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Sankt Stephan

die katholische Augsburger Kirche, die früher zum Damenstift Sankt Stephan gehörte und heute Teil der Benediktinerabtei Sankt Stephan ist

Allgemeines

Geweiht ist die Kirche wie auch das dazugehörige Benediktinerkloster? dem heiligen Stephanus, über den die Apostelgeschichte in Kapitel sechs berichtet und dessen Fest die katholische Kirche am 26. Dezember feiert.

So, wie die Kirche Sankt Stephan heute dasteht, geht sie in ihren Außenmauern auf die Barockzeit zurück, der Turmentwurf stammt von Elias Holl (1619, nach Einsturz des gotischen Turmes). Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde die Kirche weitestgehend in ihrer äußeren Gestalt wiederhergestellt.

Geschichte

Bereits vor der Gründung des Kanonissenstifts im Jahr 969 stand an der Stelle der heutigen Klosterkirche Sankt Stephan ein Gotteshaus, das dem hl. Stephanus geweiht war. Mehrere Brände und danach errichtete Neubauten folgten.

Der heutige Kirchenbau von Sankt Stephan erinnert im Äußeren an die Stifts- und Pfarrkirche Sankt Stephan, wie sie 1755 bis 1761 von dem Baumeister Franz Xaver Kleinhans erbaut wurde. Der damalige Stuckschmuck stammte von den Gebrüdern Feichtmayr? (Franz Xaver Feichtmayr und Simpert Feichtmayr), die Plastiken von den Brüdern Verhelst? (Placidus Verhelst und Ignaz Verhelst) und die Deckenbilder von Balthasar Riepp. Als weitere Maler waren Johann Georg Bergmüller, Joseph Mages, Januarius Zick, Johann Baptist Baader und Thomas Sauter an der Ausstattung beteiligt. Wer heute nach Sankt Stephan kommt und die Abteikirche betritt, wird mit einem gänzlich anderen Raum konfrontiert, obgleich vielleicht das nach dem Rokokobau wieder aufgebaute Äußere andere Erwartungen weckt. Aber wer sich in Augsburg und seinen Kirchen auch nur ein wenig auskennt, weiß, dass die Kirche von Sankt Stephan und das gesamte Kloster in der Bombennacht vom 25. auf 26. Februar 1944 bis auf die Grundmauern zerstört wurde.

1950/51 setzte man die Kirche provisorisch instand. Bis 1966 schloss man die Neugestaltung ab. In den Jahren 1966 und 1968 schufen Schüler des Gymnasiums bei Sankt Stephan den Tabernakel, den Reliquienschrein, die Altarleuchter und die Osterleuchte.

Details

Die heutige Abteikirche von St. Stephan ist das Ergebnis der Neugestaltung in den 1950er und 1960er Jahren. Den äußeren Maßen und Formen nach wurde sie dem Vorkriegsbau nachempfunden. Wie die Konventgebäude trägt der Kirchenbau die Handschrift von Prof. Franz Bernhard Weißhaar, dem zusammen mit dem Konvent die Neugestaltung oblag. Er war verantwortlich für die in den 1960er Jahren erfolgte Gestaltung der Abteikirche. Vor allem die Schlichtheit der Choranlage mit dem großen Kruzifix von Michel Erhart? aus dem Jahr 1495 überzeugt. Das überlebensgroße Kruzifix hängt vor einem Steingobelin. Frühchristlichen Kirchen nachempfunden ist der Chor mit dem innovativem und markantem Chorgestühl. Viermal am Tag versammeln sich hier die Benediktiner? zum Chorgebet.

Der Kirchenraum konzentriert die Aufmerksamkeit auf die wesentliche Achse von Altar und Kreuz samt Priestersitz in der Apsis. Täglich versammelt sich hier auch die klösterliche Gemeinschaft mit einer Feiergemeinde zur Eucharistiefeier um den Altar.

Neben dem Kruzifix finden sich eine Figur des Kirchenpatrons, des Erzmartyrers Stephanus vom Ende des 15. Jhdts., und an den Seiten die heiligen Benedikt und Scholastika (Ende 17. Jhdt.), die sich gegenüber stehen. Eine gotische Muttergottesfigur ist schwäbisch und stammt etwa aus dem Jahr 1510.

An die Kirche angrenzend finden sich kleinere Gottesdiensträume: die Allerheiligenkapelle, die barock ausgestattete Marienkapelle, sowie eine Unterkirche samt Gruft und Meditationsraum. Für Gebet und liturgische Feiern der unterschiedlichsten Bedürfnisse von Konvent, Schülern und Gästen stehen so immer passende Räume zur Verfügung. In diesen Räumen und im Umfeld der Kirche finden sich eine Vielzahl von Kunstwerken aus allen Epochen: vom spätantiken Sarkophag bis zum modernen Wandteppich.

Von der Rokoko-Ausstattung ist noch das Abschlussgitter der Vorhalle erhalten. Es stammt aus der Zeit um 1760.

Lage


Weblinks


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