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Reformation

Für die Geschichte der Reformation in Deutschland hat Augsburg eine herausragende Bedeutung, das Augsburger Bekenntnis und der Augsburger Religionsfrieden, aber auch das Augsburger Interim? und die Augsburger Parität machen den Namen der Stadt nicht nur unter Protestanten bekannt.

Allgemeines

Im Oktober 1518 verweigerte Martin Luther im dreitägigen Disput mit Kardinal Cajetan in den Fuggerhäusern den Widerruf seiner Thesen. Das war das erste Mal, dass in der Fuggerstadt Augsburg ein Meilenstein der Reformationsgeschichte gesetzt wurde. 1530 wurde hier das Augsburger Bekenntnis, die Confessio Augustana, verlesen, 1555 der Augsburger Religionsfrieden geschlossen. Das letzte bedeutende religionsgeschichtliche Datum liegt erst wenige Jahre zurück: 1999 wurde in der Augsburger Kirche Sankt Anna die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre unterzeichnet. Diese weltweit beachteten Ereignisse, aber auch die Denkmäler des konfessionellen Zeitalters und des Glaubensstreits locken zahlreiche Touristen in die deutsche Lutherstadt Augsburg, eine der fünf bayerischen Lutherstätten im Europäischen Tourismusverbund "Stätten der Reformation e. V."

Schauplätze der Reformation entdecken gibt es an etlichen Orten in Augsburg zu entdecken. In der Stadt des Augsburger Bekenntnisses von 1530 und des Augsburger Religionsfriedens von 1555 entdeckt man immer wieder Spuren Martin Luthers. Etwa ein Porträt des Reformators, gemalt von der Werkstatt Lucas Cranachs, ist im Ostchor der St.-Anna-Kirche erhalten. Nur ein paar Schritte davon entfernt hängt ein Gemälde, das den 1632 als Befreier gefeierten Schwedenkönig Gustav II. Adolf zeigt. Auf dem Schalldeckel der 1682/83 errichteten Kanzel der Annakirche entdeckt man den goldgefassten „Friedensengel“.

Geschichte

Die Reformation griff in den 1520er Jahren in Etappen auf Augsburg über. Im Karmelitenkloster Sankt Anna? und in der Barfüßerkirche hörten die Augsburger die ersten reformatorischen Predigten im Sinne Martin Luthers und des Schweizers Huldreich Zwingli.

Seit 1531 begann von Seiten des Stadtrats ein neuer Wind zu wehen, denn die Augsburger Zwinglianer drängten auf die Unterdrückung der Katholischen.

Der Rat der Stadt Augsburg schloss am 22. Juli 1534 alle katholischen Kirchen und Kapellen, nur jene nicht, die dem Bischof unterstanden, blieben von dieser Maßnahme zunächst verschont. Dadurch verschwanden für immer die Karmeliten zu St. Anna?, die Franziskaner der Barfüßerkirche, die Benediktinerinnen zu St. Nikolaus?, die Terziarinnen der Franziskaner bei Sankt Clara an der Horbruck?, bei Sankt Martin und bei Sankt Margareth.

Im März 2016 wurde der neue Reiseführer "Luther in Augsburg. Wege in der Reformationsstadt" in Augsburg der Presse präsentiert. Die 60-seitige Broschur bildete den Auftakt der Augsburger Marketingmaßnahmen rund um das Reformationsjubiläum "Luther 2017".

Details

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