Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Unterkunft und Sehenswürdigkeiten | Museen | Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld


Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_1.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_2.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_3.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_4.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_5.jpg.jpg
https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_6.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_7.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_8.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_9.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--volkskundemuseum-oberschoenenfeld_impressionen_arno_1_10.jpg.jpg

auch Volkskundemuseum Oberschönenfeld oder Schwäbisches Volkskundemuseum; ein Museum des Bezirks Schwaben

Allgemeines

Das Schwäbische Volkskundemuseum ist auf dem Gelände der Zisterzienserinnenabtei Oberschönenfeld (auch Abtei Oberschönenfeld oder Kloster Oberschönenfeld) im Schwarzachtal? zwischen Gessertshausen und Waldberg untergebracht, die zwischen 1690 und 1763 errichtet wurde. Es ist das kulturelle Zentrum der Anlage und das älteste Museum des Bezirks Schwaben Eingerichtet wurde es ab 1984 in den ehemaligen Ökonomiebauten des Klosters. Neben der Dauerausstellung präsentiert die angegliederte Schwäbische Galerie regelmäßig Sonderausstellungen. Das Museum zeigt die alltägliche Kultur der breiten Bevölkerung Schwabens in den letzten 200 Jahren und zieht pro Jahr etwa 60.000 Besucher an.

Dauerausstellungen zeigen Geschichte und Kultur, Leben und Arbeiten des Alltags im ländlichen Raum Schwabens mit überlieferten Sachzeugnissen, ergänzenden Fotos und erläuternden Texten. Regelmäßige Sonderausstellungen dienen der Vertiefung und Erweiterung der Themen. Die Schwäbische Galerie präsentiert in Wechselausstellungen Werke von schwäbischen Künstlern. So will man den Dialog zwischen Künstlern und Publikum durch neue Impulse und die Begegnung mit den künstlerischen Kräften der Gegenwart im traditionsreichen Umfeld fördern.

Geschichte

Die "Schwäbischen Galerie" im Volkskundemuseum Oberschönenfeld ist in einem Gebäude untergebracht, dessen Dachstuhl 1743 entstanden ist. Das Gebäude diente als Mastochsenstall mit Stadelteil, Zimmerei und Wagnerei.

1971 gab das Zisterzienserinnenkloster Oberschönenfeld seine Landwirtschaft wegen Unrentabilität auf. Baulich waren die Ökonomiegebäude heruntergekommen und nun vom Abbruch bedroht.

1972 entschied man, die Kernanlage des Klosters und die Wirtschaftsgebäude als bedeutende „kulturhistorische Dokumente" zu erhalten und zu sanieren.

1973 rettete man die strohgedeckte Sölde in Döpshofen? und versetzte sie 1974 nach Oberschönenfeld als künftiges Bauernhofmuseum für den Landkreis Augsburg. Nun tauchten erste Überlegungen zur Nutzung der klösterlichen Ökonomiegebäude auf, die sich bald auf eine museale Verwendung konzentrierten.

1976 konstituierte sich im Heimatverein für den Landkreis Augsburg? der Arbeitskreis „Bauernmuseum Oberschönenfeld". Er sammelte landwirtschaftliche und handwerkliche Geräte und Maschinen, die später den Grundstock des Schwäbischen Volkskundemuseums als Dauerleihgabe bildeten.

1980 stellte Bezirksheimatpfleger Dr. Hans Frei? ein „Museumsprogramm für den Bezirk Schwaben" vor, das im Juli vom Bezirkstag genehmigt wurde. Es sah drei museale Schwerpunkte für Schwaben vor: Oberschönenfeld, Illerbeuren und Maihingen. Dabei sollte das Museum in Oberschönenfeld die bäuerlich-ländliche Kulturgeschichte Mittelschwabens dokumentieren.

Am 21. Juli 1982 billigte der Bezirkstag die Zweckvereinbarung zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Landkreis Augsburg über die kommunale Zusammenarbeit. Sie wurde am 7. Oktober 1982 unterschrieben. Ebenfalls am 7. Oktober 1982 wurde der Mietvertrag zwischen dem Kloster Oberschönenfeld? und dem Bezirk Schwaben unterzeichnet. Auf zunächst 30 Jahre mietete der Bezirk Schwaben drei Ökonomiegebäude und Freiflächen zur Einrichtung des künftigen Schwäbischen Volkskundemuseums an. Im Anschluss an die Unterzeichnung erfolgt der symbolische erste Spatenstich.

