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Stadtwald Augsburg

ein wichtiges Augsburger Naherholungs-? und Naturschutzgebiet?

Allgemeines

Das Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg war 2013 mit einer Fläche von 2.167 Hektar das größte außeralpine Naturschutzgebiet Südbayerns und das drittgrößte in Bayern. Der Stadtwald Augsburg ist darüber hinaus eines der artenreichsten Naturschutzgebiete? in Bayern. Er hat etwa 22 Quadratkilometer Ausdehnung und beherbergt über 3.000 Tier- und Pflanzenarten. Der Stadtwald Augsburg ist ein Paradies für Wanderer und Radfahrer.

In den dort teils erhaltenen Quelltöpfen entspringen sogenannte „Gießer“ – kristallklare Quellbäche, die von hier aus über das Lechfeld nach Augsburg geleitet wurden. Ihr Wasser ist so rein, dass es weit bis ins 19. Jahrhundert der Trinkwasserversorgung Augsburgs diente. Heut haben die Stadtwaldbäche eine Gesamtlänge von etwa 70 Kilometern. Sie sind Teil eines einzigartigen historischen wasserwirtschaftlichen Systems für die Stadt Augsburg.

Der Stadtwald Augsburg setzt sich aus Heiden und lichten Kiefernwäldern zusammen und ist zum Teil mit Schafen, Wildpferden und Rothirschen beweidet. Er ist ein beliebtes Naherholungsgebiet der Augsburger, weil er direkt an der Stadt liegt und von mehreren Naturlehrpfaden? durchzogen ist:

Geschichte

2007 wurden Wildpferde und Rothirsche im Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg angesiedelt, um für den Naturschutz Weidearbeit zu leisten.

Ab Ende 2012 beweidete man zusätzlich zur sommerlichen Schafbeweidung die Hasenheide? im Winter durch Przewalskipferde (Wildpferde).

Im November 2016 begannen die Forstverwaltung der Stadt Augsburg, das Tiefbauamt? und der Landschaftspflegeverband der Stadt Augsburg? die Bäche im Stadtwald naturnäher zu gestalten. Im Zuge dieser Maßnahmen wurde z. B. an einem Teilabschnitt des Alten Floßgrabens? der Uferbereich geweitet, um den bachbegleitenden Erlenbestand wieder regelmäßig zu nässen. Der Brunnenbach wurde durch kleine Ausbuchtungen in seinem Lauf abwechslungsreicher gestaltet. Durch das Einbringen von Totholz und Kies in Bachabschnitte wurden neue Lebensräume für Tiere geschaffen und so die Stadtwaldbäche ökologisch aufgewertet.

Details

Das Naturschutzgebiet? Stadtwald Augsburg beeinhaltet die größten zusammenhängenden Restvorkommen von lichten Kiefernwäldern am Lech. Sie gelten aufgrund ihrer ökologischen Funktion sowie ihrer biogeographischen Einzigartigkeit als nationales Naturerbe. Etwa 80 Prozent der noch verbliebenen lichten Kiefernwälder und Heiden am bayerischen Lech befinden sich auf Augsburger Stadtgebiet. Der Stadtwald Augsburg ist als "Natura 2000-Gebiet" ausgewiesen und damit ein Naturerbe von europäischem Rang.

Im Stadtwald Augsburg und auf der angrenzenden Königsbrunner Heide, die zum Stadtwald Augsburg gehört, weiden Urwildpferde. Es handelte sich dabei um ein Beweidungsprojekt, für das sich neben einer Herde von Przewalskipferden auch äsende Rothirsche in einem eingehegten Areal aufhalten. So will man die ursprünglichen Bedingungen für die rare Vegetation in den lichten Kiefernwäldern und auf den Magerrasen im Trinkwasserschutzgebiet? der Stadt Augsburg wiederherstellen, denn mit den klassischen Methoden der Landschaftspflege, Mahd und Schafbeweidung, ist ein nachhaltiger Schutz der lichten Kiefernwälder nicht möglich.

Wildpferde aber gehörten zu der ursprünglichen Tierwelt des Lechtals?. Das aus den Steppen Zentralasiens stammende Przewalskipferd ist die letzte echte Wildpferdart. Im Freiland waren sie seit Ende der 1960er Jahre verschwunden, konnten aber durch die Erhaltungszucht in Zoologischen Gärten vor dem Aussterben gerettet werden. Die Pferde kamen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Stadtwald. Hier tragen sie mit ihrem Fraß- und Weideverhalten dazu bei, lichte Strukturen zu erhalten bzw. zu fördern und erhalten auf diese Weise die Artenvielfalt von Kiefernwald und Heide.

Die Stadtwerke Augsburg Wasser GmbH gewinnt aus dem Stadtwald Trinkwasser für über 300.000 Menschen. Seine Wälder liefern außerdem Holz als klimafreundlichen, nachwachsenden Rohstoff.

Der Stadtwald Augburg und die Königsbrunner Heide beherbergen große Vorkommen der Sumpfgladiole?, wohl mehr als 400.000 Exemplare, die Anfang Juli blühen.

Sonstiges

Weblinks


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