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Sonstiges zum Botanischen Garten Augsburg

Ausbildung

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Im Botanischen Garten kann man sich seit 1936, als er gegründet wurde, zum Gärtner ausbilden lassen. Heute sind es bis zu 10 Auszubildende, die jedes Jahr hier in die Gärtnerei eingeführt werden und Kenntnisse im Pflanzenbau, in Biologie, Mathematik, Betriebswirtschaft, Chemie und Physik erwerben. Die Aufgabenvielfalt reizt viele junge Menschen, sich hier zu bewerben. Alle Aufgaben, die vom Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen? ausgeführt werden, lernen die Auszubildenden kennen. Im Botanischen Garten arbeiten sie in der Staudengärtnerei, im Gemüsebau, in den Freianlagen, in der Baumschule und dem Anzuchtbetrieb. So lernen sie, wie man bewässert, bestimmte Erden einsetzt, wie man düngt, Pflanzenschutzmittel und Substrate einsetzt und die verschiedenen Pflanzenarten richtig betreut.

Immer interessant

Viele Menschen denken, der Botanische Garten sei nur im Frühjahr oder Sommer interessant. Das ist ein Trugschluss, denn er ist zu jeder Jahreszeit informativ und schön. Zu jeder Jahreszeit hat er seine eigene Färbung und seinen eigenen Charme. Ja selbst die unterschiedlichen Tagzeiten lassen unterschiedliche Stimmungen aufkommen. Im Winter kann man sich in der tropischen Pflanzenwelt unter Glas aufhalten, wo man in der Adventszeit die Krippe studieren kann. Im Außenbereich überraschen zugefrorene Wasserstellen, der Raureif überzuckert die letzten Blätter, auf Buchsbäumen liegt der Schnee, gefrorene Rosen und rote Hagebutten können nicht nur für Fotografen Motive sein. Besonders der japanische Gartenteil kommt im Winter zur Geltung: Jetzt kann man seine Gesamtanlage mit einem Blick erfassen.

Der Botanische Gartens wird heute mit Wärme beheizt, die ein Biomasseheizwerk – ohne Subventionen und sich selbst finanzierend – aus dem Baum- und Strauchschnitt städtischer Grünanlagen gewinnt.

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Beetstauden

Beetstauden sind über den ganzen Botanischen Garten Augsburg verteilt und prägen ihn. Hier wachsen Wildstauden, die sich selbst ihren Platz suchen und ungedüngt leben können, aber auch viele gezüchtete Pflanzen, die z. B. am Teich, an den Bächen oder in eigenen Beeten wachsen. Sie lieben das Wasser, weshalb man hier oft die Sumpfdotterblume, Rohrkolben, Gauklerblume, Pfennigkraut, Blutweiderich, Sumpfiris und Wasserdost findet. Etwas trockener gedeihen Eisenhut, Rittersporn und Schwertlilie. Solche Staudenpflanzen können bis zu 50 Jahren alt werden. Hinter dem Teich wachsen vor allem einjährige Beetstauden, die man auf weichen Mulchwegen nahe erleben kann. Präriestauden blühen besonders im Hoch- und im Spätsommer in ihren rot-gelben Tönen. Daneben gibt es auch Stauden mit etwas kälteren Farben, wie z. B. Anemonen oder Astern.

Diese Gewächse sind sehr robust und gedeihen auf Sonnenplätzen mit nährstoffreichen, frischen bis feuchten Böden, wo sie einen dichten und manchmal auch hohen Bewuchs bilden.

Biomasse-Heizanlage

Die erste Biomasse-Heizanlage des Botanischen Gartens in Augsburg wurde 2001 in Betrieb genommen. Sie lieferte bis 2016 umweltfreundliche und CO2-neutrale Wärme für verschiedene Gebäude im Botanischen Garten. Grundgedanke war, das Holz, das beim Baum- und Strauchschnitt im Stadtgebiet Augsburg anfiel, zur Energiegewinnung zu nutzen. So war die Biomasseanlage ein wertvoller Beitrag zum Umweltschutz, da die Anlage CO2-neutral arbeitete und nur so viel CO2 an die Umwelt abgab, wie im Laufe der Zeit von den Bäumen gespeichert wurde. Dies entsprach ungefähr 700 Tonnen CO2 im Jahr.

Die Heizanlage lief besonders in den letzten Jahren vor 2016 sehr effektiv, es konnte je nach Witterungsverhältnissen bis zu 70 Prozent des Wärmebedarfs durch die Verbrennungsanlage abgedeckt werden. Mit der Energie wurden die Gewächshäuser des Botanischen Gartens, die Verwaltungsgebäude des Grünamtes, einige Gebäude des naheliegenden Zoos Augsburg und auch die Gebäude des Biergartens beheizt. Zur Biomasseheizung konnten bei hohem Wärmebedarf in kalten Wintern die beiden Heizkessel der Erdgasheizung zugeschaltet werden.