Am 7. Juli 1984 konnte man den ersten Abschnitt des Museums, die Dauerausstellung zum Thema „Von der Handarbeit zur Maschine" im ehemaligen Schafstall des Klosters Oberschönenfeld eröffnen. Dabei griff man auf eine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen des Heimatvereins für den Landkreis Augsburg? zurück und knüpfte an örtliche Gegebenheiten im landwirtschaftlichen Gutsbetrieb des Klosters Oberschönenfeld an.

1987 richtete der Bezirk Schwaben eine Museumsdirektion ein. Mit diesem neuen Amt übernahm der damalige Bezirksheimatpfleger Dr. Hans Frei? die Leitung der Bezirksmuseen in Oberschönenfeld und in Maihingen. Er baute in den folgenden Jahren als Leitender Museumsdirektor das Schwäbische Volkskundemuseum auf - bis er am 31.12.2002 in den Ruhestand ging. Ebenfalls 1987 kaufte der Bezirk Schwaben die Hammerschmiede in Naichen? (Neuburg an der Kammel).

1989 beschloss der Kulturausschuss des Bezirkstages, den sogenannten Kornstadel anzumieten. Das Museum benötigte nämlich, wie es in der Sitzungsvorlage hieß, „dringend ein qualifiziertes Depot (klimatisiert) für wertvolle Museumsstücke und ein nicht klimatisiertes Depot für die Lagerung von Großgeräten".

Es folgte am 31. Mai 1990 die feierliche Eröffnung des ehemaligen Ochsen- und Rossstall als Hauptausstellungsgebäude des Museums. Die erste Ausstellung hieß „Andacht und Arbeit - Klosterarbeiten aus Schwaben". Sie wurde zusammen mit der Wanderausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte „Bernhard von Clairvaux und Bayerns Zisterzienser" gezeigt. Ebenfalls 1990 wurde der erste Abschnitt des Museums in der Hammerschmiede in Naichen? (Neuburg an der Kammel) als Außenstelle des Volkskundemuseums Oberschönenfeld eröffnet. Damit wurde ein nicht nur für den Landkreis Günzburg bedeutsames technikgeschichtliches Denkmal am Standort erhalten.

Immer mehr traten im neuen Haus nun alltags- und kulturgeschichtliche Themen der Volkskunde in den Vordergrund. So eröffnete am 1. Juli 1991 die ständige Ausstellung „Vom Wohnen auf dem Land". Auch 1991 erwarb der Bezirk Schwaben den Stockerhof?.

1992 eröffnete das Naturpark-Haus im ehemaligen Kuhstall, nachdem 1982 in einer Zweckvereinbarung zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Landkreis Augsburg festgelegt worden war, in Verbindung mit dem zukünftigen Volkskundemuseum ein naturkundliches Informationszentrum einzurichten. Träger des Naturpark-Hauses ist der Verein Naturpark Augsburg-Westliche Wälder?.

1994 begann man das 1743 errichtete Stroh- und Getreidelager um- und auszubauen. Es wurde als Depotgebäude eingerichtet und 1996 eingeweiht. Der östliche Gebäudeteil ist nicht klimatisiert, weshalb hier auf zwei Ebenen unempfindlichere Objekte wie beispielsweise landwirtschaftliche Maschinen und Geräte untergebracht sind. Der temperierte westliche Gebäudeteil enthält auf drei Ebenen unter anderem Möbel, Werkstatteinrichtungen von Handwerkern und Ladeneinrichtungen und im Dachgeschoß Spezialsammlungen, zum Beispiel die Spielzeugsammlung.

2001 wurde der Aufbau des Hammerschmiedemuseums abgeschlossen und der Stockerhof? als Raum für Sonderausstellungen der Außenstelle des Schwäbischen Volkskundemuseums zugeschlagen.

Mit der Schwäbischen Galerie wurde 2003 die Sanierung aller Gebäude abgeschlossen. Und am 18. Juli übergab man die Dauerausstellung zum Thema „Feste im Leben - Bräuche durchs Jahr" der Öffentlichkeit, womit die Aufbauphase des Schwäbischen Volkskundemuseums abgeschlossen war.

2004 löste der Bezirk Schwaben die Museumsdirektion auf. Die Museumsleitung des Schwäbischen Volkskundemuseums Oberschönenfeld wurde zum 1.8.2004 mit der Volkskundlerin Dr. Beate Spiegel besetzt.

