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Shinjinbukan Augsburg Dōjō

神人武館アウグスブルク道場

Allgemeines

Die Shinjinbukan Schule (Shorin Ryū Karate). Genau genommen passt die Shinjinbukan Schule nicht in die Rubrik "Kampfsport". In dem ehemaligen Augsburger Dojo wurde nämlich kein "KampfSPORT" betrieben. Vielmehr befanden sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg der KampfKUNST.

Ziel des Dojo war es, die kampfkünstlerische Kultur, eingebettet in unseren westlichen kulturellen Kontext, zu erhalten und zu verbreiten. Deshalb wurden mehr als als körperliche Übungen vermittelt. In der Shinjinbukan Schule wurde auf Reigi Sahō (Regeln der Höflichkeit) größter Wert gelegt. Den Schülerinnen und Schülern sollten die Kultur Japans und Okinawas nahegebracht werden. Man hoffte, dass sie nach einiger Zeit auch die Sprache zumindest in Grundzügen beherrschten.

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Die Meister des "Ti" haben über die Jahrhunderte experimentiert, um herauszufinden, welche Techniken die wirksamsten sind, und diese dann verfeinert und perfektioniert. Das Resultat ist die optimale Ausnutzung des menschlichen Körpers, d. h. die größtmögliche Effizienz bei der Kraftübertragung und Stabilisierung. Wer die Techniken beherrscht, wird auch gegen einen größeren und stärkeren Gegner nicht verlieren.

Und darum geht es bei dieser Kampfkunst: Nicht zu verlieren. Es geht nicht ums Gewinnen. Im sportlichen Wettkampf gibt es Gewinner und Verlierer; es gibt einen ersten, zweiten und dritten Platz. In der Realität hingegen gibt es möglicherweise keinen zweiten Platz, daher ist es fürs Überleben wichtiger "nicht zu verlieren".

In dieser Augsburger Einrichtung wurde sehr präzise gearbeitet. Das Training war aufs Detail fokussiert, da selbst geringe Änderungen etwa der Haltung, des Winkels, den ein Gelenk einnimmt, oder bei der Atmung die Qualität der letztlich resultierenden Technik beeinflussen. Gelang die Technik, wurde sie tausende Male geübt, bis sie in Fleisch und Blut überging; und bei den unzähligen Wiederholungen wurde sie weiter geschliffen und poliert. "Saß" die Technik dann, wurde intensiv trainiert. An dieser Stelle sei auch gesagt, dass die effiziente Ausnutzung des Körpers nicht in dem Maß zu Verschleiß führt wie die ineffiziente Ausnutzung, die letztlich gegen den Körper arbeitet.

Geschichte

Die Wurzeln des Karate reichen weit zurück in die Vergangenheit, in die Zeit des Ryūkyū-Königreichs vor 500 Jahren. Zu jener Zeit wurde diese geheime Kampfkunst als "Ti" bezeichnet. Sie war nur ausgewählten Kreisen zugänglich und wurde von Meistern über die Generationen weitergegeben.

Die Shinjinbukan Schule wurde auf Okinawa (Japan) von Onaga Yoshimitsu Kaichō gegründet, um "Okinawa Ti" zu bewahren. Die Augsburgerin Melanie Petrak lernte direkt von Onaga Yoshimitsu Kaichō und leitete die Abteilung Karate des Budo Shuren Dōjō.

2015 wurde das Augsburger Shinjinbukan Dojo aufgelöst. Die Tradition lebt weiter im Michi Shinjinbukan Augsburg Dōjō.

Details

Das heutige Karate richtet seinen Fokus auf Wettkämpfe sportlicher Natur; die ursprünglichen Trainingsmethoden und Übungen hingegen geraten in Vergessenheit. Das Sport- und Wettkampfkarate durchlief durch Standardisierung und Anpassung an den Breiten- und Wettkampfsport tiefgreifende Veränderungen (Vereinfachungen) und hat mit dem ursprünglichen "Ti" nur noch wenig gemeinsam.

Das "eigentliche" Training – so weit man es vom rituell-zeremoniellen überhaupt trennen kann – war auf seine Art sicher einzigartig, nicht nur in Augsburg, sondern auch in ganz Deutschland. Die Trainerin Melanie Petrak Sensei und ihr Mann Jimmy Mora Sensei verbrachten mehrere Jahre auf Okinawa; sie sprachen die Sprache und waren mit den kulturellen Begebenheiten vertraut. Auf Okinawa empfindet man das Karate als Ausdruck einer ureigenen Identität. Dennoch ist auch auf Okinawa das sportliche, wettkämpferische Karate inzwischen sehr weit verbreitet. Das ursprüngliche "Ti" beherrschen nur wenige, sei es, weil es nur in kleinen Kreisen gelehrt wurde, sei es weil nicht jeder die Zeit und/oder Motivation für das nötige intensive Training aufbringt. Petrak und Mora Sensei hatten das große Glück, bei Onaga Yoshimitsu Kaichō zu lernen. Sie unterrichteten Shorin Ryū Karate und gaben weiter, was sie von Onaga Yoshimitsu Kaichō gelernt hatten.

Trainingszeiten und -ort

Trainiert wurde früher
Auf dem Kreuz 23
86152 Augsburg


Adresse

Weblinks


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