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Sporthalle Augsburg

eigentlich Erhard-Wunderlich-Sporthalle, aber von den Augsburgern meist immer noch nur "Sporthalle" oder "Sporthalle Augsburg" genannt

Sporthalle Augsburg
Sporthalle Augsburg, Außenansicht Dezember 2015. Für den Autor, siehe [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Allgemeines

Die Erhard-Wunderlich-Sporthalle liegt zwischen dem Rosenaustadion und dem südwestlichen Ende des Wittelsbacher Parks an der Ulrich-Hofmaier-Straße? und gehört der Stadt Augsburg. Die Sporthalle wird nicht nur für Sportereignisse genutzt, sondern beherbergte schon die verschiedensten Veranstaltungen - bis hin zu "Wetten dass ...?"-Aufzeichnungen. Sie ist eine denkmalgeschützte Mehrzweckhalle im Antonsviertel war die erste nach dem Zweiten Weltkrieg gebaute große Halle in Augsburg.

Sporthalle Augsburg innen
Sporthalle Augsburg, innen Oktober 2006. Für den Autor, siehe [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Die Erhard-Wunderlich-Sporthalle kann wie andere Augsburger Sportstätten über das städtische Sport- und Bäderamt gegen eine Gebühr gemietet werden.

Die Erhard-Wunderlich-Sporthalle diente von Anfang an hauptsächlich Schulen? und Vereinen als Trainings- und Wettkampfstätte. So spielte und spielt man hier Hallenfußball, Handball, Basketball, Hockey, Volleyball, Badminton, Fechten etc. Im Hallenkeller trainieren Kraftsportler, Bogenschützen und Kampfsportler. Auch führte der Münchener Sportverein TSV Milbertshofen in der Zeit, in der er in der Handball-Bundesliga spielte, vereinzelte Bundesliga- und Europapokalspiele in der Halle durch. Mit der Eröffnung der Kongresshalle 1972 und der Schwabenhalle? auf der Messe Augsburg 1987 verlor die Sporthalle Augsburg ihre Bedeutung für größere sportliche oder kulturelle Veranstaltungen. Der Parkplatz vor der Sporthalle Augsburg wird noch heute gern für Floh- und Trödelmärkte genutzt.

Geschichte

Schon 1905 veröffentlichte die Stadt Augsburg einen Baulinienplan, in dem die Verwendung des Geländes, wo heute die Erhard-Wunderlich-Sporthalle steht, festgeschrieben wurde: Man wollte das Gelände mit Wohnbebauung nutzen. Doch in den 1930er Jahren gab man das Projekt auf und sah hier einen großen Eichenhain vor. Möglich, dass der Zweite Weltkrieg diese Planungen obsolet machte.

Anfang der 1960er begann die Stadt Augsburg mit der Planung einer neuen Sporthalle. Den Standort dafür fand sie östlich des neu gebauten Rosenaustadions, das noch ungenutzt war. Der damalige Stadtbaurat? Walther Schmidt? fertigte erste Entwürfe und veranstaltete im Juni 1962 einen Architektenwettbewerb für die neue Sporthalle. 1963 entschied sich die Stadt Augsburg für den Entwurf des Ingenieurs Hugo Gall aus Reutlingen. Die Pluspunkte, die für seinen Entwurf sprachen waren die geringen Baukosten und das außergewöhnliche Erscheinungsbild. Nach der Grundsteinlegung am 29. Oktober 1963 errichtete das Augsburger Bauunternehmen Thormann & Stiefel? die Sporthalle Augsburg.

Erbaut wurde die Sporthalle am Rand des Wittelsbacher Parks in den Jahren 1964/65 für etwa 3,95 Millionen Mark. Am 11. Dezember 1965 wurde die Halle mit dem Handball-Länderspiel Deutschland gegen Frankreich als "Sporthalle Augsburg" eingeweiht.

Während der olympischen Sommerspiele 1972 wurden sechs Vorrundenspiele des Handball-Turniers in der Sporthalle Augsburg ausgetragen. Auch das Qualifikationsturnier der Baskeballer zu den Spielen in München fand hier statt.

Am 15. Mai 1976 trat in der Sporthalle Augsburg die Box-Legende Muhammad Ali gegen Karl Mildenberger und Jimmy Ellis in den Ring. Es war der Augsburger Sportjournalist Horst Eckert?, der den Boxkampf organisierte. Er diente der Vorbereitung Alis auf den zehn Tage später stattfindenden Weltmeisterschaftskampf in der Münchner Olympiahalle gegen Richard Dunn.

