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Realschulen

Allgemeines

Die Realschule hieß bis 1964 Mittelschule. Sie ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule im Rahmen des gegliederten Schulsystems und umfasst die Klassen 5 bzw. 7 bis 10 der Sekundarstufe I und wird mit der Mittleren Reife abgeschlossen. In den letzten Jahren ist ein leichter Rückgang des Realschulbesuchs festzustellen.

Nach den Maßgaben zielt der Unterricht der Realschule auf die Vermittlung einer erweiterten Grundbildung. Sprich: Das Bildungsangebot der Realschule richtet sich an junge Menschen, die an theoretischen Fragen interessiert sind und gleichzeitig praktische Fähigkeiten und Neigungen haben. Bei erfolgreichem Abschluss berechtigt diese zur Aufnahme berufsqualifizierender Bildungsgänge, zum Eintritt in die mittlere Beamtenlaufbahn oder zum Besuch höherer Berufsfachschulen bzw. von Fachoberschulen oder der gymnasialen Oberstufe. Dementsprechend ist der Unterricht praxisbezogen, ohne aber auf Wissenschaftsorientierung zu verzichten. Die Realschule widmet sich besonders der Berufswahlvorbereitung, wegen ihrer Komplexität meist in fächerübergreifender Weise.

Ab der 7. Klasse gibt es für die Schülerinnen und Schüler einen Wahlpflichtunterricht, der ihnen ermöglicht, zwischen einem naturwissenschaftlich-technischen, einem wirtschaft- und gesellschaftskundlichem Zweig und dem Erlernen einer zweiten Fremdsprache zu wählen. Wie weit diese Wahlmöglichkeiten gehen, hängt vom Bundesland und den Möglichkeiten der einzelnen Schule ab.

Übertrittsvoraussetzungen

Erziehungsberechtigte müssen das Original des Übertrittszeugnisses der Volksschule, das Original des Geburtsscheines oder die Geburtsurkunde und die Originale von Zeugnissen früherer Schulen, falls die Aufnahme nicht im Anschluss an den Besuch einer Volksschule erfolgt, vorlegen. Infoabende sind bei den jeweiligen Schulen zu erfahren.

Um an eine Realschule zu kommen, muss ein Schüler geeignet sein. Als geeignet gilt eine Schülerin oder ein Schüler, wenn sie/er im Übertrittszeugnis der 4. Jahrgangsstufe der Grundschule in den Fächern Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachkunde mindestens die Durchschnittsnote 2,33 erreicht oder im Übertrittszeugnis der 5. Jahrgangsstufe der Hauptschule in den Fächern Deutsch, Mathematik mindestens die Note 2,5. Für den Übertritt aus der 4. Jahrgangsstufe gelten Schülerinnen und Schüler als bedingt geeignet, wenn sie im Übertrittszeugnis die Durchschnittsnote 2,66 haben. Haben sie die Noten 2 und 3 in den Fächern Deutsch/Mathematik oder Mathematik/Deutsch, aber in keinem der beiden Fächer schlechter als Note 3, werden sie nach einer Beratung der Eltern nach deren Willen aufgenommen. Für den Übertritt aus der 5. Jahrgangsstufe gilt diese Regelung nicht mehr. In allen anderen Fällen muss der Probeunterricht absolviert werden. Das ist jedenfalls in Bayern so geregelt.

Außerdem ist für den Übertritt an die Realschule ist ein bestimmtes Höchstalter festgesetzt. Stichtag ist der 30. Juni des betreffenden Jahres. Wer zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Jahre alt ist, darf in der Regel nicht in die Jahrgangsstufe 5 aufgenommen werden. Über Ausnahmen in besonderen Fällen entscheidet der Schulleiter. Das Übertrittszeugnis hat nur für das unmittelbar folgende Schuljahr Gültigkeit. Es gibt an der Realschule keine Probezeit.

Bayerische Besonderheiten

In Bayern ist die sechsstufige Realschule (R6) seit 2003 die Regelschule und umfasst die Jahrgangsstufen 5 bis 10. Es gibt drei Ausbildungsrichtungen, die ab der 7. Jahrgangsstufe besondere Bildungsschwerpunkte setzen.

Die Wahlpflichtfächergruppe I hat ihren Schwerpunkt im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Es werden verstärkt die Fächer Mathematik und Physik unterrichtet. Hinzu kommt entweder das Fach Technisches Zeichnen (CAD) oder das Fach Informatik. Günstig ist diese Wahlpflichtfächergruppe vor allem für Schülerinnen und Schüler, die in einem technischen Beruf tätig sein wollen.

Die Wahlpflichtfächergruppe II besitzt ihren Schwerpunkt im wirtschaftlichen Bereich. Es werden die Fächer Betriebswirtschaftslehre-Rechnungswesen, Wirtschaft und Recht sowie Textverarbeitung mit Kurzschrift unterrichtet. Geeignet ist sie besonders zur Vorbereitung auf Verwaltungsberufe.

Die Wahltpflichtfächergruppe III umfasst die Gruppen IIIa und IIIb. In der Wahlpflichtfächergruppe IIIa liegt der Schwerpunkt auf der zweiten Fremdsprache Französisch. Je nach Angebot und Möglichkeit der einzelnen Realschule liegt der Schwerpunkt in der Wahlpflichfächergruppe IIIb im musisch-gestaltenden, im hauswirtschaftlichen oder im sozialen Bereich.

Am Ende der 10. Jahrgangsstufe findet eine Abschlussprüfung statt. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus? stellt diese Prüfung zentral. Bei Bestehen der Prüfung erhalten die Schülerinnen und Schüler das Zeugnis über den Realschulabschluss (= mittlerer Schulabschluss).

Die einzelnen Realschulen nach Stadtbezirken

Georgs- und Kreuzviertel

Göggingen

Lechviertel, östliches Ulrichsviertel

Weblinks


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