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Schultes, Monika Maria

eine in Augsburg geborene Künstlerin, die in Augsburg lebt und arbeitet

Leben und Wirken

1955 wurde Monika Maria Schultes in Augsburg geboren. 1978 erlangte sie an der Fachhochschule für Gestaltung, wo sie 1973 mit dem Studium begann, das Diplom in Textil-Design bei Prof. H. Müller-Spengler. Bis 1980 hielt sich die Künstlerin im Ausland auf (Mexiko, USA, Kanada). Zurückgekehrt nach Augsburg studierte sie von 1981 bis 1984 an der Universität Augsburg Italienisch, Kunstgeschichte und Kunsterziehung.

1982 trat Monika Schultes dem BBK Schwaben Nord? bei.

1989-1995 besuche sie die Akademie der Bildenden Künste? in München, wo sie bei Prof. G. Berger das Diplom in Malerei und Grafik erlangte.

1991 erhielt Monika Maria Schultes ein Arbeitsstipendium der Stadt Augsburg bei Elvira Bach im Kloster Irsee?. Weitere Stipendien folgten:

  • 1991 Florenz-Stipendium des Italienischen Kultur Instituts, München und der Akademie der Bildenden Künste?, München
  • 1992/94/97 Arbeitsstipendium der Universität Augsburg bei Franz Hitzler, Carsten Nikolai, Andreas Bindl, alle im Kloster Irsee?
  • 1995 Arbeitsstipendium im Kunsthaus "Raskolnikov", Dresden
  • 1998-1999 Kulturfonds Bayern; Atelier-Stipendium des Bayerisches Ministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kultur, München
  • 2000/2001 Wohn- und Arbeitsstipendium der Stadt Aichach, Wasserschloss Unterwittelsbach
  • 2011 Virginia Center for the Creative Arts, Art Residency, Amherst, Virginia, USA
  • 2013 Künstlerstipendium, art colonija Paradiso, Kroatien

1992 wurde Schultes Mitglied der Künstlervereinigung Die Ecke?, in deren Vorstandschaft sie 2009-2013 war.

Von 1996 bis 1999 absolvierte sie das Aufbaustudium "Bildnerisches Gestalten und Therapie" ebenfalls an der Akademie der Bildenden Künste? in München an, bei Prof. G. Schottenloher.

Zwischen 1992 und 1996 erarbeitete Schultes das Gemeinschaftsprojekt "W.O.D.A." (Westen. Osten. Dresden. Augsburg) mit Friederike Altmann, Dresden.

Viele Jahre lang arbeitete Monika Maria Schultes auch am Bezirkskrankenhaus Augsburg als Kunsttherapeutin, wo sie mit ihren psychisch Kranken Klienten einige Ausstellungen organisierte, die das Leiden psychisch Kranker in symbolhaften Selbstbildnissen oder anderen Darstellungsformen zum Ausdruck brachten.

2003 holte die Augsburger Kunsttherapeutin die Ausstellung des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung mit dem Titel "Zeige deine Wunde" in das Bezirkskrankenhaus. Sie war aus einem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb hervorgegangen und zeigte Bilder von psychiatrieerfahrenen Menschen, die auf "Wunden" aufmerksam machten, die im Alltag meist nicht wahrgenommen werden.

2004 folgte die Mitgliedschaft im DFKGT (Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie) und 2007 die Mitgliedschaft in der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft.

Werk

Schultes widmete sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit der Malerei, der Zeichnung, der Plastik, dem Video, der Stickerei und der Fotografie. Ihre Kunst ist nicht im herkömmlichen Sinn schön, sondern ein kreatives Abenteuer. Das versucht sie in ihren Kunstprojekten und Kunstkursen zu vermitteln. Nicht das Ergebnis des Malens, sondern der Prozess ist ihr wichtig, das Entdecken des Unbekannten, die Inspiration durch die Umgebung und die Entwicklung einer Bildidee. Spontanes Schaffen versucht sie mit handwerklichen Fähigkeiten zu vereinen, die Möglichkeiten der Komposition auszuloten und zu erproben, die Kraft figurativer Darstellung und experimenteller Malerei in Fläche und Raum, mit Farbe und anderen künstlerischen Gestaltungsmitteln zum Ausdruck zu bringen.

Schultes verwendet ihre Farben verschwenderisch, mal führt sie den Pinsel mit schnellem Schwung, mal geht sie ins sorgfältig ausgearbeitete Detail. Ihr Werk geht aus der Art Brut hervor und wird dem expressiven Realismus zugeordnet. Dynamik und Vitalität prägen ihre Bilder. Ihre Ausbildung als Textildesignerin wird im Ornamentalen sichtbar, das meist im Floralen wurzelt. Schultes Bildwelten sind ungezügelt bunt und sowohl figurativ wie gestisch. Die spontane Ausdruckskraft, Ungezügeltheit und Kreativität erinnern an Bilder von Geisteskranken oder Naturvölkern.

Gerne zitiert die Künstlerin Motive aus der griechischen Mythologie oder dem Werk anderer Künstler, etwa Alter Meister wie Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens oder Michelangelo. Nicht ohne Witz, denn nicht selten überspitzt Schultes die Motive oder Aussagen der Vorgänger. Ihre Bilder sind philosophisch zu nennen, indem sie polarisieren, etwa Einfachheit gegen Detailverliebtheit setzen oder Struktur gegen Glätte, Helles gegen Dunkles. Seelenzustände treten aus ihren Bildern ans Licht, Seelenzustände, die neben Nachdenklichkeit auch Lebensfreude vermitteln.

Preise und Auszeichnungen

  • 1995 Kunstpreis der Stadt Wertingen
  • 1998 Magnus-Remy-Kunstpreis, Irsee?, und Aufnahme in die Prinzregent-Luipold-Stiftung, München
  • 1999 Kunstpreis der Volksbank Raiffeisenbank, Aichach
  • 2002 Ecke-Kunstpreis, Augsburg
  • 2003 Publikumspreis, Weg und Werk, Wertingen
  • 2005 Kunstpreis Krumbach
  • 2009 Sachpreis, Lebenswirklichkeiten, BBK Schwaben-Nord Augsburg?
  • 2011 Ecke-Kunstpreis, Augsburg

Ausstellungen

Die Ausstellungen von Monika Maria Schultes sind seit 1987 so zahlreich, dass Sie hier nicht im Einzelnen aufgeführt werden. Wer sich informieren möchte, sei auf ihre Homepage verwiesen. Sie reichen von

1987 1. Augsburger Kunstsalon? in der Wesselschen Schuhfabrik

bis

2014 Amberg?, "Animalia - Von Menschen und Tieren"; Werke, die sich mit dem Übergang Mensch - Tier beschäftigen und die psychologischen Untertöne von Animus und Anima hörbar machen.

Sonstiges

Doris Dörrie ist ein Fan der Werke von Monika Schultes. Die beiden Frauen lernten sich bei einer Malakademie mit Elvira Bach in Irsee? kennen.

Weblinks


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