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Schmid, Christoph von

ein katholischer Priester und Schriftsteller, der durch seine Jugendbücher und Kirchenlieder bekannt wurde und lange Zeit in Augsburg lebte und wirkte

Leben und Wirken

Geboren wurde Christoph von Schmid 1768 in Dinkelsbühl?. Sein Vater war Beamter. Christoph von Schmid besuchte die örtliche Volksschule und bekam in einem Kloster zusätzlich Privatunterricht, bevor er an das Gymnasium in Dillingen? wechselte.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Gymnasiums arbeitete Christoph von Schmid zunächst einige Zeit als Hauslehrer, bevor er sich dazu entschloss, katholischer Priester zu werden. 1791 wurde er zum Priester geweiht, anschließend arbeitete er als Pfarrvikar in Nassenbeuren?, das heute ein Stadtteil von Mindelheim ist. Wahrscheinlich entstand in dieser Zeit das weltbekannte Weihnachtslied "Ihr Kinderlein kommet".

1816 ernannte man ihn zum Pfarrer von Oberstadion bei Ulm, 1827 bestimmte ihn König Ludwig I.? zum Domkapitular in Augsburg. In Augsburg wurde er schnell populär, denn es sprach sich herum, dass er sich besonders in Kinder einfühlen und ihnen Geschichten erzählen konnte, die ihre Phantasie anregte. Die Messen, die er las, sollen oft sehr überfüllt gewesen sein. Viele seiner Geschichten hielt Christoph von Schmied auch schriftlich fest. Zahlreiche literarische Werke entstanden in seiner Augsburger Zeit, etwa "Die Ostereyer", "Genovefa" oder "Der Weihnachtsabend", die in viele verschiedene Sprachen übersetzt wurden.

1835 zog Christoph von Schmid in das Domherrenhaus in der Karmelitengasse 2, wo heute noch eine Tafel an ihn erinnert. Dort wohnte er bis 1854. 1837 erhob König Ludwig I.? den populären Geistlichen in den Adelsstand, worauf viele weitere Ehrungen folgten. Die Stadt Augsburg etwa feierte seinen 80. Geburtstag als öffentlichen Feiertag.

Mitte des 19. Jahrhunderts grassierte in Augsburg die Cholera, an deren Folgen Christoph von Schmid 1854 starb. Begraben wurde er auf dem Katholischen Hermanfriedhof.

Ehrungen

Weblinks


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