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Rap for Peace

Ein Augsburger Theaterprojekt vor allem für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.

(Proben zu Rap for Peace - Copyright by Theater Augsburg)

Allgemeines

Rap for Peace oder auch Rap4peace ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Augsburg, dem Stadtjugendring Augsburg und dem Kulturhaus Kresslesmühle, unterstützt von MEHR MUSIK!.

Geschichte

Rap for Peace fand 2006 zum ersten Mal statt. 2007 folgte in der Komödie Rap goes Romeo and Juliet.

2009 fand die Premiere für Rap for Peace am 25. April im Großen Haus statt – in Kooperation mit dem Stadtjugendring?, dem Kulturhaus Kresslesmühle und MEHR MUSIK!. Dabei eroberte die junge Augsburger HipHop-Szene die Bühne. Geschichten und Themen der Jugendlichen wurden mit einer Rahmenhandlung verknüpft, die Elemente aus Carmen aufgriff: Es ging um Selbstbehauptung, Liebe, Emanzipation, Eifersucht und Zukunftsvisionen. Die künstlerische Leitung hatten Daniel Zaboj (Choreograf) und Susanne Inkiow (Regisseurin), die musikalische Leitung lag in den Händen von Deniz Khan, die Dramaturgie besorgte Maria Schneider. Mehr als 50 jungen Mitwirkende aus dem Jugendzentrum K 15, der Augsburger HipHop-Szene und verschiedenen Vereinen sorgten für den Erfolg.

2008 ging es bei Rap for Peace unter dem künstlerischen Leiter Daniel Zaboj? um die tragisch endende Liebe zwischen Romeo und Julia.

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Im Juni 2010 fand Rap for Peace zum vierten Mal statt. Wieder war Daniel Zaboj? künstlerischer Leiter des Jugend-Tanz-Projektes. Er ließ sich von Shakespeares dramatischem Kosmos inspirieren. Diesmal stand Othello mit einem Netz aus Intrigen, Neid, Hass und Vorurteilen, in dem er sich als Außenseiter verfängt, im Mittelpunkt einer modernen Ballett-Version. Dabei stieß der vielseitige aktuelle Streetstyle auf ausgefeilte Modern Dance-Choreografien, so dass sich die rasende Eifersucht des Protagonisten in der rasanten Körpersprache der dynamischen Power-Moves seiner Mitstreiter und Kontrahenten spiegelte. Extreme Gefühlswelten, Vertrauensverlust, der Umgang mit Konflikten, die Menschen ins Chaos stürzen, aber auch die Chancen der Befreiung und Loslösung daraus blieben so die brisanten thematischen Aspekte, für die Daniel Zaboj? gemeinsam mit den vielen jugendlichen, hoch motivierten Tänzern aus der regionalen HipHop- und Breakerszene - viele von ihnen waren auch schon seit 2006 dabei - explosiv performte Tanzsequenzen entwickelte. Musikalisch begleitet wurde die Produktion von Deniz Khan?.

Ab Januar 2012 wurde "Rap for Peace" von einem neuem Team geleitet: Roger Greulich, Emma Mendel-Retallick, Mike Mayer und Sabrina Strick arbeiteten mit den jugendlichen Teilnehmern in den Probenräumen des Tanzartzentrums des K15 und des Theaters Augsburg. Zum ersten Mal in der Geschichte von "Rap for Peace" arbeiteten die Choreografen mit den beteiligten Tänzern, Sängern und Rappern an einer eigenen Stückentwicklung. Themen der Produktion 2012 waren Vorurteile, Akzeptanz und Haltungen - also Themen, die den Jugendlichen im täglichen Leben immer wieder begegnen. Schnell war damit auch der Titel gefunden: "Cast your Haltung!" Erklärtes Ziel des 2012-Projektes war es, dass sich die Jugendlichen in der Probenarbeit mit ihrem Gegenüber auseinandersetzten: Breaker trafen auf Rapper, klassische Tänzer auf Ragga-Tänzer, Sänger auf Tänzer.

Details

Dadurch, dass die Teilnehmer an dem Projekt viele Monate lang ihre Aufführungen proben, lernen sie quasi nebenbei Werte wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit oder Ausdauer.

2010 betonte der damalige Kulturbürgermeister Peter Grab in einer Presseerklärung des Theaters Augsburg die Wichtigkeit dieses Projekts für Augsburg mit folgenden Worten: "Rap ist mehr denn je ein innovatives kulturelles Kapital, das sich zweigleisig weiterentwickelt: Einerseits als globale wie lokale Produkte der Kulturindustrie und andererseits als basisorientierte Kulturbewegung. Augsburg ist ein Ort großer sozialer, kultureller und ethnischer Diversität. Umso wichtiger ist die kontinuierliche Zusammenfassung der Jugendkulturen als künstlerische und soziale Herausforderung im Theaterbetrieb."

Adresse

Weblinks


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