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Schülergericht

Eine Gerichtsform, bei der Jugendliche über Jugendliche richten.

Allgemeines

Schülergerichte bauen darauf, dass den jugendlichen Straftätern die Meinung der gleichaltrigen „Richter“ wichtig ist und sie zum Umkehren bewegen kann.

Das Schülergericht untersteht der Staatsanwaltschaft Augsburg?. Sie prüft, ob die Maßregeln passen und könnte selbst eingreifen.

Geschichte

Im September 2008 wurde im Landgerichtsbezirk Augsburg? ein Schülergericht eingeführt. Es ist das fünfte seiner Art in Bayern. Die Teen-Courts, wie die Schülergerichte genannt werden, richten tatsächlich über Gleichaltrige.

Details

Die Voraussetzung, dass jemand vor ein Schülergericht kommt, ist, dass er Ersttäter sein muss und nur eine leichte Straftat begangen haben darf. Außerdem muss er dem Verfahren vor dem Teen-Court zustimmen und muss gestanden haben, die Straftat begangen zu haben.

Es gibt ein Gespräch von drei Schülern mit dem Straftäter, worin das Vergehen besprochen und eine erzieherische Maßnahme festgelegt wird. Bei Erfüllung dieser Maßnahme stellt die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein. Wenn sich der Verurteilte nicht an die Weisung des Schülergerichts hält, folgt ein Jugendgerichtsverfahren.

Die Schülerrichter müssen zwischen 14 und 20 Jahren alt sein und können von jeder Schulart kommen. In Augsburg werden sie von einem Sozialpädagogen des Vereins Die Brücke e. V.? und der Staatsanwaltschaft Augsburg? geschult und begleitet.

Weblinks


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