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Sheridan-Park

ein neuer Stadtteil im Westen von Augsburg, der auf dem Gelände der ehemaligen amerikanischen Sheridan-Kaserne liegt; das Motto des Sheridan-Parks ist "Wohnen Arbeiten Wohlfühlen".

Allgemeines

Das Gelände des Sheridan-Parks umfasste zu Beginn ein 13 Hektar großes Wohngebiet und ein 20 Hektar großes Gewerbegebiet. Heute hat das Gelände etwa 96 Hektar Größe erreicht. Wohnen und Arbeiten liegen hier nahe beieinander. Das Wohngebiet umfasst Einzel-, Doppel-, Reihenhäuser und Geschosswohnungsbau für etwa 2.000 Menschen?. Ein Kindergarten, eine Grund- und Hauptschule sowie Geschäfte zum Einkaufen ergänzen das Gebiet.

In der Endausbaustufe sollen im Sheridan-Park Arbeitsplätze für etwa 4.000 Menschen entstehen. Das Gewerbegebiet liegt verkehrsgünstig direkt an der B 17 und hat zwei direkte Anschlüsse an die Bundesstraße. Der erste Bauabschnitt am Nestackerweg? wird durch den bestehenden Anschluss "Augsburg-Stadtbergen" erschlossen. Er ist voll erschlossen und die Grundstücke haben eine hohe Ausnutzungsmöglichkeit. Die Grundstücke wurden an Interessenten maßgeschneidert für ihren Bedarf ab 115 Euro pro Quadratmeter verkauft. Für Büro- und Dienstleistungsunternehmen eignen sich insbesondere Standorte am öffentlichen Park. Für kundenorientierte Unternehmen stehen Grundstücke direkt an der B 17 zur Verfügung.

Ab 2008 war der Anschluss Leitershofer Straße im Süden kreuzungsfrei und schloss das südliche Gelände des Gewerbegebietes an. Die Gewerbegrundstücke im Sheridan-Park sind zwischen 1.500 und 20.000 Quadratmetern groß.

Ein öffentlicher Landschaftspark soll den Wohnbereich vom Gewerbebereich trennen. Er ist ungefähr 18 Hektar groß.

Die Flächenentwicklung, die mit dem Sheridan-Park verbunden ist, besitzt auf Seiten der Stadt ein Investitionsvolumen von etwa 72 Mio. €. Diese Summe wird über die AGS?, ein kommunales Entwicklungsunternehmen, finanziert. Private Investoren werden im Endausbau noch zusätzlich etwa 100 Mio. € investiert haben - für Gewerbe, Wohnungen und andere Immobilien.

Geschichte

Baubeginn auf dem Areal der ehemaligen US-Streitkräfte? war der 29. März 2006. Nun wurden aus Kasernen Wohnungen. Zuvor waren in der ehemaligen US-Kaserne bis zu 5.000 Soldaten stationiert.

Dem Baubeginn gingen lange Grundsatzüberlegungen zur Umwandlung der Kasernen voraus, in die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Augsburg einbezogen wurden. So hat die Werkstatt Augsburg-West? Überlegungen beigesteuert, das Strukturkonzept für die Konversionsflächen lag zu Grunde, Bürger- und Planungswerkstätten mit externer Moderation durch den Verein Urbanes Wohnen? haben den nötigen Feinschliff am Konzept Sheridan-Park beigetragen. Dieses Konzept wurde zur Vorgabe für einen städtebaulichen Ideenwettbewerb. Fachleute und Stadtrat entschieden sich für das Frankfurter Büro BS + städtebau, das damit beauftragt wurde, die Rahmenplanung für den Sheridan-Park durchzuführen.

Nach vielen Schwierigkeiten mit dem Bund konnte die Stadt Augsburg im Herbst 2005 das Kasernengelände erwerben und trieb dann die Bebauungsplanung mit höchster Priorität voran. Die Umnutzung wurde durch die Treuhänderin der Stadt, die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung GmbH (AGS)? durchgeführt.

Auch für das Grünareal des Sheridan-Parks wurde 2004 ein eigener Wettbewerb ausgeschrieben. Ende 2005 stand mit dem Büro Lohaus/Carl aus Hannover der Siegerentwurf fest. Dieser Park ist das Herzstück des Viertels und wird nach Norden and die Reese-Kaserne, nach Süden über den Vehicle-Parc? bis zur Wertach reichen. Damit ist er die größte öffentliche Grünfläche, die Augsburg je geplant hat und soll den Bewohnern des Sheridan-Parks, den Pferseern und Menschen aus angrenzenden Stadtteilen Naherholung verschaffen.