Details

Das Schwäbische Volkskundemuseum verfügt über zwei Ökonomiegebäude des Klosters. Im so genannten Schafstall kann der Besucher die Veränderungen der landwirtschaftlichen Arbeit durch die Mechanisierung studieren. Im Gebäude gegenüber sieht man Beispiele für ländliches Wohnen und häusliches Wirtschaften. Das dritte Ausstellungsgebäude des Schwäbischen Volkskundemuseums Oberschönenfeld ist die Schwäbische Galerie. Hier werden in Wechselausstellungen Werke von schwäbischen Künstlerinnen und Künstlern gezeigt. Es gab hier sowohl Einzel- wie thematische Gruppenausstellungen. Neben Künstlern der so genannten "verschollenen Generation" wurden auch zeitgenössische Meister und junge Kunstschaffende gezeigt. Immer wieder stellt man auch die Kunstpreisträger des Bezirk Schwabens und die des Landkreises Augsburg hier aus.

Das Volkskundemuseum ist barrierefrei zugänglich, die oberen Stockwerke sind durch einen Aufzug erschlossen. Im Erdgeschoß ist ein Behinderten-WC. Auch der frühere Schafstall mit der Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen ist barrierefrei zugänglich. Eingeschränkt barrierefrei ist die Schwäbische Galerie. Das Foyer im Erdgeschoß (Toiletten für Rollstuhlfahrer nicht geeignet) ist stufenlos zugänglich, zum Ausstellungsraum im Erdgeschoß führen zwei Stufen. Der Vorraum im Obergeschoß ist von der Stirnseite des Gebäudes über einen Treppenlift zugänglich, in den Hauptausstellungsraum führen zwei Stufen. Die Galerie im Dachgeschoß ist nur über eine Treppe zugänglich. Auch die Ausstellungsräume des Naturpark-Hauses sind nur über eine Treppe zugänglich.

Das ganze Klostergelände ist für Rollstuhlfahrer geeignet. Allerdings sind nicht alle Wege gepflastert, und es gibt leichte Steigungen. Ein Gehwagen (Rollator) und ein leichter Rollstuhl können an der Kasse ausgeliehen werden.

Zum Museum gehört als Außenstelle die Hammerschmiede Naichen? bei Neuburg an der Kammel. Regelmäßige Schmiedevorführungen an der Esse und wechselnde Ausstellungen im dazugehörigen "Stockerhof" machen den Besuch zu einem Erlebnis für die ganze Familie.

Das Naturpark-Haus am Ort mit der ständigen Ausstellung zum Thema „Mensch und Natur" ergänzt und erweitert die Themen des Schwäbischen Volkskundemuseums.

Eine jährlich stattfindende Veranstaltung ist der Kräutersommer in Oberschönenfeld, in dessen Rahmen mehrere Veranstaltungen organisiert werden - vom Workshop bis zur Kinderküche im Museumsgarten. Ebenfalls jedes Jahr werden Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt am 15. August gebunden.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Montags geschlossen
An allen Feiertagen geöffnet
Am 24.12. (Heiligabend) und 31.12. (Silvester) von 10-14 Uhr geöffnet
Für Gruppen nach Vereinbarung auch montags und zu anderen Zeiten

Eintrittskarten zum Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld schließen auch die Besichtigung des Naturpark-Hauses auf dem gleichen Gelände ein.

Adresse

Schwäbisches Volkskundemuseum
Oberschönenfeld 4
86459 Gessertshausen

Tel. 08238/3001-0
Fax. 08238/3001-10
E-Mail: museum(@)schwaebisches-volkskundemuseum.de

Will man mit dem Auto nach Oberschönenfeld kommen, hat man mehrere Möglichkeiten:

Mit der DB kann man ebenfalls anreisen. Man fährt bis zum Bahnhof Gessertshausen. Von Gessertshausen aus hat man einen Fußweg von ca. 40 - 60 Minuten (2,5 km) Richtung "Volkskundemuseum" oder mit dem Taxi (außer sonntags), Vorbestellung bei Taxi Müller, Telefon (0 82 38) 22 52. (Großraumtaxi für Gruppen bis 6 Pers.)

Mit der Staudenbahn: Die Züge der Staudenbahn verbinden den Augsburger Hbf mit Markt Wald?. Ausgangsort für den Besuch von Oberschönenfeld ist Margertshausen?. Von dort ist es ein kurzer Spaziergang (ca. 15 bis 20 Minuten) über die Felder (ca. 1,5 km). Alle Züge mit Fahrradbeförderung - in Neusäß und Diedorf eingeschränkt. Informationen zu Fahrzeiten, Preisen und Sonderfahrten bei der Staudenbahn.

Mit dem Fahrrad: Geführte Touren für Gruppen auf eigenen Rädern sind beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club? (ADFC) Augsburg buchbar.

Weblinks


Hauptseite | Unterkunft und Sehenswürdigkeiten | Museen | Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis