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Sankt Margareth

eine ehemalige Klosterkirche der Dominikanerinnen in Augsburg

Allgemeines

Die heutige Kirche Sankt Margareth gehörte ursprünglich als Klosterkirche zu einem hier stehenden Dominikanerinnenkloster.

Die Kirche Sankt Margareth dient der Petrusbruderschaft in Augsburg? für ihre Gottesdienste.

Geschichte

Das Kloster der Dominikanerinnen in Augsburg ging auf eine Stiftung im 13. Jahrhundert zurück. 1280 warude Sankt Margareth wie Sankt Katharina dem Dominikanerorden inkorporiert und anschließend durch die Dominikaner von Sankt Magdalena betreut.

1333 wurde an dieser Stelle ein gotischer Vorgänger-Kirchbau zerstört.

1521 erbaute man die Kirche Sankt Margareth von Grund auf neu. Der Stadtrat schloss 1534 die Kirche und löste 1538 das Dominikanerinnenkloster wegen zu geringer Einkünfte auf. Dadurch gelangte sowohl das Klostergebäude wie die erneut zerstörte Kirche 1540 zunächst in den Besitz des Heilig-Geist-Spitals, das sich südlich davon anschloss. Die Kirche überließ man den katholischen Spitalpfründnern.

Jahre später gab man das Kloster mit der Kirche wieder an die Dominikanerinnen zurück (1548). Sie ließen 1594 die Kirche wieder errichten und überließen sie den katholischen Pfründnern des Heilig-Geist-Spitals zur Nutzung.

Bis 1720 wurde Sankt Margareth mehrfach umgebaut. Schließlich hat man 1720 Pläne von 1618/1620 verwendet, um über dem Vorgängerbau die heute noch stehende Kirche zu errichten. Die barockisierte Innenausstattung von 1720 ist heute noch erhalten.

Auf einer Gelatinetrockenplatte, die der Fotograf Hämmerle um 1900 belichtete, sieht man, dass sich das frühere Kloster der Dominikanerinnen rechts und links von der Kirche St. Margareth ausbreitete.

Als 1915 an der ehemaligen Klosterkirche ein Straßendurchbruch vorgenommen wurde, fiel der linke Teil des ehemaligen Klosters der Dominikanerinnen weg. Heute überquert man an dieser Stelle die beginnende Margaretenstraße, um in die Bäckergasse mit ihren zum Teil ins 16. und 17. Jahrhundert zu datierenden Bürgerhäusern zu gelangen - vorbei an dem so genannten Zinslehenhaus aus dem 17. Jahrhundert mit seinen drei Geschoßen.

2010 wurden das Dach und die Fassade der Kirche erneuert.

Details

Die Kirche Sankt Margareth besitzt auf der Westfassade einen Giebelreiter. Auffällig ist das Volutenmotiv der Kirche.

Die Nordseite der Kirche blieb auch nach 1915 und der Niederlegung des Nordflügels des Dominikanerinnen -Klosters ohne Fenster.

Im Inneren ist beachtenswert:

Hochaltarbild. Es zeigt Maria mit den Heiligen Margarethe, Cosmas und Damian. Thomas Scheffler? malte es 1740. Die beigestellten Figuren eines heiligen Bischofs und des heiligen Florian schuf Ägid Verhelst der Ältere?.

Kanzel. Sie stammt von 1744 und besitzt einen Schalldeckel mit einer Weltkugel und dem Adler, Symbol des Johannes.

Deckenfresko. Es ist im Mittelpunkt des Langhauses angebracht und zeigt die Ausgießung des Heiligen Geistes. Johann Joseph Anton Huber? schuf das Bild 1803.

Der frühere Klosterhof ist von der Margaretenstraße und vom Rabenbad aus zugänglich. Er hat einen offenen Laubengang. Früher wurde hier immer im Juni der Wollmarkt abgehalten.

Lage


Weblinks


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