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Schwibbogengasse

eine Augsburger Gasse, die zum 1. Stadtbezirk (Lechviertel östliches Ulrichsviertel) und damit zum Planungsraum I Innenstadt gehört; Postleitzahl 86150

Allgemeines

Kommt man vom Heilig-Geist-Spital, geht über den Wollmarkt mit seinem schönen Arkadengang und quert die Margaretenstraße kann man in die Schwibbogengasse einbiegen, wo man am Schwallech auf ein Wasserrad stößt, das zu Demonstrationszwecken hydraulisch ins Wasser gesenkt werden kann und so die Wasserkraft symbolisiert, die Augsburg bis zur Industrialisierung auf dem Weg an die wirtschaftliche Weltspitze gebracht hat, weil sie umfassend zum Betrieb von Mühlen? oder einfachen Maschinen genutzt wurde.

In der Architektur ist Schwibbogen ein waagrechter Bogen, der zwei Gebäude oder Gebäudeteile spreizt. Wahrscheinlich leitet sich der Begriff von Schwebebogen ab. Er war so gemauert, dass sich oben ein gerader Abschluss ergab. Solche Schwebebögen oder Schwibbögen waren in den engen Gassen mittelalterlicher Städte oft zu finden.

Geschichte

1920 zählte man in der Schwibbogengasse auf sechs Häuser drei Schäffler. Noch in den 1990er Jahren war die Werkstatt der Schäfflerei Demharter in der Schwibbogengasse 27 original erhalten.

Details

Schwibbogengasse 27: Früher gehörte dieses Handwerkerhaus als Schäfflerei Demharter zum Augsburger Handwerkerweg. Es handelt sich u einen breiten Traufseitbau mit drei Geschossen und je zwei hohen Zwerchhäusern nach Osten und Westen. Die Zwerchhausgiebel haben Volutensilhouetten. Im Kern geht das Gebäude auf das 16./17. Jahrhundert zurück. Die Werkstatt ist etwas vorgesetzt und geht auf die Zeit um 1550 zurück. Im Lauf der Jahrhunderte lebten hier Flößer, Gold- und Silberschmiede und ab 1819 ein Schäfflermeister. Ursprünglich bestand das Handwerkerhaus aus zwei unterschiedlichen Hausteilen, dem südlichen Kellerbereich, der in Holzbalkenkonstruktion ausgeführt war und dem nörlichen Bereich, der ein Kreuzgratgewölbe hat. Diese zwei Hausteile wurden im 17. Jahrhundert zu einem Gebäude zusammengefasst, indem man in der Mittelachse eine Treppenanlage nach dem "Himmelsleitersystem" einbaute. Das bedeutet: Die Treppe ist ein durchgehendes, geradeläufiges Treppenhaus. Die Himmelsleitertreppe führt in die einzelnen Geschosse, wo noch orginale Zweifeldertüren mit ausgeschmiedeten Bändern erhalten sind. Ein Umbau erfolgte im 18. Jahrhundert. Unter anderem erhielt das Haus Treppengeläner mit Baluster. 1986 setzte man es erneut in Stand. Es ist mit seinem auffallenden Krüppelwalmdach eines der letzten dieser Art in Augsburg.

Lage


Weblinks


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