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Rupprecht, Walter

Der erste Regionalbischof bzw. Kreisdekan Schwabens.

Leben

Geboren wurde Walter Rupprecht am 7. Mai 1918 in Wunsiedel?. Er war Spross einer fränkisch-schwäbischen Pfarrersfamilie.

1935 schloss er sich mit 18 Jahren der Bekennenden Kirche an und ging auf Distanz zu den Nazis.

1937 musste er nach dem Abitur den Arbeitsdienst ableisten. Anschließend folgte die Wehrpflicht und dann nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil.

1944 heiratete in der Morizkirche Coburg? die Coburger Buchhändlerin Gertraude Riemann. Aus der Ehe sind vier Kinder und neun Enkel hervorgegangen.

Nach dem Kriegsende im Jahr 1945 studierte Walter Rupprecht Theologie an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen?. Hier war er akademischer Schüler von Kurt Frör, einem Erlanger Praktischen Theologen. Walter Rupprecht forschte im Bereich der Homiletik und promovierte in Erlangen? zum Thema "Die Predigt über alttestamentliche Texte in den lutherischen Kirchen Deutschlands". Das Werk erschien 1962 in der Reihe "Arbeiten zur Theologie" und ist selbst heute noch ein Standardwerk.

Walter Rupprecht starb am 27. Oktober 2007 im Alter von 89 Jahren in Erlangen?.

Wirken

Walter Rupprecht vertrat die evangelische Landeskirche in Schwaben.

Von 1949 bis 1956 bekleidete Walter Rupprecht die erste Pfarrstelle im oberbayerischen Oberammergau?.

1956 kommt er als Dozent an das damals noch mit der Hochschule Neuendettelsau? verbundene Pastoralkolleg.

1959 Promotion an der Universität Erlangen? zum Doktor der Theologie.

1960 beruft man ihn an der Augustana-Hochschule Neuendettelsau? zum außerordentlichen Hochschulprofessor für Biblische Hermeneutik und Praktische Theologie und 1962 wird er Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie.

1967 verlässt Walter Rupprecht die Augustana-Hochschule und wird in Coburg? an der Sankt-Moritz-Kirche Dekan. Während seiner Zeit als Dekan in Coburg? wird ein Diakonisch-Soziales Zentrum gebaut, die Moritz-Kirche renoviert und eine Behindertenwerkstatt in Ketschendorf? eingerichtet.

1971 wurde er als Oberkirchenrat in den Kirchenkreis Augsburg? berufen.

Während seiner Augsburger Zeit wurde er Mitglieder der Fokolar-Bewegung? und setzte sich für die Ökumene ein. So traf er sich z. B. mit Bischof Stimpfle von Augsburg zweimal jährlich im Ökumenischen Lebenszentrum? in Ottmaring? zum Austausch. Diese Tradition setzten die nachfolgenden Bischöfe der beiden großen Konfessionen fort.

Er leitete den Kirchenkreis Augsburg? bis 1983.

1992 war er bei der ersten Begegnung der evangelischen Angehörige und Freunde der Fokolar-Bewegung? in Berlin?, wo er in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche die Predigt hielt.

Walter Rupprecht war der erste von der EKD beauftragte Ansprechpartner für die evangelischen Christen in der Fokolar-Bewegung.

Weblinks


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