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Schlossermauer

Eine kleine Augsburger Straße im 1. Stadtbezirk (Lechviertel östliches Ulrichsviertel), der zum Planungsraum I (Innenstadt) gehört. Postleitzahl 86150.

Allgemeines

Die Schlossermauer bekam ihren Namen in der Frühen Neuzeit, als hier die Schlosser und Schmiede angesiedelt wurden, um die Stadt von Lärm und Gestank dieser Handwerker zu befreien. Ddie kleinen Häuschen, die sich an der ehemaligen Stadtmauer entlangducken, hatten eine Stube, eine Küche, eine Werkstatt oder einen Verkaufsraum im Erdgeschoß. Ddazu kamen drei Kammern im Obergeschoß und zwei unter dem Dach, so dass eine durchschnittliche Handwerkerfamilie hier ausreichend Lebensraum hatte.

Geschichte

Als die alte östliche Stadtbefestigung durch die neue Befestigung der Jakobervorstadt obsolet geworden war, ließ der Stadtrat hier an der Schlossermauer 48 Häuser für Schmiede und Schlosser errichten und vermietete sie. Der Gestank und Lärm sollte an den Rand der Stadt verbannt werden. Außerdem war das Wasser des Stadtgrabens zur Benutzung in der Nähe, was bei eventuell hier ausbrechenden Bränden hilfreich sein konnte.

Um 1650 hat man die Häuser nicht mehr vermietet, sondern an Bürger verkauft.

Die historische Straße war zu Litera –Zeiten folgendermaßen gegliedert:

Obere Schlossermauer Litera A Nr. 612 bis 651
Mittlere Schlossermauer Litera C Nr. 384 bis 405
Untere Schlossermauer Litera C Nr. 240 bis 131

Details

Im Durchschnitt sind die Häuser mit ihren drei Geschoßen etwa sechs Meter breit. Die in Reih und Glied stehenden Traufenhäuser besitzen zum Stadtgraben hin einen kleinen Garten.

Schlossermauer 30: Das Bürgerhaus geht auf das Spätmittelalter zurück. Die dendrologische Datierung ergab 1466 als Baujahr des breit gelagerten Trauseitbaus mit seinen drei Geschoßen. Eine weitere dendrologische Untersuchung ergab eine barocke Überformung im Jahr 1739. Aus dieser Zeit stammt auch die barocke Sterntür. Durch verschiedene Umbauen und Renovierungen nahm der Dachstuhl des Hauses großen Schaden, so dass er durch den Einbau von Stahlträgern und zusätzlichen Pfetten neu stabilisiert werden musste. Das Dachgeschoss wurde ausgebaut und man baute neue Gauben ein. Im Innenhof errichtete man außerdem in jüngster Zeit Balkonanlagen.

Lage


Weblinks


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