Am 6. Februar 1982 wurde in der Sporthalle Augsburg die achte Ausgabe von "Wetten, dass ...?" mit Frank Elstner, Mireille Mathieu, Senta Berger und Thomas Gottschalk aufgezeichnet. Und am 16. April 1983 war "Wetten, dass ...?" zum zweiten Mal in der Sporthalle Augsburg. Diesmal mit Johnny Cash, Harald Juhnke und Alain Delon. Auch Fernsehformate wie "Vier gegen Willi" mit Mike Krüger wurden später aus der Sporthalle Augsburg gesendet.

Sporthalle Augsburg Anzeigetafel
Sporthalle Augsburg, Anzeigetafel 2005. Für den Autor, siehe [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Tanzsport-Fans konnten in der Sporthalle Augsburg die Kür der Standard-Weltmeisterschaft (21. Okt. 1989) und die Europameisterschaft der "Latein"-Profis (31. März 1990) miterleben.

2003 stellte man die Sporthalle Augsburg wegen ihrer spektakulären Hängedach-Kosntruktion aus Spannbeton unter Denkmalschutz?.

2004 trat Reinhard Fendrich hier auf, ebenfalls Michael Mittermeier, der 2006 ein zweites Mal in der Sporthalle gastierte, 2006 Mario Barth, 2008 Dieter Nuhr, 2010 Joan Baez.

Nach dem Tod der Augsburger Handball-Legende Erhard Wunderlich erhielt die Sporthalle Augsburg 2012 den offiziellen Namen "Erhard-Wunderlich-Sporthalle".

Details

Das Besondere an der Erhard-Wunderlich-Sporthalle ist die Dachkonstruktion. Sie verfügt über eine spektakuläre Hängedach-Konstruktion aus Spannbeton. Das Seilträgerhängedach misst einen Durchhang von fünf Metern und ist etwa 60 Meter weit gespannt. Aufgrund der Konstruktionsweise ("Seilträgerhängedach-Konstruktion mit antithetisch gestellten, überkragenden Tribünen") wurde die Halle am 15. Mai 2003 in die amtliche Denkmalliste aufgenommen. Die Konstruktion erwies sich als äußerst beständig, nur die Dachhaut musste 2011 erneuert werden.

Sporthalle Augsburg 2
Sporthalle Augsburg 2006. Für den Autor, siehe [GFDL oder CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Das Spielfeld im Hauptgeschoß bietet 48 x 26 Meter, die Tribünen sind zu beiden Seiten der Halle angeordnet und geben etwa 3.100 Zuschauern Platz.

Wenn man die Spielfläche bestuhlt, lässt sich die Zuschauerzahl auf 4431 erhöhen. In der Haupthalle ist ein flächenelastischer Schwingboden mit Linoleum verlegt. Die Hallenhöhe beträgt 9,20 Meter. Zu Veranstaltungen gibt es eine Kantine / einen Kioskverkauf.

Im Untergeschoss sind ein Kraftraum, eine Bogenschießanlage sowie Trainings- und Gymnastikräume mit Parkettboden vorhanden. Die Heizungsanlage besteht noch aus Lufterhitzern, die mit Erdgas betrieben werden, die fünf Wärmetauscher geht noch auf das Baujahr 1964 zurück. Die Grundplatte der Halle ist also unterkellert. Von der Grundplatte aus erheben sich 18 auskragende Stahlbetonstützen mit einer Höhe von 15 Metern. Jeweils zwei Stützen stehen sich gegenüber und dienen als Widerlager für die 60 Meter weit gespannten Stahlseile. Die Stahlseile hängen in der Mitte etwa fünf Meter durch und bilden das Auflager für die Dachhaut, die aus etwa 1500 Betonplatten besteht.

Die Sporthalle Augsburg ist mit der Straßenbahnlinie 1 über die Haltestelle Polizeipräsidium und 10 Gehminuten gut erreichbar. An der Ostseite der Sporthalle Augsburg stehen auch Parkplätze in beschränkter Zahl zur Verfügung (etwa 200 Stellplätze).

Adresse

Erhard-Wunderlich-Sporthalle
Ulrich-Hofmaier-Straße? 30
86159 Augsburg


Weblinks


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