Diese Hackschnitzelheizung wurde über einen Contracting-Vertrag zwischen dem Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen und den Stadtwerken Augsburg finanziert, der 2016 auslief. Für den anschließenden neuen Contracting-Vertrag nutzte man die Gelegenheit, eine völlig neue Anlage in das Heizgebäude zu installieren. Es wurde aber nicht nur ein neuer und effizienterer Kessel sowie ein neuer Filter für Feinstaub eingebaut, sondern zusätzlich ein Vakuumspeicher, quasi eine überdimensionale Thermoskanne. Darin kann in der Anlage erzeugtes, 90 Grad heißes Wasser, das gerade nicht zum Heizen gebraucht wird, gespeichert werden. Der sieben Meter hohe Behälter mit drei Metern Durchmesser besitzt eine doppelte Außenwand. Zwischen den beiden Wänden herrscht ein Vakuum und bietet damit eine optimale Isolierung. Mit dem Speicher können Schwankungen im Wärmebedarf besser ausgeglichen werden. So kann der Kessel gleichmäßiger betrieben werden, was den Wirkungsgrad verbessert. Es ist damit aber auch gewährleistet, dass immer genügend Wärme zur Verfügung steht.

Hits for Kids

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Eigens für Kinder wurde eine "Erlebnispfad der Sinne" angelegt, der das Ziel hat, Kindern Natur spannend nahe zu bringen. Der Pfad beginnt im Eingangsbereich und endet am großen Weiher. Als Wegweiser zu den verschiedenen (Spiel-)Stationen des Pfads dienen Holzmännchen. Die Kinder erleben viele Überraschungen zum Thema Natur.

Übrigens bemüht sich der Augsburger Botanische Garten auch in seinem Veranstaltungsprogramm besonders um Kinder und die Vermittlung von Pflanzenwissen an die Jüngsten. Zu Ostern gibt es z. B. den Ostertreff, von Mai bis Oktober steht das Lesezelt der Bürgerstiftung Beherzte Menschen für Lesungen zur Verfügung und am 8. August, dem Augsburger Friedensfest findet ein Kinderfriedensfest im Botanischen Garten statt, zu dem die Kinder freien Eintritt haben. Meist organisieren mehr als 50 Vereine, Institutionen und Organisationen das Fest und viele ehrenamtliche Helfer (2014 waren es 350) beteiligen sich am Programm, das Kinderschminken, kreative und sportliche Aktionen zum Mitmachen, Figurentheater, Familienparcours etc. umfasst. 2011 gab es zum ersten Mal auch eine Tombola mit Preisen für die Kinder. Mit Angeboten zum Mitmachen und erlebnisstationen können sich Kinder, Jugendliche und Familien spielerisch mit dem Thema "Frieden" auseinandersetzen. Der so genannte Tschamp Friedensparcours zeigt die Bedeutung des Friedens im Alltag von Menschen.

Seit 1951 lockt im Dezember und Januar die orientalische Rundkrippe im Pflanzenschauhaus die Kinder in den Botanischen Garten.

Besonders wohl fühlen sich Kinder in dem Lesezelt (Tipi). Dort sind wichtige Kultur- und Kultpflanzen der nordamerikanischen Indianer angesiedelt, die ihnen als Heilmittel, Nahrung und für Zeremonien dienten. Mit Gebeten und Ritualen wurden Pflanzen von den Indianern geehrt, weil sie Pflanzen als lebendige Wesen betrachteten. Wir kennen aus vielen Filmen z. B. das Rauchen der Heiligen Pfeife. Bei den Indianern galt es als Gebet und Danksagung an die Götter. Tabak nannten sie deshalb "Kinnik Kinnik", "Mischung, die uns neues Leben verleiht". Man inhalierte den Rauch nicht, sondern blies ihn in die vier Himmelsrichtungen, dazu in Richtung Mutter Erde und Richtung Sonne als Symbol der höchsten Macht. Durch das Räuchern mit Kräutern glaubten die Indianer bestimmte Menschen, Tiere, Gegenstände, Wohnräume oder Orte von bösen Geistern oder schlechten Schwingungen zu befreien und mit pflanzlichen Opfergaben bedankten sie sich bei ihren Göttern für Erfolg bei der Ernte oder der Jagd.

Publikationen

An der Kasse des botanischen Gartens sind Publikationen über den Park als Ganzes, über den Japangarten und über den Apothekergarten erhältlich.

Defibrillator

Seit November 2007 steht im Botanischen Garten ein Defibrillator zur Verfügung, gestiftet von der BKK Stadt Augsburg?. Viele Mitarbeiter des Amtes für Grünordnung, Friedhofswesen und Naturschutz? sind bei der BKK Stadt Augsburg? krankenversichert. Ihnen und den Besuchern steht das Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsgerät zur Verfügung, um die möglichen Folgen eines Herzinfarktes zu mildern.

Heiraten im Botanischen Garten

Im Botanischen Garten Augsburg können Brautpaare heiraten und so ihren besonderen Tag an einem besonderen Ort erleben: Jeden vierten Donnerstag in den Monaten April bis Oktober ist es hier möglich standesamtlich zu heiraten oder eine Lebenspartnerschaft zu schließen.

Ob an bestimmten Tagen noch Termine verfügbar sind, welche Unterlagen benötigt werdem und wie man einen bestimmten Termin reserviert, erfahren heiratswillige Paare im Standesamt der Stadt Augsburg. Für die anschließenden Feierlichkeiten kann der Kastaniengarten, so heißt der Biergarten im Botanischen Garten Augsburg, gemietet werden.

Weblinks


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