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Schleifenstraßen-Tunnel

vierter und letzter Bauabschnitt der Augsburger Schleifenstraße

Allgemeines

Der Schleifenstraßen-Tunnel liegt zwischen der Friedberger Straße und der Provinostraße. Die Tunnelröhre umfasst vier Fahrspuren. In der Nacht ist der Tunnel nicht nur aus verkehrstechnischen Grünen beleuchtet; Beleuchtungskörper sind auch als Gestaltungselement eingesetzt. Der Tunnel der Schleifenstraße ist das längste Tunnelbauwerk in Augsburg.

Geschichte

Die Objekt- und Tragwerksplanung übernahm die Firma Schmitt Stumpf Frühauf und Partner Ingenieurgesellschaft im Bauwesen mbH. Die Bauausführung ging an die Firmen Ed. Züblin AG und Harald Gollwitzer GmbH. Errichtet wurde der Tunnel von 1999 bis 2004 in einer mit überschnittenen Bohrpfählen und Spundwänden gesicherten Baugrube in offener Bauweise. Zunächst senkte man das Grundwasser in der Baugrube etwa sechs Meter ab und hob die Baugrube aus (80.000 Kubikmeter Erde). Um den Tunnel wasserdicht zu halten, wurde der Querschnitt aus einer geschlossenen Rahmenkonstruktion und in wasserundurchlässigem Stahlbeton bebaut. Tunnelsohle und –wände stellte man monolithisch her, um eine untere Fuge zu vermeiden. Beim Tunnelbau wurde ein Schalwagen (Fahrträger, Wagen mit Innenschalung und Abschalung für Sohlvertiefung und Stirnschalung) eingesetzt, der pro Woche eine Betonier-Etappe von etwa zehn Metern bewältigte.

Nach dem Bau von Sohle und Wand folgte der Deckenbau ebenfalls mittels eines Schalwagens. Schutzschichten aus Epoxidharz, bituminöser Dichtbahn, Beton und Gussasphalt wurden auf der Decke aufgebracht, bevor man den Tunnel überschüttete und Straßenflächen wiederherstellte, die durch den Tunnelbau verschwunden waren.

An den Rohbau schloss sich ab Mai 2004 die Installation der Betriebs- und Sicherheitstechnik an. Im Oktober 2004 stellte man den Tunnel, der 21 Mio. € gekostet hatte, fertig.

Details

In der Theodor-Wiedemann-Straße? trägt die Tunneldecke eine Fläche von Aufenthaltsbereichen, Parkplätzen und Straßenflächen. Außerdem ist hier die Öffnung des Tunnel-Fluchtwegs.

Dass man das Nordportal einhauste, sorgt an dieser Stelle für zusätzlichen Lärmschutz. Hier taucht die Schleifenstraße unter der Prinzstraße? in den Untergrund.

Bei einer Gesamtlänge von 480 Metern ist die Rampe Nord 120 Meter, die Rampe Süd 140 Meter lang. Die Höhe des Tunnels beträgt 4,60 Meter. Verbaut sind im Tunnel 19.000 Kubikmeter Beton, 4.800 Tonnen Stahl und 6.300 Tonnen Asphalt.

Sicherheitstechnisch verfügt der Schleifenstraßen-Tunnel über eine aktive optische Leiteinrichtung auf den Tunnelbordsteinen und in der Fahrbahnmitte. LED-Technik soll hier eine Führung der Fahrzeuge gewährleisten. Dazu kommen 202 Tunnelleuchten, 44 kombinierte Fluchtweghinweis- und Brandnotleuchten.

Die Brandmeldeanlage ist fast einen Kilometer lang, alle acht Meter sind Sensoren angebracht, die automatisch die Feuerwehr alarmieren. Ebenfalls automatisch laufen die Tunnellüfter (acht Strahlventilatoren) an, wenn die Kohlendioxid-Messanlage eine zu hohe Schadstoffkonzentration misst.

Eine Videoanlage mit zwölf Kameras dient der Überwachung und Steuerung des Verkehrs im Tunnel. Im Tunnel kann Radio empfangen werden und es besteht die Möglichkeit der Einsprache über Verkehrsfunk. Im Notfall lässt sich der Tunnel mit Ampeln sperren.

Die Abwasseranlage des Tunnels ist mit drei Pumpen ausgestattel, die pro Stunde 540.000 Liter Wasser abpumpen können.

Lage


Weblinks


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