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Saarburgstraße

eine Augsburger Straße, die zum 18. Stadtbezirk (Kriegshaber) und damit zum Planungsraum VII (Kriegshaber) gehört; Postleitzahl 86156

Allgemeines

Benannt ist die Augsburger Straße nach Saarburg (heute französisch Sarrebourg), einer französischen Gemeinde mit etwas über 12.000 Einwohnern (Stand 2013) im Département Moselle in der Region Lothringen. Das französische Saarburg, nach dem diese Augsburger Straße benannt ist, darf nicht mit dem deutschen Saarburg verwechselt werden, einer Stadt im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Zwischen 1871 und dem Ersten Weltkrieg fiel das Gebiet um Saarburg (heute Sarrebourg) durch den Frankfurter Friedensvertrag an das Deutsche Reich, nachdem es bis dahin französischen Arrondissement Sarrebourg war. Saarburg (Sarrebourg) wurde dem Bezirk Lothringen im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeschlagen. Im Ersten Weltkrieg war das Gebiet zwischen Deutschland und Frankreich sehr umkämpft.

Saarburg - Beschießung

In den Tagen zwischen dem 20. und 22. August 1914 griff die 2. französische Südarmee Lothringen an. Um einen Gegenangriff vorzubereiten, vollzog die 6. Armee unter Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869-1955) daraufhin einen taktischen Rückzug. Es kam zu kleineren Gefechten bei Mülhausen. Dann befahl der französische Armeeführer Joseph Joffre den Vormarsch auf Saarburg (Sarrebourg). Daraufhin verstärkte die Oberste Heeresleitung (OHL) die 7. Armee mit sechseinhalb Divisionen und schickte sie zur Verstärkung zu Kronprinz Rupprecht bei Saarburg (Sarrebourg) und Mörchingen. Dort setzte der deutsche Heerführer zum Gegenangriff auf die 1. und 2. französische Armee an. Unter hohen Verlusten konnten die Deutschen die französischen Truppen über die damalige Staatsgrenze zurückzutreiben, setzten 10.000 Kriegsgefangene fest und erbeuteten etwa 50 Geschütze.

Der Hintergrund der Benennung der Straße nach Saarburg (Sarrebourg) ist darin zu sehen, dass auch Truppen aus Augsburg an den Kämpfen um Saarburg (Sarrebourg) im Ersten Weltkrieg beteiligt waren.

Geschichte

Der Vorschlag zur Benennung der Straße kam vom damaligen Deutschen Offiziersbund Ortsgruppe Augsburg e. V. am 28. Juni 1923. Darin hieß es, die Straße sollte zur Erinnerung an die Saarburger Schlacht entsprechend benannt werden, weil sämtliche drei Truppenteile des Augsburger Standortes sowie die zur 1. Reservedivision gehörigen Truppen (Reserveinfanterieregiment Nr. 3 und Reservefeldartillerieregiment Nr. 1) an dieser Schlacht beteiligt waren.

Die drei aktiven Regimenter kämpften dabei bei Blâmont Girey und am 20. August 1914 (Saarburger Schlacht) bei St. Johann (Reserveinfanterieregiment Nr. 3 und Reservefeldartillerieregiment Nr. 1) sowie bei Saaraltdorf und am Saar-Wald (4.F.A.Reft.).

Am 20. Juli 1926 traf der Stadtrat den Beschluss zur Strassenbennung Saarburgstraße: "Die südlich der Landvogtstraße zukünftig an der Ulmer Bahnline beginnende, unter Kreuzung der Grenz-?, Weldishofer-? und Reinöhlstraße? über den Exerzierplatz? nach Westen führende und voraussichtlich bei der Habsburgerstraße? endigende Strasse wird Saarburg-Strasse genannt."

Details

Die Saarburgstraße ist die Fortsetzung der Manlichstraße? nach einer Bahnüberführung und verläuft dann in westlicher Richtung zur Sommestraße?.

In der Saarburgstraße Augsburg stehen überwiegend kleinere Mehrfamilienhäuser, aber auch einige Reihenhäuser und eine größere Wohnanlage. Fast alle Gebäude besitzen kleine Gärten oder Grünflächen.

Lage


Weblinks


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