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Sankt-Thekla-Kirche Welden

Allgemeines

Sankt Thekla ist eines der herausragenden Baudenkmäler im heutigen Landkreis Augsburg und eine der feinsten Rokokoschöpfungen Bayerisch-Schwabens. Die prächtige Ausstattung dieses Architekturjuwels ist stilrein erhalten geblieben. Die Kirche ist ein „theatrum sacrum“ – ein „heiliges Theater“, gestaltet in der lebensprallen Sinnlichkeit des Rokoko?.

Man nutzte theatralische Effekte, um bei Betrachtern starke Emotionen hervorzurufen und die Heilsgeschichte bildhaft zu vermitteln. Ein ausgeprägtes Maß an (oft genug nur scheinbarem) Prunk und lebhafte Kompositionen in warmen Farben, unterstützt von den dramatischen Gesten der Heiligenfiguren sowie den auf den ersten Blick fast zahllos wirkenden Putti, waren Stilmittel der Kunstepoche. Man „komponierte“ Architektur, Gemälde und Stuck zu einem figuren- und bilderreichen Gesamtkunstwerk.

Baumeister Hans Adam Dossenberger? hat das Gotteshaus geplant. Namhafte Künstler statteten die Kirche aus. Mehr als hundert Putti zählt man im Stuck und in den Fresken.

Geschichte

Die Kirche Sankt Thekla wurde 1756 von Graf Joseph Maria Fugger?, Herr zu Wellenburg?, Wasserburg?, Welden und Biberbach gestiftet. 1756 wurde der Grundstein gelegt, geweiht wurde das Kirchlein 1758, 1759 war der Bau vollendet.

Spätere Fugger traten seine Kirche an die Gemeinde Welden ab, der jedoch der Unterhalt des Baujuwels zu kostspielig wurde. 1913 gab sie Sankt Thekla an die Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen?.

Johann Andreas Stein fertigte 1763 die Orgel der Sankt-Thekla-Kirche. Das Gehäuse ist das einzige fast original erhaltene des Augsburger Instrumentenbauers, der mit Leopold Mozart befreundet war und der 1777 mit Wolfgang Amadé ein Konzert in den Augsburger Fuggerhäusern gab.

1913 übernahmen die Fuggerschen Stiftungen? die Kirche auf dem Theklaberg von der Gemeinde Welden übernommen, was man 2013 mit einer 100-Jahr-Feier würdigte.

Im November 2012 präsentierte der Augsburger context verlag? den Kirchenführer "Sankt Thekla Welden" in der Sankt-Thekla-Kirche Welden. Das Erscheinen dieses Kirchenführers wurde maßgeblich von den Fürstlich und Gräflich Fuggerschen Stiftungen? unterstützt.

Details

Lebensgroß sieht man den Stifter an einem der beiden figurenreichen Seitenaltäre.

Die Theklakirche steht offen, kann normalerweise aber nur bis zum Absperrgitter betreten werden. Anmeldung zu Besichtigungen für Gruppen: Telefon 0 82 93/2 73.

Lage

Weblinks


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