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Stadtgraben

ein Augsburger Lechkanal; ehemals ein wichtiger Bestandteil der Augsburger Stadtverteidigung

Allgemeines

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Der Zweck des Stadtgrabens Augsburg war die Verstärkung der Stadtmauer. Es handelte sich um einen der Stadtmauer vorgelagerten Graben, der mit Wasser gefüllt war und den Angreifern ein Hindernis bot. Ohne den Stadtgraben zu überwinden, konnten Angreifer die Stadtmauer Augsburgs nicht erstürmen. Während Feinde damit beschäftigt waren, den Stadtgraben zu überwinden, boten sie den Verteidigern auf den Stadtmauern ein leichtes Ziel.

Der größte Teil des Augsburger Stadtgrabens wurde in der Vergangenheit zugeschüttet. Nur noch der südliche Teil der Anlage ist bis heute gut erhalten geblieben. Der Stadtgraben verbindet die Wallanlagen vom nördlich gelegenen Lueginsland mit denen im Süden Rote-Torwall-Anlagen?. Allerdings nimmt der Stadtgraben zwischen dem nördlichen und südlichen Teil zwei neue Namen an:

Der Innere Stadtgraben? markiert in der geschichtlichen Entwicklung Augsburgs den Stand vor der Einbeziehung der Jakobervorstadt in die Stadtbefestigung und führt an der Herwartstraße?, dem Unteren, Mittleren und dem Oberen Graben entlang. Das ist an dieser Stelle die Linie, an der die Stadtbefestigungsanlagen bis ins 14. Jahrhundert standen, also bevor man die Jakobervorstadt in die Stadtbefestigung einbezog.

Der eigentliche Stadtgraben hat also zwei Teile, die durch den Inneren? und den Äußeren Stadtgraben getrennt sind.

Neben der südlichen Stadtgraben-Linie, die etwa 500 Meter lang ist, gibt es noch einen anderen Zweig des Stadtgrabens. Er liegt nördlich des Äußeren Stadtgrabens, der über Vogeltor, Jakoberwall, Oblatterwall, Bert-Brecht-Straße und Unteren Graben verläuft. Dieser nördliche Stadtgraben-Abschnitt ist ebenfalls etwa 500 Meter lang und die Verlängerung des Teils, der Innerer Stadtgraben? heißt.

Im Süden des Roten Tors ist der Stadtgraben zum Teil noch erhalten. Man sieht ihn in den Grünanlagen und Teile von ihm sind in die Tribüne der Freilichtbühne eingearbeitet. Ein weiteres Stück des Stadtgrabens ist der so genannte Schleifgraben? der zwischen dem nördlichen Ende der Volkhartstraße und dem Wertachbrucker Tor liegt. Die Thommstraße bezeichnet in etwa den ehemaligen Verlauf des Stadtgrabens vom Wertachbrucker Tor bis zum Lueginsland.

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Die Augsburger lieben alle Teile des Stadtgrabens wegen der vielen idyllischen Stellen und der schönen Spazierwege entlang des Wassers.

Geschichte

Im Jahre 1860 wurde der westliche und nördliche Teil des Stadtgrabens ausgehend von der Freilichtbühne zum großen Teil überbaut. Damals hatte man die entsprechenden Befestigungsanlagen abgebrochen. Durch die Aufschüttung entstanden die Eserwallstraße, der Theodor-Heuss-Platz (ehemals Kaiserplatz), die Konrad-Adenauer-Allee (ehemals Kaiserstraße), die Fuggerstraße und die Volkhartstraße. Die Schießgrabenstraße verläuft parallel zur Konrad-Adenauer-Allee auf einer Wallaufschüttung, die man nicht abgetragen hat.

In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts plante der Stadtbaurat Ludwig Leybold? die gesamte Stadt mit einem Ring ähnlich großzügiger Straßen wie der heutigen Konrad-Adenauer-Allee zu umgeben, konnte sich aber nicht durchsetzen.

Details

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Der Augsburger Stadtgraben nimmt seinen Ausgang vom Spitalbach? an den Roten-Tor-Wallanlagen?. Fälschlicherweise wird der Stadtgraben oft schon hier als "Innerer Stadtgraben" bezeichnet, doch heißt er hier nur "Stadtgraben". Erst etwa auf Höhe des Vogeltors teilt sich der Stadtgraben in den Inneren und den Äußeren Stadtgraben, um sich in der Nähe des Heizkraftwerks Franziskanergasse? wieder zum Stadtgraben zu vereinen. Kurz vor der Thommstraße geht der Stadtgraben in den Malvasierbach über.

Lage


Beginn des südlichen Teils des Stadtgrabens; fälschlich hier auf der Karte als Innerer Stadtgraben? bezeichnet.


Verzweigung des Stadtgrabens in Innerer? und Äußerer Stadtgraben


Wiedervereinigung von Innerem? und Äußerem Stadtgraben? zum Stadtgraben; hier oberhalb der Bert-Brecht-Straße fälschlicherweise weiterhin als Innerer Stadtgraben? bezeichnet.

Weblinks


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