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Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH

Allgemeines

Die stawa Augsburg sind für das Wasser der Fuggerstadt verantwortlich. Das Trinkwasser hat hohe Qualität und wird unbehandelt in das Rohrnetz Augsburgs eingespeist. Gewonnen wird das Wasser in den Naturschutzgebieten? Stadtwald Augsburg und Lechauwald bei Unterbergen?. Die Stadtwerke Augsburg haben gemeinsam mit dem südlichen Nachbarn Königsbrunn ein Areal für die Gewinnung von naturreinem Trinkwasser aufgebaut (Gewinnungsgebiet "Fohlenau"). Es löste ältere Brunnen ab und half, tertiäres Tiefengrundwasser zu schonen. Schon bei der Förderung des Wassers werden die Richtlinien der Trinkwasserverordnung eingehalten. Um diese hohe Wasserqualität zu erhalten und das beste Wasser zu liefern, gibt es von Seiten der Stadtwerke Augsburg ständige Kontrollen und Kooperationen mit Landwirten. Auch das Leitungsnetz wird ständig überprüft und so gesichert, dass nachweislich das Stadtwerke-Wasser eines der besten in Europa ist.

Die Stadtwerke Augsburg sehen in der Bereitstellung von unbehandeltem und chlorfreiem Wasser eine ihrer wichtigsten Versorgungsaufgaben. Neben Augsburg profitieren auch zahlreiche Umlandgemeinden von reinem und quellfrischen Augsburger Wasser. Das Trinkwasser stammt im Wesentlichen aus dem Grundwasserstrom in den westlichen Lechauen südlich von Augsburg. In weiten Teilen sind dort das Wasserschutzgebiet? und die Naturschutzgebiete? deckungsgleich. Dort wurde in den letzten Jahren auch mit dem Projekt "Lebensraum Lechtal" ein Biotopverbund entlang des Lechs geschaffen. Ein abgestuftes System von Schutzzonen rings um die Entnahmestellen verhindert Eingriffe in das natürliche System. Besonders sensible Flächen werden von den Stadtwerken auch erworben.

Geschichte

Im Januar 2013 gaben die Stadtwerke Augsburg bekannt, dass die europäische Dienstleistungsrichtlinie, die unter anderem darauf abzielt die Wasserversorgung in Europa dem Wettbewerb zu unterwerfen, in Augsburg keine Folgen hat. Nach der am 24. Januar vom Binnenmarkt-Ausschuss des Europäischen Parlaments beschlossenen Richtlinie musste die Stadt Augsburg ihre Wasserkonzession nicht europaweit ausschreiben, weil die Stadtwerke die beiden Ausnahmekriterien erfüllten: Sie waren eine 100prozentige Tochter der Stadt Augsburg und versorgten zu mehr als 80 Prozent das eigene Stadtgebiet. Anders stellte sich die Situation in den von den Stadtwerken Augsburg mit Trinkwasser versorgten Nachbarstädten Neusäß, Stadtbergen und Friedberg dar. Diese wären von der Ausschreibungspflicht betroffen, so eine Pressemitteilung der Stadtwerke Augsburg. Allerdings waren die 20jährigen Konzessionen mit den Stadtwerken jeweils erst kurz zuvor neu geschlossen worden.

Die Stadtwerke Augsburg und Kaufbeuren verkündeten im Februar 2013 eine Kooperation bei der strategischen Planung des Wassernetzes. Der Vertrag wurde am Montag, 18. Februar 2013 in Augsburg unterzeichnet. Die Kaufbeurer machten sich mit der Kooperation die Erfahrungen und das Knowhow der Stadtwerke Augsburg zunutze. Dabei ging es vornehmlich darum, mit einem speziellen Computermodell das Wasserleitungsnetz optimal zu berechnen. Das wiederum ist Voraussetzung dafür, dass bei der Erneuerung von Leitungen oder Wasserspeichern die optimalen Leitungsquerschnitte oder Speichergrößen ermittelt werden können. Das spart nicht nur Kosten, sondern ist auch wichtig für die Wasserqualität, wenn etwa bei zu großen Leitungen das Wasser nicht entsprechend des tatsächlichen Verbrauchs stetig fließt sondern in der Leitung stagniert. Die Stadtwerke Augsburg nutzten das Computermodell seit vielen Jahren für den strategischen Ausbau ihres Leitungsnetzes. Ähnliche Kooperationen bestanden vor Kaufbeuren mit Gersthofen, Aichach, Nördlingen? und Diedorf.

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Sie freuten sich über die vereinbarte Zusammenarbeit beim Ausbau des Wassernetzes in Kaufbeuren (v.li.): die Leiterin des Wasserwerks Kaufbeuren, Caroline Moser, der Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren, Stefan Bosse, der Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, Dr. Claus Gebhardt und der zuständige Abteilungsleiter bei den Stadtwerken Augsburg, Florian Killer. Foto: swa / Thomas Hosemann.

Zum 1. November 2015 übernahmen die Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH die technische Betriebsführung der Wasserversorgung von Gessertshausen. Vereinbart wurde, dass die swa in einem ersten Schritt bis 2020 zusammen mit dem Personal der Gemeinde die Wasserversorgung sanieren. Dazu gehörten der Neubau eines zentralen Hochbehälters, die Erneuerung von rund 2,5 Kilometer Hauptwasserleitungen, die Sanierung eines Brunnens sowie die Erneuerung der Steuer-Elektronik und die Einführung eines Prozessleitsystems. Nach 2020 sollten die beiden anderen Brunnen und die Aufbereitungsanlagen saniert und anhand einer Erneuerungsstrategie das veraltete, rund 50 Kilometer lange Rohrleitungsnetz fit gemacht werden. Rund 4.200 Bürger wurden in der Gemeinde Gessertshausen und den Ortsteilen Deubach?, Margertshausen?, Wollishausen?, Weiherhof? und Döpshofen? von der kommunalen Wasserversorgung mit Trinkwasser beliefert. Die Zuständigkeit der swa endete jedoch am Wasserzähler bei den Kunden. Diese wurden weiterhin von der Gemeinde ausgetauscht, abgelesen und betreut. Auch die kaufmännische Verantwortung und der direkte Kontakt mit den Kunden blieb bei der Gemeinde.

Details

Während viele Gemeinden ihr Trinkwasser ausschließlich aus tertiärem Tiefengrundwasser gewinnen, versuchen die Stadtwerke Augsburg seit Jahren diese wertvolle Ressource zu schonen. Mit der Inbetriebnahme neuer Brunnen verfolgen sie das Ziel Trinkwasser fast ausschließlich aus den oberen Grundwasserleitern zu gewinnen.

Das Grundwasser für das Stadtwerke Trinkwasser fließt von den Brunnen zu Netzübergabestationen und Wasserwerken. Dort läuft es über feinmaschige Siebe. Damit aus Grundwasser Trinkwasser werden kann, wird es in einem "elektronischen Labor" permanent auf wesentliche physikalische und chemische Inhaltsstoffe untersucht. Die Messwerte werden zentral überwacht – rund um die Uhr. Zusätzlich untersuchen externe, unabhängige Labors laufend Wasserproben: im Schnitt 50 Stück pro Woche. Das geprüfte Trinkwasser gelangt von den Wasserwerken über das Leitungsnetz direkt in die Haushalte.

Weil das Trinkwasser natrium- und nitratarm ist, kann man es zur Zubereitung von Babynahrung und zum Aufsprudeln mit handelsüblichen Geräten nutzen.

Weblinks


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