 Augsburg

Tel. 0821/324-3851
Fax. 0821/324-3853
E-Mail: standesamt(at)augsburg.de


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