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Bosch-Haus

auch Dr.-Roeck-Haus, Röck-Haus oder "Haus zur Himmelsleiter"; ein Rokoko-Gebäude? in der Altstadt von Augsburg

Allgemeines

Das Roeck-Haus, wie es heute in der Maximilianstraße steht, geht auf den fürstbischöflichen Baumeister Johann Martin Pentenrieder? zurück. Er erbaute das Haus 1768 (nach anderen Quellen 1769 oder 1770). Es wirkt wie ein Palais. Es wird auch heute noch bewohnt und ist leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Roeck-Haus
Das Augsburger Roeck-Haus 2009. By Mailtosap (Own work (Original text: selbst erstellt) [Copyrighted free use], via Wikimedia Commons

Der Baumeister hat sich mit dem Gebäude sehr viel Mühe gegeben. Der Stuck des Hauses wird allgemein dem Feichtmayr-Kreis zugeschrieben. Manche wollen wissen, dass er von Jakob Rauch stammt. Die Decken im Erdgeschoss, im Hausgang und dem Treppenhaus sind freskiert von dem aus Dillingen? stammenden Maler Vitus Felix Rigl?, der ab 1764 in Augsburg lebte. Das Treppenhaus zeigt Jakobs Traum von der Himmelsleiter, worauf der Name "Haus zur Himmelsleiter" zurückgeht.

Geschichte

Zuvor stand auf dem Boden des Roeck-Hauses ein spätmittelalterliches Gebäude aus dem Jahr 1480. Es gehörte Lukas I. Fugger?, einem Vetter Jakob Fuggers des Reichen.

1768 oder 1769/70 errichtete man an gleicher Stelle das heutige Gebäude im Stil des Rokoko?. Zuvor war das spätmittelalterliche Wohnhaus Mitte des 18. Jahrhunderts von Joseph Tonella, einem Handelsherrn aus Venedig, gekauft worden.

Später gehörte das Anwesen dem Augsburger Bankier und Naturforscher Joseph Paul von Cobres, der die Witwe Tonellas heiratete. Dessen Sohn Alois erbte nach dem Tod seines Halbbruders F. A. Tonella das Haus, musste es 1822 jedoch an den Bankier Johann Jakob Obermayer verkaufen.

1927 gelangte das Gebäude in die Hände von Morton McDonald Roeck überging. Auf ihn geht der heutige Name des Gebäudes zurück. Er ließ das Gebäude renovieren und bewohnte es bis 1978.

Details

Die Fassade des Roeck-Hauses hat einen eigenen Reiz und ist sorgfältig restauriert. Die Fenster weisen noch mundgeblasene Glasscheiben auf. Die Eichenholztür ist geschnitzt und glänzt mit Rocaillen und Kaufmannsemblemen. Sie trägt das Datum 1769. Im Oberlicht ist das Monogramm der Muttergottes eingefügt.

Die klar gegliederte Fassade besteht aus Rundbogenarkaden im Erdgeschoss sowie zwei weiteren Stockwerken. Eines der Deckengemälde im Erdgeschoss zeigt das wohlgeleitete Schiff. Im Innenhof befindet sich ein Wandbrunnen.

Die großen Fenster fallen durch ihre Wölbung nach außen jedem besonders ins Auge. Es ist das einzige Beispiel für diese Fensterart in Augsburg.

Schon Paul von Stetten? zeigte sich von dem Haus, besonders seiner Fassade, begeistert.

Lage

Maximilianstraße 51


Weblinks


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