2008 war der Sheridan-Park mit etwa 70 Hektar die größte Augsburger Baustelle.

Obwohl seit 28. Juli 2011 dem Bayerischen Landtag? eine Petition zum Einkaufszentrum in der Stadtberger Straße vorlag, stimmte am 8. Dezember 2011 der Konversionsausschuss? des Augsburger Stadtrates in nichtöffentlicher Sitzung über die Zukunft des geplanten Einkaufszentrums in der Stadtberger Straße ab. Die Petition der Bürgeraktion Pfersee? dagegen wartete zu diesem Zeitpunkt noch auf die Beratung ihrer Eingabe im Petitionsausschuss. Die Bürgeraktion Pfersee? forderte entsprechend früherer Planungen eine Beschränkung auf 1.500 Quadratmeter, um das Pferseer Stadtteilzentrum an der Augsburger Straße als Hauptgeschäftsstraße nicht zu gefährden.

Bis Mitte 2013 hatten sich im Sheridan-Park, der damals eine Fläche von 96 Hektar erreicht hatte, schon etwa 30 Firmen (IT-Dienstleistungen, Medien und Kommunikation, Planung, Beratung, Handwerk und Großhandel, aber auch eine Harley-Davidson-Niederlassung angesiedelt. Damals waren noch Restflächen in Größen zwischen 2.000 und 20.000 Quadratmetern zu haben, während die vorgesehenen Wohnbauflächen fast komplett vermarktet waren. Laut Plan sollte 2014 das Sheridan Center mit Flächen für Nahversorgung, Büro- und Praxisflächen fertiggestellt sein.

Anfang Juli 2013 wurde das Sheridan Management Center mit mehr als 200 geladenen Gästen von der SMC IT AG? und der Asset Grundbesitz- und Vermögensverwaltung GmbH? als Büro- und Tagungsgebäude eingeweiht.

Mit REWE? eröffnete im Oktober 2015 der Hauptmieter des Nahversorgungszentrums für das neue Stadtviertel.

Ende 2015 änderte der Stadtrat den Bebauungsplan im nordwestlichen Teil des Sheridan-Areals. Statt der ursprünglich vorgesehenen Misch- und Gewerbeflächen wurden Flächen für den Geschosswohnungsbau ausgewiesen. Und zwei der zur Verfügung stehenden Baufelder für den sozialen Wohnungsbau der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) reserviert. Dagegen forderte die Bürgeraktion Pfersee?, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft nicht nur einen Teil, sondern sämtliche Wohnflächen zweckgebunden für geförderten Wohnungsbau zum ursprünglich kalkulierten Preis der Gewerbeflächen bekommen solle. Die Bürgeraktion wirft der Stadt vor, dass sie statt sozialem Wohnungsbau die Spekulation fördere und die Geringverdiener als unerwünschte Einwohner betrachte.

Details

Tor zum Sheridan-Park ist das so getaufte Sheridan Business Quartier. Das ist ein Bürokomplex mit etwa 2.000 Quadratmetern Bürofläche, die sehr flexibel aufgeteilt werden kann. Das Gebäude hat vier Stockwerke und eine große Gastronomiefläche im Erdgeschoss. Tiefgarage und oberirdische Stellplätze bieten Parkraum. Das Energiekonzept arbeitet mit einer Wärmepumpen-Heiztechnologie, Betonkernaktivierung, Grundwasser als Energiequelle und einer Photovoltaikanlage. Die ASSET GmbH? hat dieses ökologisch ausgerichtete Gewerbegebäude entwickelt: Sheridan Management Center.

Außerdem gibt es den Sheridan Tower im Sheridan-Park.

Im Sheridan-Park verlaufen Straßen wie Grasiger Weg? oder Hinter den Gärten?. Dies ist auf die einstige landwirtschaftliche Nutzung dieser etwa 70 Hektar großen Flächen am Stadtrand zurückzuführen.

Die zentrale Grün-Achse im Sheridan-Park hat eine Länge von etwa 1.200 Metern. Hier wurden vorhandener Baumbestand und vorhandene Grünflächen mit neuen Grünelementen verbunden. Die Sheridan-Park-Grün-Achse bildet einen Teil des Westparks, der von der Ulmer Straße im Norden bis zur Wertach im Süden reicht und etwa vier Kilometer lang ist. Der Sheridan Park ist ein relativ ruhiges Gebiet.

Nur eine Randbemerkung: In die Geschichte trat Augsburg durch ein römisches Militärlager. 2000 Jahre später verschwinden die letzten Kasernen aus der Stadt. Wenn das nicht Symbolgehalt besitzt!

Weblinks


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