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Sankt Georg Haunstetten

eine katholische Pfarrkirche in Haunstetten und Pfarrei in der Pfarreiengemeinschaft Sankt Albert Haunstetten? und Sankt Georg Haunstetten

Allgemeines

Die katholische Kirche Sankt Georg in Haunstetten ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor. Der Kirchturm befindet sich nördlich und hat eine Zwiebelhaube, der Kirchenkern ist spätmittelalterlich. Johann Paulus? gestaltete die Kirche 1730 bis 1735 im Auftrag des Klosters Sankt Ulrich und Afra um und erweiterte sie. Nach Westen verlängert wurde Sankt Georg Haunstetten in den Jahren 1886/88. Sie ist Mittelpunkt des alten Dorfes Haunstetten und sein Wahrzeichen. Die Kirche ist von der ehemaligen Friedhofsmauer umschlossen.

Sankt Georg Haunstetten ist Sitz der Pfarreiengemeinschaft und ihre Verwaltungszentrale. Das Pfarrgebiet umfasst westlich der B 17 das? Viereck zwischen Kopernikus-?, Breitwiesen-? und Rotkreuz-Straße?, sowie östlich davon den Bereich von der Grenze Königsbrunns bis zum Forsthaus und Ellensindstraße bis hin zum Stadtteil Siebenbrunn. Etwa 4000 Gläubigen gehören zur Gemeinde (Stand 2014).

Geschichte

Eine Urkunde des Klosters Sankt Ulrich und Afra erwähnt am 20. Juni 1379 eine Pfarrei Sankt Georg in Haunstetten im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Grundstücks. Dabei fungierte "Bartholome, Pfarrer zu Houstetten" als Zeuge.

Die Kirche Sankt Georg in Haunstetten wurde wohl um 1500 erbaut, jedenfalls wird in einer Urkunde vom 27. Oktober 1501 eine Haunstetter Pfarrkirche Sankt Georg erwähnt, als sie in das Kloster Sankt Ulrich und Afra inkorporiert wird.

Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Kirche und Dokumente zerstört, die Aufschluss über den Ursprung der Gemeinde geben könnten. Aus dem Jahr 1636 datieren die ersten Einträge in einem erhaltenen Taufbuch der Pfarrei. In den Jahren 1653 und 1654 erhielt die Kirche Sankt Georg Haunstetten drei neue Altäre. Den Hochaltar schuf der Kistler Georg Glaser?, sein Altargemälde Jonas Umbach. Auch Kanzel und Kirchengestühl werden ausgebessert.

Der Abt Willibald Popp? vom Kloster Sankt Ulrich und Afra lässt Sankt Georg in Haunstetten von 1725 bis 1730 im Stil des Barock? umgestalten, was der Kirche ein völlig neues Aussehen gibt. In dieser Zeit erhält sie neue Deckengemälde. Die Fresken arbeitete Johann Georg Wolker?, die Stuckdekorationen im Chor Franz Xaver Feichtmeier der Ältere?, die im Langhaus Andreas Hainz?. 1761-1763 schuf der Schreiner Felix Frölich aus Weicht neue Altäre für die Kirche.

Der Friedhof um die Kirche wurde bis 1875 benutzt.

Von 1886 bis 1888 oder 1890 muss man die Kirche erweitern. Sie wird nach Westen etwa zehn Meter länger. Außerdem wird sie restauriert und wieder im Stil der Zeit neu gestaltet. Die Pläne lieferte der königliche Bauamtsassessor August Immler, während sie der Maurermeister Joseph Müller, die Zimmermeister Johann Striegel und Leo Hötzel sowie der Steinmetzmeister Bös Willibald ausführten. Die Stuckaturen des Anbaus kamen von Hermann Kolb aus Augsburg. Die alten Seitenaltäre mit den Themen "Verkündigung" und "Heilige Familie" erhielten neue Bilder, die Karl Baumeister aus München malte.

Bis Ende der 1930er Jahre wuchs die Zahl der Katholiken in Haunstetten so stark an, dass aus der Pfarrei Sankt Georg 1938 die Gemeinde Sankt Albert? als Expositur ausgegliedert werden musste.

Im Zeitgeist des Zweiten Vatikanischen Konzils entfernte man in den Jahren von 1964 bis 1966 den Kirchenschmuck des späten 19. Jahrhunderts im Zuge einer Innenrestaurierung und übertünchte die barocken Deckengemälde. Schlichtheit war angesagt. 1966 erhielt die Kirche einen neuen Tabernakel, einen Ambo sowie eine Georgsfigur. Alle drei sakralen Gegenstände schuf der Augsburger Christian Angerbauer?. 1969 erfolgte die Außenrenovierung der Kirche.

Um 1990 ersetzt ein damals modernes Pfarrzentrum den neben Sankt Georg Haunstetten gelegenen Zerlehof?.

Da sich auch der kirchliche Kunstsinn geändert hat, werden zwischen 1995 und 1997 während einer Renovierung die Decken und Wandgemälde aus der Barockzeit? wieder freigelegt und restauriert. Selbst den Stuck fasst man neu. Der Altarraum wird völlig neu gestaltet und am 11. Januar 1998 kann der damalige Bischof Josef Dammertz? den neuen Altar von Sankt Georg Haunstetten einweihen.

2004 renoviert die Gemeinde das Pfarrzentrum und 2005 wird die Pfarreiengemeinschaft St. Albert? - St. Georg Augsburg-Haunstetten errichtet.

In der Nacht zum 14. Juli 2014 brannte das Pfarrheim St. Georg, was einen großen Schaden verursachte. Die Pfarrbücherei und das Bierstüberl wurden zerstört, der Dachsaal, die Dachkonstruktion, die Lüftungsanlage, die Elektroinstallation und die Holzböden in der Gesamteinrichtung sehr angegriffen.

Details

Von dem alten Friedhof, der früher um die Kirche lag, zeugen heute nur noch einige Grabtafeln.

Das Pfarrzentrum aus der Zeit um 1990 umschließt die Kirche Sankt Georg Haunstetten nach zwei Seiten. Hier sind eine Pfarrbücherei und ein Jugendzentrum untergebracht. Auch viele kirchliche Vereine treffen sich hier und kulturelle Veranstaltungen finden Raum im Pfarrzentrum.

Vor der Kirche Sankt Georg kann man sich an einem Brunnen erholen, wenn sommerliche Temperaturen herrschen.

Adresse

Pfarrbüro St.Georg
Dudenstraße? 4
86179 Augsburg

Tel. 0821/6507580
Fax. 0821/65075829
E-Mail: st.georg.haunstetten(@)bistum-augsburg.de


Weblinks


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